Komm mit auf eine kulinarische Radtour. Am Fuße des Karwendel in Tirol
Ein Bike-Erlebnis der Sonderklasse ist die neue "kulinarische Radtour" durch die Region. Diese genussvolle Tour verbindet Naturgenuss mit dem Einkauf authentischer, nachhaltig produzierter Lebensmittel und gibt einen einzigartigen Einblick in die Tiroler Landwirtschaft.
An den verschiedenen Stationen bzw. Hofläden erfreut man sich an frischen, saisonalen Produkte wie handgemachten Käse, herzhaften Speck, frisches Obst und Gemüse sowie regionale Spezialitäten. Die Strecke führt durch idyllische Dörfer und malerische Landschaften am Fuße des Karwendelgebirges. Bei jedem Halt bietet sich die Gelegenheit, mehr über die lokale Landwirtschaft zu erfahren und die Produkte direkt bei den Erzeugenden zu kaufen.
Die Radtour kann man entweder auf eigene Faust erleben oder sich an einem der drei Sommertermine anmelden und gemeinsam die Tour bestreiten. Dabei wird ein Lastenfahrrad die Gruppe begleiten und wir stärken uns bei einem gemeinsamen kleinen Mittagessen am Lumperer Hof in Fritzens. Bei der nächsten Station am Weberhof genießen wir Kuchen und Kaffee, bevor wir am Ende der Runde nicht nur in die Geschichte der Schnapsbrennerei, sondern auch in die stolze Salzbergbaugeschichte der Region eintauchen dürfen.
Um einen näheren Einblick in die Arbeit der Betriebe, deren Philosophie und Leidenschaft zu bekommen, haben wir deren Geschichte(n) gesammelt und dürfen sie euch in diesem Blogbeitrag vorstellen:
1. Station: Bartlhof in Thaur
Speck, Wurst und Fleisch in bester Qualität
Auf Tradition wird am Erbhof der Familie Plank in Thaur viel Wert gelegt, ohne dabei auf Innovationen zu verzichten. Seit 1736 ist er in Besitz der Familie. Mit Ideenreichtum, Mut und Fleiß entwickelte sich aus einer kleinen Landwirtschaft ein bäuerliches Familienunternehmen im Vollerwerb.
Dabei waren die Vorzeichen Anfang der 90er Jahre alles andere als erfreulich, denn die Milchviehhaltung musste aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden. Sich wie viele Thaurer dem Gemüseanbau zu verschreiben, wäre naheliegend gewesen – doch die Familie Plank entschloss sich dazu, einen anderen Weg zu gehen. Denn mit Romed Plank übernahm ein gelernter Metzger den Bartlhof und so wurde auf die Schweine-, Rind- und Hühnerfleischproduktion mit Direktvermarktung gesetzt. Durch großen Fleiß und kaufmännisches Geschick konnte bald weiter investiert und ein modernes Schlachthaus mit Zerlegraum, Kühlraum und Welchen errichtet werden. Um die Produktpalette zu vergrößern, investierten die Planks in den folgenden Jahren auch in die Fleckviehkühe. 2009 wurde der Viehstall aus dem Ortszentrum ausgesiedelt und ein moderner Freiluft- Laufstall gebaut. „In den letzten Jahren haben wir diesen zu einem richtigen Bio-Wohlfühlstall umgebaut, in dem unsere Tiere einen 24-Stunden-Auslauf haben und das sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über“, berichtet Romed Plank und verweist auf die positiven Folgen: „Davon profitiert Mensch und Tier, denn wenn sich unsere Schweine, Rinder und Hühner von der Geburt bis zum Schlachten wohlfühlen, dann stimmt auch die Qualität des Fleisches.“
