Planen Sie Ihren Aufenthalt

Deutsch

Deutsch

Literaturfestival Sprachsalz

Sprachsalz 2021 - live im Netz - Digitale Vielsprachigkeit

Die 19. Auflage des Literaturfestivals Sprachsalz findet vom 10. bis 12. September 2021 live im Netz statt. Namhafte Autoren und Autorinnen werden wieder abwechslungsreiche und hochkarätige Lesungen halten.

Um auch bei der diesjährigen Ausgabe von Sprachsalz (10. bis 12. September) die Vielsprachigkeit der Literatur live erlebbar zu machen, werden die internationalen Literaturtage einmal mehr zum attraktiven digitalen und interaktiven Festival. Freuen kann man sich in diesem Jahr unter anderem auf Michael Chabon und Ayelet Waldman, Nicolas Mahler, Yoko Ogawa, Jon Fosse, Camille Kouchner oder Scott McClanahan. Eröffnet wird der Festival-Livestream unter www.sprachsalz.com am Freitagabend von Hanno Millesi, der Samstagnachmittag bietet ein Online-Kinderprogramm.

Seit 19 Jahren laden die Literaturtage Sprachsalz internationale und heimische Autor*innen sowie Literaturbegeisterte zum Austausch ins Parkhotel und an zahlreiche Orte in der Stadt Hall – dieser Einladung sind bisher tausende Besucher*innen und rund 300 Schriftsteller*innen gefolgt. Nach wie vor lassen es die Gegebenheiten nicht zu, ein Literaturfestival in analoger Form umzusetzen, das für volle Säle und Terrassen, für regen Austausch an der Hotelbar und in der Lobby bekannt und beliebt ist. Nach wie vor können aber vor allem die meisten internationalen Gäste ihre Reisen nicht antreten.

Für die bereits sehr erfolgreiche digitale Ausgabe 2020 mit rund 8.500 Besucher*innen des Livestreams gab es viele begeisterte Rückmeldungen über den barrierefreien und sicheren Zugang zu Literatur auf höchstem Niveau. Einmal mehr werden daher in diesem Jahr moderierte Lesungen, Gesprächsrunden sowie Eindrücke aus dem Festivalzentrum im Parkhotel Hall live auf YouTube übertragen. Die Autor*innen lesen an ihren Wohn- und Arbeitsorten, deutschsprachige Schauspieler*innen im Festivalzentrum aus deren Übersetzungen und die Zuseher*innen können sich via Chat in Diskussionen einbringen. Falls es die Umstände erlauben, gibt es auch Public Viewing im Parkhotel Hall. Der Eintritt ist wie immer frei.

PROGRAMM FREITAG

Eröffnet werden die diesjährigen Literaturtage von Hanno Millesi, seine Nähe zur bildenden Kunst sowie sein genau kalkuliertes Experimentieren mit Text und Situation machen ihn zu einer literarischen Ausnahmeerscheinung. Im neuesten Werk »Der Charme der langen Wege« kann man sich in die Geschichte eines Geräuschemachers, eines Künstlers, einer traurigen Person und einer Wirklichkeit versetzen, die weit entfernt des eigenen Lebens verläuft. (FR, 10. September, 19.00 Uhr)

US-Indie-Ikone Scott McClanahan erzählt in seinen Texten von der Vergänglichkeit des Moments, der immer schon vorbei zu sein scheint. Nach »Sarah«, einem herzzerreißend komischen Roman über eine längst vergangene Liebe, blitzt auch in »Crap« das familiäre Leben mit einem liebevoll gezeichneten »Haufen Freaks« im tiefsten amerikanischen Hillbilly-Land nur mehr in der melancholischen Rückschau auf. (FR, 10. September, 20.00 Uhr)

Mit ihrem Roman »Die große Familie« hat die französische Rechtsanwältin und Autorin Camille Kouchner eine ganze Gesellschaft aufgewühlt: Im sehr persönlichen Buch über Inzest erhellt Kouchner aus eindrücklicher Perspektive das dunkle Geheimnis einer Familie der intellektuellen Pariser Elite – und legt die sexuellen Übergriffe des Stiefvaters gegen ihren Zwillingsbruder offen. (FR, 10. September, 21.00 Uhr)

Aus New York zu Gast bei Sprachsalz Digital ist der Schriftsteller Hari Kunzru, der auch in seinem neuen, raffiniert komponierten Roman »Red Pill« der erregten Zeit den nervösen Puls fühlt, wenn er über die Suche nach Ordnung in einer Welt schreibt, die den Wahnsinn als Wahrheit ausgibt. (FR, 10. September, 22.00 Uhr)

