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Sommer Zirbenweg

Historischer Rundwanderweg

Kaum eine Region im Inntal ist so reich an Kulturdenkmälern wie der Raum zwischen Volders und Wattens. Um die historisch wertvollen Sehenswürdigkeiten den interessierten Wanderern näher zu bringen, wurde im Jahre 1990 vom Heimatkunde- und
Museumsverein Wattens-Volders ein ca. 9,5 km langer ‘Historischer Rundwanderweg‘ ausgewiesen. Die reizvolle, realtiv einfache Rundwanderung ist auch für Familien mit Kindern bestens geeignet. Sie beginnt am Parkplatz der berühmten Karlskirche bei der Volderer Innbrücke und führt u.a. auch am Freilichtmueseum Himmelreich vorbei, einer der Kraftorte in der Region Hall-Wattens.

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Die Stationen am Historischen Rundwanderweg

KARLSKIRCHE

Unmittelbar neben dem Parkplatz befindet sich der Zugang zur Karlskirche. Der beeindruckende Bau wurde in den Jahren 1620-1654 nach Plänen von Hippolitus Guarinoni errichtet. In den Jahren 1766/67 ist die Kirche im Inneren umgestaltet worden. Aus dieser Zeit stammen die Deckenfresken und das Altarbild, Werke des bekannten Freskenmalers Martin Knoller. In den Jahren 1977-1988 wurde die Karlskirche mit einem Kostenaufwand von ca. € 2,5 Mio. renoviert und stellt heute einen der schönsten Sakralbauten Tirols dar. Zur Renovierung haben neben den ö entlichen Institutionen auch zahlreiche private Spender aus dem gesamten deutschen Sprachraum beigetragen.

SERVITENKLOSTER

Ein Viaduktbogen verbindet das Servitenkloster mit der Kirche St. Karl. Den Grundstein für das Kloster legte1631 ebenfalls Hippolitus Guarinoni. Wegen Geldmangels wurde der Bau jedoch erst 1692 weitergeführt und zwei Jahre später provisorisch
fertiggestellt und dem Servitenorden übergeben. Das Kloster wurde während der Kriegshandlungen 1797 und 1809 mehrmals
kurzfristig als Lazarett verwendet. Heute ist im Gebäude ein privates Oberstufenrealgymnasium untergebracht. Von der Karlskirche gelangt man der asphaltierten Straße Richtung Tulfes folgend zu einer Kreuzung und am links abzweigenden Schotterweg, am Sportplatz vorbei, zum Gedenkfriedhof ‚Volderer Tummelplatz‘.

TUMMELPLATZ BRUGGENWALDELE

Heldenfriedhof_16

Auf diesem kleinen Friedhof mit der Lourdes-Kapelle, welche 1892 eingeweiht wurde, sind symbolische Grabstätten für die Gefallenen beider Weltkriege errichtet. Nach zeitgenössischen Aufzeichnungen sind die in den Franzosenkriegen von 1797 und 1809 verwundeten Freiheitskämpfer, die im Lazarett des Servitenklosters ihren Verletzungen erlagen, auf diesem Friedhof bestattet. Die kleine Gedenkkapelle in der Süd-Ost-Ecke wurde von Angehörigen eines im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten erbaut. Der
Wanderweg führt weiter über Wiesen am Anwesen ‚Glaser‘ vorbei zur ‘Lexenkapelle‘.

LEXENKAPELLE

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Die zum Hof ‚Lexen‘ gehörende Kapelle mit seinem steilen Schindeldach ist in der 1. Häl e des 18. Jh. entstanden. Geht man von der Kapelle weiter, gelangt man auf die asphaltierte Kleinvolderbergstraße,
wo man schon das Schloss Friedberg erblicken kann. Der Weg führt weiter zum Schloss Friedberg.

SCHLOSS FRIEDBERG

Schloss Friedberg Volders in Tirol Region Hall-Wattens (3)

Das ursprünglich im Andechs‘schen Besitz stehende Schloss Friedberg wird im 12. Jh. erstmals urkundlich
erwähnt. Ab 1491 waren die Herren von Fieger Eigentümer der Burganlage, die ihr nach Umbauten den heute noch vorherrschenden, spätgotischen Charakter verliehen. Die Fieger starben 1802 im Mannesstamm aus. Im Anschluss wechselten die Besitzer ö ers, bis in der Mitte des 19. Jh. Friedberg durch Kauf an die Grafen Trapp übergeht. Unter ihnen erhält der Ansitz das heutige Aussehen. Umfangreiche Renovierungen in den Jahren 2006-2009 vermitteln wieder den ursprünglichen Eindruck. Während der Sommermonate kann das Schloss im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Hinter dem Schloss führt der Wanderweg einem
steilen Steig folgend bis zum Voldertalbach, dann weiter talauswärts bis zur Johanneskapelle.