Wichtig ist der Familie, dass alle Tiere zu hundert Prozent mit dem selbst produzierten Futter versorgt werden können. „Wir sind dabei sozusagen autark, fast wie beim Strom. Auch hier werden wir dank unserer Photovoltaik-Anlagen immer selbständiger“, betont Romed Plank und verweist auf das gelebte Motto „Stillstand ist Rückschritt“. So werden bereits die nächsten Ideen und Weichen für die Zukunft gestellt, damit auch die nächste Generation am Bartlhof dem Vollerwerb nachgehen kann. Sohn Romed Plank ist seit fünfzehn Jahren im Betrieb tätig und seit 2015 Metzgermeister. Die Nachfolge und die Zukunft am Bartlhof sind damit gesichert. Schlachtung und Verarbeitung werden gemeinsam von Vater und Sohn in der hofeigenen, kontrollierten Schlachtstätte bzw. Wursterei sehr gewissenhaft vorgenommen:
Auch was die Vermarktung anbelangt, war die Familie immer schon sehr aktiv, so sind die Planks Gründungsmitglieder der Tiroler Bauernkiste. „Wir hatten bereits 1990 die Gelegenheit am Haller Bauernmarkt anzubieten, haben uns aber nicht darüber getraut. 2014 hat es dann zum Glück doch noch funktioniert“, erinnert sich Romed Plank und beschreibt die heutige Vermarktungsschiene: „Wir bieten unsere Fleisch-, Speck- und Wurstprodukte in der eigenen Hofmetzgerei an. Neben dem Haller Bauernmarkt findet man unsere Produkte auf den Märkten am Innsbrucker Sparkassenplatz und am Wiltener Platzl, sowie im Bauernladen in Thaur und der Bauernkiste.“
Für den Haller Bauernmarkt haben wir eigene gekühlte Marktstände im passenden Design entwickelt. Die Kühlkette, aber auch die Hygiene am Stand ist wichtig, auch wenn natürlich einiges an Aufwand damit verbunden ist. Aber die Kunden honorieren das und schätzen zudem die professionelle Präsentation der Produkte.“
Ein Ort des Ausgleichs und des Ideenschmiedens für neue köstliche Produkte ist die von der Familie Plank gepachtete Lüsner Kuhalm im Sellraintal. Mit Blick auf den Lüsener Fernerkogel fühlen sich dort in den Sommermonaten Schweine und Rinder wohl und gedeihen prächtig. Ein Ort des Ausgleichs für Mensch und Tier.
2. Station: Bauernladen Thaur
Wir fahren vorbei am Thaurer Bauernladen, der immer freitags und samstags geöffnet ist. Der Laden bündelt Produkte vieler lokaler Produzent:innen, was die regionale Wertschöpfung und Tradition stärkt. Der Bauernladen steht für die Bewahrung der bäuerlichen Kultur in Thaur, die sich durch Generationen weiterentwickelt hat. Er ist ein zentraler Treffpunkt und ein Beweis für die lebendige Dorfgeschichte, die auch durch Vereine wie "Chronos - Verein für Dorfgeschichte" dokumentiert wird.
3. Station: Fischzucht in Thaur
Diese naturbelassene und einzigartige Fischzucht in Thaur wird leidenschaftlich von Nikolaus Medgyesy geführt.
Bereits 1504 wurde die Fischzucht erstmals im Fischereibuch von Kaiser Maximilian erwähnt. Damals wurden Speisefische für den Adel produziert. Nach immer wieder welchselnden Besitzern pachtete schließlich 1980 der Alpenzoo die Thaurer Fischzuchtanlage. Ziel war es einerseits Futterfische für die Fütterung im Alpenzoo zu züchten, andererseits wollte man auch die Zucht von Besatzsichen fördern, um diese anschließend in heimischen Gewässern auszusetzen.
2010 wurde die Pacht an den Tiroler Fischereiverband übergeben, der jedoch im Jahr 2016 aufgrund zu hoher Kosten von der Pacht zurücktrat. Nachdem Dr. Nikolaus Medgyesy bereits schon Jahre zuvor die Donaustämmige Urforelle wiederentdeckt hatte und eng mit der Fischzucht zusammenarbeitete, war es nur logisch, dass er und sein Sohn Nikolaus Medgyesy jr. die Fischzucht übernahmen.
