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Der Löwenzahn

Der Löwenzahn mit seiner leuchtend gelben Blüte, der wunderschönen Pusteblume und seinen markant zahnigen Blättern ist eine der einprägsamsten Pflanzen in Mitteleuropa. Er ist eine tolle Ergänzung für den Speiseplan. Von der Wurzel bis zur Blüte sind alle Pflanzenteile verwertbar. Sie können beim Abnehmen helfen, als Muntermacher wirken, Speisen schmackhafter machen und noch vieles mehr. Schon kleine Kinder kennen den Löwenzahn und freuen sich an den lustigen Pusteblumen, mit denen sie ihn immer weiter verbreiten.

Der gelbe Blütenteppich ist unübersehbar und überall wächst diese Wunderblume. Viele wissen nicht, welche erstaunlichen Fähigkeiten und heilsamen Kräfte in dieser Heilpflanze stecken. Man sammelt die Blätter und den Stiel vor der Blütezeit, die Blüte im Mai und die Wurzel im Frühjahr oder Herbst.

Durch das frühe Erscheinen seiner Blüten ist der Löwenzahn eine wichtige Bienenweide, die der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr dient, bei größeren Vorkommen aber auch eine Frühtracht-Honigernte ermöglichen kann. Löwenzahnhonig hat ein kräftiges Aroma, ist im frischen Zustand goldgelb und dickflüssig und kristallisiert feinkörnig zu einem gelblichen Honig aus. Für ein Kilogramm Honig muss ein Bienenvolk über 100.000 Löwenzahnblütenbesuche durchführen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Löwenzahn in Russland und im Deutschen Reich als Kautschukersatz verwendet. Unter anderem wurde 1942 im KZ Auschwitz eine Forschungsstation für Pflanzenkautschuk eingerichtet, in der 150 bis 250 Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Seit einigen Jahren wird diese Forschung wieder aufgenommen, um eine Alternative zum heute üblichen Naturkautschuk zu erhalten.

Verwendung als Nahrungs- und Heilpflanze

Folgende Inhaltsstoffe finden sich im Löwenzahn: Bitterstoffe, Inulin, Gerbstoffe, die Blätter enthalten viele Vitamine (A, B2, C), Kieselsäure und Spurenelemente, Kautschuk (Milchsaft)

Neben der Mariendistel und der Artischocke ist auch der Löwenzahn eine unentbehrliche Heilpflanze, die unsere Leberfunktion anregt. Bei Verdauungsstörungen, Verstopfung und Blähungen, die durch unzureichende Arbeit der Leber bedingt sind, kann der Löwenzahn Abhilfe schaffen. Löwenzahn fördert also unsere gesamte Verdauung, er hilft aber auch dabei, wichtige Nährstoffe besser im Blut aufzunehmen und die Blutbildung zu stimulieren. Löwenzahn kann es so schaffen, dass wir uns wacher und motivierter fühlen.

Auch auf dem Speiseplan lässt sich Löwenzahn wunderbar ergänzen. Die gelben Blüten eignen sich zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees als Brotaufstrich. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Die Wurzel kann ebenfalls als Salat verarbeitet oder gekocht werden. Aus der getrockneten und gerösteten Wurzel der Pflanze wurde in den Nachkriegsjahren ein Ersatzkaffee hergestellt (Zichorienwurzelersatz). Löwenzahn dient ebenfalls als Tiernahrung.

Medizinische Anwendung in der Volksheilkunde

  • hilft bei Allergien und Hautleiden wie Ekzemen, Akne, Hühneraugen
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Atemwegserkrankungen wie Husten, Bronchitis
  • harntreibend und abführend, daher gut bei Leberschwäche, Magenschwäche, Verstopfung etc.
  • gegen Wechseljahrsbeschwerden

Löwenzahn Rezept: Frühlingssalat

FRÜHLINGSSALAT
Junge Blätter vom Löwenzahn pflücken, ausschneiden und in einem Sieb waschen. Gekochte Kartoffeln und Frühlingszwiebel kleinschneiden und zugeben. Mit einer Marinade aus Zitrone, Olivenöl und Kräutersalz würzen.

LÖWENZAHNPESTO
Zutaten
100 gr Löwenzahn
30 gr Parmesankäse (fein gerieben)
100 gr Sonnenblumen-Kerne (leicht geröstet)
150 ml Sonnenblumenöl
2 Knoblauch-Zehen
Salz, Pfeffer

Herstellung wie Basilikopesto!

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