Die US-amerikanische Schriftstellerin Jenny Offill verbindet in ihrem bodenlos lustigen Roman »Wetter« Einbildungskraft und absolute Gegenwärtigkeit, zugleich gibt sie mit der Geschichte über eine Bibliothekarin mit Hang zu apokalyptischen Gedanken einen unheimlichen Einblick in das polarisierte Amerika von heute. (FR, 10. September, 23.00 Uhr)

PROGRAMM SAMSTAG

Samstagabend geht es live weiter mit dem englischen Journalisten und Autor Ned Beauman, der in seinem neuesten Roman »Warum der Wahnsinn einer Niederlage vorzuziehen ist« mit wunderbarem Humor und ergänzt durch großartig recherchierte Fakten eine Hommage an die Dreharbeiten legendärer Filme an entlegenen Orten zeichnet, die völlig außer Kontrolle gerieten. (SA, 11. September, 20.00 Uhr)

Die italienische Autorin Raffaella Romagnolo widmet ihren Coming-of-Age-Roman »Dieses ganze Leben«, der für den Premio Strega nominiert war, dem Geheimnis einer Familie, in der jeder Fehler gemacht hat, mit fatalen Folgen für das eigene, aber vor allem auch das Leben vieler anderer. (SA, 11. September, 21.00 Uhr)

Ausgelassen oszilliert Ariela Sarbachers literarisches Debüt »Der Sommer im Garten meiner Mutter« zwischen Jahrzehnten, Ereignissen und Erinnerungen und erzählt die Geschichte einer Mutter und einer Tochter im Wechselspiel zwischen leidenschaftlicher, mediterran angehauchter Italianità und nüchtern-schweizerischem Erzählton. (SA, 11. September, 22.00 Uhr)

Aus Japan zu Gast im Livestream ist die Schriftstellerin Yoko Ogawa, die aus ihrem parabelhaften Roman »Insel der verlorenen Erinnerungen« liest: Eine dystopische Geschichte über einen totalitären Staat, der seinen Bewohner*innen unter Strafe die Erinnerung verbietet – und ein Plädoyer für die subversive Kraft der Literatur. (SA, 11. September, 23.00 Uhr)

PROGRAMM SONNTAG

Sonntagabend erzählt Jon Fosse, Meister des Essentiellen und der Metaebene, in »Der andere Name. Heptalogie I – II« – den ersten beiden Teilen seines siebenteiligen Opus Magnum – vor dem Hintergrund der norwegischen Landschaft auf eindringliche Weise von den existentiellen Fragen des Lebens und vom Wesen der Kunst. (SO,12. September, 18.00 Uhr)

Mit reduziertem Strich und maximalem Wiedererkennungswert hinterlässt der Wiener Nicolas Mahler seit mehr als zwei Jahrzehnten Tuschespuren in der Welt der Comics. Bei Sprachsalz präsentiert er eine Werkschau seines Werdegangs von den Anfängen bis zum finalen Durchbruch mit »Alte Meister« und gewährt Einblicke in die Arbeiten zu seinen literarischen Adaptionen. (SO, 12. September, 19.00 Uhr)

Das Detailporgramm: Mehr dazu finden Sie auch hier:



SPRACHSALZ 2021 – DETAILPROGRAMM

live via www.sprachsalz.com oder neuen YouTube Kanal (bitte abonnieren) ist: bit.ly/SprachTube.

– dort ist das Festival auch bis 13. 9., 24 Uhr abrufbar.



Den Link zum



FREITAGABEND, 10.9.

19.00 Uhr Hanno Millesi (Österreich)

20.00 Uhr Scott McClanahan (USA)

21.00 Uhr Camille Kouchner (Frankreich)

22.00 Uhr Hari Kunzru (USA)

23.00 Uhr Jenny Offill (USA)



SAMSTAG, 11.9.: Kinderprogramm

14.00 Uhr Andrea Karimé (Deutschland)

14.40 Uhr Cally Stronk und Christian Friedrich (Deutschland)

15.30 Uhr Christian Yeti Beirer (Österreich)



SAMSTAG, 11.9.

20.00 Uhr Ned Beauman (England)

21.00 Uhr Raffaella Romagnolo (Italien)

22.00 Uhr Ariela Sarbacher (Schweiz)

23.00 Uhr Yoko Ogawa (Japan)



SONNTAG, 12.9.

18.00 Uhr Jon Fosse (Norwegen)

19.00 Uhr Nicolas Mahler (Österreich)

20.00 Uhr Michael Chabon (USA), Ayelet Waldman (USA)

22.00 Uhr Peter Hein (Deutschland)



Über das Literaturfestival Sprachsalz

Das 2003 ins Leben gerufene Literaturfestival Sprachsalz ist inzwischen über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus bekannt. Drei Tage lang kann das Publikum in einer speziellen Atmosphäre im Parkhotel Hall stündlich Lesungen von internationalen Autoren und Autorinnen erleben - bei freiem Eintritt.

Bitte Warten