Somit hat die Faszination für das Tiroler Kulturgut Urforelle weiter Bestand. Konnte anfangs nur eine kleine Menge an Danubischen Bachforellen bezüchtet werden, verließen 2016 bereits 160.000 bis 190.000 junge Äschen die Anlage in Thaur und wurden in Tiroler Gewässer eingesetzt.
4. Station: Franzelerhof Absam
Der Franzelerhof in Absam wird von Hannes Zanon gemeinsam mit seiner Familie bewirtschaftet. Er hat sich von einer konventionellen Landwirtschaft zu einem Vorzeigeobjet für biologische Direktvermarktung entwickelt, das Wert auf Regionalität und Qualität legt. Der direkte Kundenkontakt und die transparente Landwirtschaft stehen im Mittelpunkt der Hofphilosophie.
Es wird ein breites Sortiment an Bio-Gemüse, Kartoffeln und Getreide produziert, welches freitags direkt am Hof mit Bedienung angeboten wird. Ein Selbstbedienungsladen mit eingeschränktem Sortiment ist die ganze Woche zugänglich. Samstags ist der Franzelerhof mit seinen Produkten am Schwazer Bauernmarkt anzutreffen.
2016 begann Hannes Zanon mit der Umstellung auf Gemüseanbau und stellte schrittweise auf biologische Landwirtschaft um, was seit 2021 vollständig umgesetzt ist. Von den Eltern wurde der Hof früher konventionell bewirtschaftet, hauptsächlich mit Erdäpfeln und Rindermast.
5. Station: Bio-Gemüsehof Krippach in Absam
An dieser Station werfen wir kurz einen Blick auf den wunderschönen Bauernhof Krippach, der bereits auf eine über 500-jährige Geschichte zurückblickt. Der Hof gehört zum gegenüber liegenden Schloss Krippach, welches in einem Park mit Gartenmauer und barocken Gartenpavilon liegt, jedoch nicht öffentlich zugänglich ist.
Wir stöbern im entzückenden Hofladen von Fabian und Sophia, die seit geraumer Zeit den Hof biodynamisch bewirtschaften und somit einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft leisten.
Seit 2024 führen sie den etablierten Bio-Gemüsebetrieb mit viel Handarbeit, Herz und dem Anspruch, nachhaltige und vielfältige Landwirtschaft zu betreiben.
Das Ziel: gesunde Böden, fair produzierte Lebensmittel und ein lebendiger Lebensraum – für Menschen, Pflanzen und Tiere. Direkt ab Hof – ehrlich, regional, regenerativ und natürlich Bio.
Fair, sozial, super Regional
Die Landwirtschaft am Krippachhof steht für faire Entlohnung und soziales Handeln – Überschüsse werden gespendet statt verschwendet. Durch kurze Transportwege kann frisch und reif geeerntet werden. Auch Saatgut und Jungpflanzen stammen möglichst aus der Region – für Transparenz und Nachhaltigkeit von Anfang an.
Regenerative Landwirtschaft – für gesunde Böden und lebendige Vielfalt
Regenerative Landwirtschaft hat das Ziel, den Boden nicht nur zu nutzen, sondern aktiv aufzubauen. Durch schonende Bewirtschaftung – meist händisch, mit wenig Maschineneinsatz und ohne chemische Pestizide – wird die Bodenfruchtbarkeit langfristig verbessert. Humusaufbau speichert CO2, fördert das Bodenleben und macht die Flächen widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Kleine, vielfältig bepflanzte Flächen bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere – ein wichtiger Beitrag gegen das Artensterben. So entsteht eine Landwirtschaft, die ökologisch, klimafreundlich und zukunftsfähig ist.
6. Station: Die Bienenwerkstatt von Albert Unterkircher in Absam
In der Bienenwerkstatt von Albert Unterkircher entstehen schmackhafte Produkte aus dem Bienenstock, darunter feiner Honig, wertvolles Propolis und duftendes Wachs. Seit 1987 betreibt Albert mit Leidenschaft seinen Hobbybetrieb, in dem etwa 30 Bienenvölker ein Zuhause finden.