JOHANNESKAPELLE

In der 1984 von der Feuerwehr Volders mit freiwilligen Arbeitsstunden errichteten Wegkapelle ist eine Holzstatue des Hl. Johannes Nepomuk zu sehen. Der Weg führt weiter bis zur Kreuzung Kleinvolderberg
– Großvolderbergstraße, den Hinweistafeln folgend bis zur Abzweigung ‚Kröllnweg‘, oberhalb der Häuser
bis zum Schloss Aschach.

SCHLOSS ASCHACH

Das südöstlich über dem Dorf Volders thronende Schloss wird erstmals 1334 urkundlich erwähnt. Es wurde nach einer Belagerung 1413 niedergebrannt und 1575 nach Plänen von Ernst Rauchenberg, dem Erbauer von Schloss Ambras, saniert und erweitert.
Schloss Aschach ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Der Wanderweg führt unterhalb des Waldes weiter bis man
zu einer asphaltierten Straße gelangt. Leicht aufwärts gehend folgt man dem links abzweigenden Schotterweg, am Anwesen
‚Untere Schwarz‘ vorbei in den Wald, wo man der Beschilderung folgend nach einem steileren Anstieg das auf einer Geländekuppe
befindliche Freilichtmuseum Himmelreich erreicht.

FREILICHTMUSEUM HIMMELREICH

Rätersiedlung Himmelreich_Wattens_Kraftort ©Hall-Wattens.at (27)

In der mit einem Ringwall umschlossenen ehemaligen Siedlungs äche können die Fundamente von acht Gebäuden, die teilweise in den Fels gemeißelt sind, ausgemacht werden. Die rätische Siedlung war zwischen dem 5. und 1. Jh. v. Chr. bewohnt und ist durch Brand untergegangen. Die bei der Freilegung gemachten
Funde wie Keramiken und Eisenwerkzeuge können im Museum Wattens besichtigt werden. 2009 wurde mit Rahmen aus gerostetem Stahl die vermutete Kubatur der ehemaligen Gebäude sichtbar gemacht. Die im Gelände stehenden Glastafeln geben in Kurzform Hinweise auf die Geschichte dieses denkwürdigen Platzes. Der Weg führt in östlicher Richtung weiter abwärts bis zu einem Aussichtsplateau. Von hier hat man einen guten Ausblick auf die Marktgemeinde Wattens.

TERRASSENSIEDLUNG

Zu Beginn des 20. Jh. wurden in diesem Bereich Steine für die Innverbauung abgebaut. Dadurch wurde der rätische Opferplatz,
der sich zwischen dem 1. und 4. Jh. n. Chr. an dieser Stelle befand, zerstört. Der Beschilderung folgend gelangt man auf einen
Schotterweg und weiter zu einem steil abfallenden Steig, bis man die Bundesstraße erreicht. Der Weg führt nun wieder Richtung
Westen zu einem leicht ansteigenden Waldweg, weiter oberhalb einer Siedlung, vorbei am Campingplatz, Lange Gasse, Kirchgasse
bis zur Dorfmitte, zur Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.

PFARRKIRCHE JOHANNES DER TÄUFER

Die im gotischen Stil um 1437 begonnene und 1510 fertiggestellte Pfarrkirche von Volders wurde 1962-1965 von Clemens Holzmeister modern er weitert und umgebaut. Das Altarbild von Josef Schöpf und ein Kruzi x von Franz Nißl, entstanden um 1798, schmücken das Innere der Kirche. An der südseitig gelegenen alten Friedhofsmauer sind historische Grabsteine angebracht. BeiInnenrestaurierungsarbeiten im Jahre 2009 konnten im Presbyterium Fundamente von zwei Vorgängerkirchen freigelegt werden. An der Südseite des bereits vor dem Kirchenbau errichteten Turms fand man Seccomalereien, die teils in der Frühgotik (um 1350), teils in der Romanik (um 1280) entstanden sein dür en.Der Weg führt entlang der Bundesstraße, über die Voldertalbrücke bis zur Fiegerstraße.

URNENGRÄBER

An der Kreuzung erinnert eine Gedenktafel an den im Jahre 1956 entdeckten Urnengräberfriedhof, der von 1100 bis 800 v. Chr.
mit 431 Gräbern belegt war. Der Fiegerstraße folgend führt der Wanderweg bis an deren südliches Ende, anschließend weiter
Richtung Westen, bis man wieder den Ausgangspunkt Parkplatz Karlskirche erreicht.

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Kraftorte in der Region Hall-Wattens

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