Der köstliche Honig wird nicht nur in seiner reinen Form angeboten, sondern auch zu edlem Honigwein (Met) und erfrischendem Oxymel weiterverarbeitet. Der Honig wird nach Herkunft sorgfältig separat geschleudert und teilweise zu cremig gerührtem Honig veredelt, bevor er in ansprechende Gläser abgefüllt wird. So können die Genießer aus einer Vielzahl von Honigsorten wählen, die je nach Tracht – sei es die zarte Frühjahrs- oder die aromatische Sommertracht – und dem Standort der Bienen variieren. Jede Sorte präsentiert sich in ihrer einzigartigen Farbe und ihrem unverwechselbaren Geschmack, die bei einer Verkostung entdeckt werden können.
Die Bienen werden in kleineren Einheiten von 8 bis 16 Völkern an verschiedenen Standorten gehalten: in Absam (im Siedlungsgebiet), in Tulfes bei einem BIO-Bauern umringt von Wiesen und Wald auf etwa 850 Höhenmetern, am Rechenhof in Arzl bei Innsbruck bei einem BIO-Betrieb mit ca. 14 Hektar Wiese, umgeben von Wald, sowie im Sommer im Bereich von Himbeer-, Heidelbeer- und Almrosentrachten in Gschnitz auf etwa 1.500 Metern und am Kolsassberg auf 1.700 Metern.
Im Zuge der Auseinandersetzung mit einer artgerechten Haltung von Bienen, einer naturnahen Betriebsweise und der Erzeugung von Lebensmitteln auf möglichst schonende Weise wurde 2018 auf BIO umgestellt. Was zeichnet BIO-Honig im Vergleich zu konventionell produziertem Honig aus? Warum BIO, wenn die Bienen doch überall hinfliegen?
Ökologische Bienenhaltung: Biohonig stammt von Bienen, die in einem ökologischen Umfeld leben, in dem Pestizide und chemische Düngemittel nicht verwendet werden. Es kommen nur vom BIO-Verband genehmigte Medikamente auf natürlicher Basis (zur notwendigen Varroabehandlung) zum Einsatz, was zu einer reineren und unverfälschteren Produktqualität führt.
Gesundheitliche Vorteile: Biohonig ist unverfälscht und enthält keine nachweisbaren Rückstände von chemischen Substanzen, die in der konventionellen Landwirtschaft verwendet werden.
Bienenwohl: Bio-Imker legen Wert auf das Wohl der Bienen und fördern artgerechte Haltungsbedingungen. Als Futter für die Bienen wird ausschließlich selbst produzierter Honig oder BIO-Zucker verwendet.
Nachhaltigkeit: Die Erzeugung von Biohonig ist nachhaltig und umweltfreundlich, was ihn zu einer verantwortungsbewussteren Option für Verbraucher macht, die auf Umwelt- und Tierschutz achten. Bei der Verarbeitung und Lagerung von Honig wird auf Edelstahl zurückgegriffen und auf Kunststoff, bspw für Bienenbeuten und zur Honiglagerung verzichtet.
Biodiversität: Bio-Imker fördern die Vielfalt von Pflanzen und Flora, die eine natürliche Nahrungsquelle für Bienen darstellen, was zur Erhaltung der Biodiversität beiträgt.
Die Gläser und Flaschen können im Sinne der Nachhaltigkeit gerne in der Bienenwerkstatt Absam retourniert werden.
7. Station: Biohof Lumperer in Fritzens
Bio-Genuss für ein gesünderes und nachhaltigeres Leben
Wirtschaften im Kreislauf der Natur wird am Lumpererhof in Fritzens mit viel Herzblut gelebt. In einer modernen sich ständig weiter entwickelnde Landwirtschaft setzt die Familie Lutz bereits seit Anfang der 90er Jahre auf frische, biologisch und kontrolliert angebaute Produkte. Ein Angebot an ernährungsbewusste und umweltbewusste Genießer, welches ganzjährig zur Verfügung steht.
Mit Maßnahmen wie vielseitiger Fruchtfolge, schonender Bodenbearbeitung und organischer Düngung wird die Erhaltung und Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit angestrebt – mit Erfolg. Gesundheitliche Probleme hatten Margret Lutz vor mittlerweile 35 Jahren bewogen, die Ernährung der Familie umzustellen. Sohn Clemens, der vor rund zehn Jahren den Biohof Lumperer übernommen hat, führt diesen mit viel Engagement Weg fort: „Die Eltern haben das aus Überzeugung begonnen und ich sehe mich als Bio-Kind. Ich führe das mit Leib und Seele weiter. So können wir eine hohe Qualität unserer Lebensmittel garantieren und gleichzeitig unsere Umwelt schonen. Schließlich sind wir verantwortlich, was wir unserem Boden zuführen.“
Der Lumpererhof ist in Tirol einer der wenigen Biobauernhöfe mit einer derartigen Vielfalt. „Mittlerweile bieten wir über vierzig verschiedene Gemüseprodukte an. Dazu kommen noch Speck und Boxerlen, unser selbst gebackenes Brot – natürlich aus unserem eigenen Getreide, aber auch verarbeitete Produkte wie z.B. eingelegter Knoblauch, passierte Tomaten, Chili- und Knoblauchpulver. Für Österreich etwas ganz Besonderes ist der Anbau von Ingwer und das in Bio-Qualität, worüber wir uns sehr freuen. In den Sommermonaten haben wir auch Himbeeren im Angebot und zweimal im Jahr ist es möglich, biologisches Schweinefleisch zu bestellen“, zählt Clemens Lutz auf und verweist auf ein weiteres neues Angebot, ganz im Sinne der Bio-Pioniere: „Die eigene Kompostproduktion ist in keiner Biorichtlinie verankert. Das ist uns aber wichtig und das wollen wir auch unseren Kundinnen und Kunden weitegeben und bieten daher auch 10-Liter-Kübel mit selbst produziertem Bio-Kompost an.“
Handel und Gastronomie sind wichtige Abnehmer für den Lumpererhof. Der Haller Bauernmarkt, der Selbstbedienungsladen am Hof, die Jenbacher Bio Austria Bauernläden sowie Lumpi’s Bio Kistl’ln sind weitere Wege, um den Bio-Genuss an ernährungsbewusste Kunden zu bringen. Zudem ist der Lumpererhof seit vielen Jahren eng mit der Marke Bio vom Berg verbunden. Innovationen, ob beim Versuch neue oder auch alte Sorten anzupflanzen, beim Vertrieb oder beim Marketing treiben Clemens, seine Gattin, die Geschwister und natürlich auch die noch mithelfenden Eltern an. Ein junges Team und Erntehelfer unterstützen sie dabei. Jüngstes Mitglied am Hof ist der erste Tiroler Lehrling im Gemüseanbau mit Inklusions-Hintergrund. Gerne gibt die Familie ihr Know How weiter, ob beim Unterricht im Kindergarten oder der Volksschule, bei Führungen am Hof oder bei Veranstaltungen.
Nimm Platz
Seit 2019 hat sich ein weiteres Projekt am Lumpererhof entwickelt. Clemens Schwester Johanna realisiert gemeinsam mit ihrem Partner Christoph den Traum, Lebensmittel unmittelbar dort zu genießen, wo sie wachsen. Die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie findet im Projekt Nimm Platz seinen Ausdruck: Abendessen im Gewächshaus, alle an einem großen, gemeinsamen Tisch. Ein besonderer Ort mit einer einzigartigen Atmosphäre, bei dem neue Bekanntschaften geschlossen werden. Und zwar nicht nur menschliche, sondern vielleicht auch regional kulinarische, die einem bis dato verborgen blieben.
8. Station: Weberhof in Mils
Der Weberhof in Mils wurde vor 35 Jahren ausgesiedelt und neu gebaut! Der Ursprung liegt mitten im Dorf, wo das alte Weber Haus immer noch steht! Unser Betrieb ist über die letzten Jahre stetig gewachsen und wird als Familienbetrieb geführt!
Am Betrieb leben und arbeiten 3 Generationen. Unser Betrieb ist sehr vielseitig: wir haben eine Holsteinzucht, Milchproduktion, Direktvermarktung, Legehühner, Hofbäckerei und unseren Hofladen mit Verkauf, Gastronomie und Partyservice.
Immer freitags findet am Hof unser Bauernmarkt statt, wo unsere hofeigenen Produkte und Spezialitäten aus der Region verkauft werden. Gleichzeitig können die Produkte in der Gastronomie verkostet und direkt vor Ort verspeist werden.
Die Direktvermarktung gibt es am Weberhof schon sehr lange. Nachdem der Milchpreis vor ca. 20 Jahren immer schlechter wurde, haben sich Monika & Walter dazu entschlossen, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und damit begonnen, ihre Milch selbst zu vermarkten! Der Aufwand hat sich gelohnt, denn mittlerweile wird die gesamte Milch der rund 70 Kühe zu pasteurisierter Trinkmilch, Joghurt, Sauermilch und Frischkäse verarbeitet. Beliefert werden über 50 Großkunden im Raum Innsbruck bis Schwaz. Zusätzlich haben wir in Hall 3 Automaten, an denen unsere Produkte 24/7 gekauft werden können.
Ein weiteres Standbein ist die eigene Bäckerei direkt am Hof. Anfangs wurde mit dem hofeigenen Getreide nur ab und an Brot gebacken. Aber schon bald entwickelte sich alles in die Richtung einer gewerblichen Hofbäckerei. Jeden Freitag gibt es 20 verschiedene Sorten Brot und Gebäck. Für unsere hausgemachten Torten sind wir weit und breit bekannt. Unsere hofeigenen Tiere werden alle im nächsten Dorf vom Metzger unseres Vertrauens geschlachtet und über den Hofladen vermarktet.
9. Station: Biohof Meisl in Absam
Der Biohof Meisl kann auf eine lange Geschichte zurückblicken - erste urkundliche Erwähnungen des Hofes gehen auf das Jahr 1583 zurück.
Matthias & Andrea bewirtschaften seit 2016 mit tatkräftiger Unterstützung von Reinhold & Ingrid den Biohof Meisl im Nebenerwerb. Die dazugehörigen Flächen sind Großteils Grünland, welches zu Heu gemacht wird. Auch Futter- & Speisegetreide wird im kleinen Rahmen angebaut. Die Mutterschafe der Rasse „Shropshire“ (auch“ Christbaumschafe“ genannt) liefern bestes Lammfleisch (im Herbst ab Hof erhältlich). Im Sommer gehen die Schafe zur Sommerfrische auf die Mauritzalm am Achensee, so entsteht im Juni Platz für die Weidegänse, welche zu Martini im November ab Hof erhältlich sind.
Warum „Christbaumschafe“? Reinhold (Matthias Vater) ist ambitionierter Schnapsbrenner und Edelbrandsommeliere. Der idyllische Obstgarten (vorwiegend Äpfelbäume, auch Birnen, Kirschen und Zwetschgen) rund um den Biohof Meisl muss mit bedacht und Rücksicht auf die Obstbäume bewirtschaftet werden. Da die Rasse Shropshire die Bäume nicht verbeißt, und darüber hinaus sehr geschmackvolles Lammfleisch liefert, ist das ein „perfect match“. Das Obst wird zum optimalen Reifezeitpunkt mit viel Handarbeit geerntet, gemaischt und durch die historische Brennanlage (doppelwandiger Brennkessel vom Haller Kupferschmied Walter Schöpf, welcher mit Holz befeuert wird) direkt am Hof veredelt. Rund 20 verschiedene, sortenreine Edelbrände können verkosten und erworben werden
Zusätzlich zur Landwirtschaft stellt der Biohof Meisl auch einen Ort der Begegnung dar. Neben Kunst und Musik-Events findet im Sommer Yoga am Bauernhof statt.










