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Das Gänseblümchen

Heilpflanze des Jahres 2017

“Ewig schön”, dies ist die deutsche Übersetzung des lateinischen Namens vom Gänseblümchen. Und es stimmt! Unermüdlich bringt diese Pflanze fast das ganze Jahr hinweg ihre kleinen Blütenköpfe hervor. Gänseblümchen gehören zu den wenigen Blumen, welche auch häufigem Rasenmähen trotzen und immer wieder neue Blütenköpfe bilden. Das Gänseblümchen (andere Bezeichnungen, welche uns vielleicht noch aus der Kindheit in Erinnerung sind, sind zB Augenblümchen, Gänselieschen, Himmelsblume, kleine Margerite usw.) gehört zur Familie der Korbblütler und man findet es eigentlich fast überall: im eigenen Garten, auf Wiesen, Wegrändern, manchmal sogar im lichten Wald.

Kinder lieben dieses Blümlein! Für die Haare wurden Kränze gebunden, sie eigneten sich ideal als Sträußchen für den Muttertag und waren neben anderen Blumen die ersten Frühlingsboten. Dass man das Gänseblümchen essen kann und es nebenbei noch ausgesprochen gesund ist, wissen jedoch die wenigsten!

Unseren Ahnen waren Gänseblümchen heilig, denn sie standen für Unschuld und Reinheit. Im Gänseblümchen sahen die Menschen früher viele magische Kräfte. Für die Kelten war sie eine Hüterin des einfachen Volkes, in der Volksmedizin ging man davon aus, dass eine um den Hals getragene Gänseblümchenwurzel Glück und Verstand schenke.


Diese gesunde Blume mit viel Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen ist unglaublich vielseitig und eignet sich sowohl für herzhafte als auch süße Rezepte.

Für herzhafte Gerichte werden Blüten und Blätter verwendet. Sie eignen sich als Salatzugabe, in Kräuter-, Gemüse- oder Kartoffelsuppe, der Gründonnerstagssuppe, Gemüsegerichten, in Kräuterbrötchen, Kräuterquark und -butter. Sie schmecken auch frisch aufs Brot gestreut oder kurz in etwas Olivenöl angedünstet und dann über den Salat gegeben.

Noch geschlossene oder halb geöffnete Blütenköpfe werden in Desserts gemischt und auch im Kuchen verwendet. Aus den kleinen Blümchen lässt sich Gelee oder Sirup herstellen.

Aus Gänseblümchenblüten lassen sich darüber hinaus auch Pflegemittel für unreine und fettige Haut herstellen. Sie können in Salben, Cremes oder als Gänseblümchen-Tinktur verarbeitet werden. Diese Mittel können auch bei Neurodermitis helfen.

Verwendung als Nahrungs- und Heilpflanze

Gesammelt werden sowohl die Blüten, als auch die Blätter. Am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette. Auch die Blüten sind essbar. Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapern­ersatz verwendet.

Die Inhaltsstoffe dieses kleinen Blümleins sind ausgesprochen reich, weshalb es in der Anwendung als Heilpflanze einen hohen Stellenwert hat: Saponin, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffte, Vitamine, Mineralstoffe, ätherische Öle, Magnesium und Eisen machen das Gänseblümchen zu einer wahren Wunderblume.

Anwendung in der Volksheilkunde

  • bei Hauterkrankungen - entzündungshemmend, wundheilend
  • bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelanfällen
  • Schlaflosigkeit
  • Tee bei Husten, Fieber, Verschleimung von Atemwegen, Leberbeschwerden, nach der Geburt, bei Arterienverkalkung
  • Gänseblümchenextrakt als Mundwasser bei Mundschleimhautentzündungen
  • für die Psyche, da aufheiternde und stärkende Wirkung

Rezepte mit dem Gänseblümchen

Gelee aus Blüten und Blättern:
Blätter von Pfefferminz, Waldmeister, Zitronenmelisse, Rosmarin, Gundermann, Giersch sammeln. Blüten von Gänseblümchen, Labkräutern sammeln, Löwenzahn, Schwarzem Holunder. Ein Liter (Messzylinder) voll Blätter oder Blüten mit einem Liter Wasser aufkochen und ein bis zwei Minuten köcheln lassen. Abkühlen und abseihen, 3/4 Liter Saft abmessen, Saft einer Zitrone und 1kg Gelierzucker zugeben. Zu Gelee einkochen, heiß in Schraubgläser füllen, diese auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Kindertipp:
Von den Gänseblümchen kann man das ganze Kraut essen, auch die Stängel, die schmecken gut. Kinder sollte man frühzeitig auf das Gänseblümchen aufmerksam machen. Die Pflanze ist sehr gut erkennbar und in ihr stecken mehr Vitamine als im Salat. Es hilft bei kleinen Wunden und Verletzungen. Das Blümchen wird auch das „Arnika der Kinder“ genannt.

Gänseblümchen-Pflegeöl:
Gänseblümchen, Lavendel, Rosenblätter in Mandelöl einlegen. 3 Wochen stehen lassen. In dunklen Gläsern lagern.
Kinder mit diesem Öl pflegen, sie lieben es damit massiert zu werden. Auch als Badezusatz mit etwas Sahne für empfindliche Haut zu empfehlen.

Gänseblümchen-Creme:
100 ml Pflegeöl mit 30 g Bienenwachs vermischen und in kleine Tiegel füllen. Diese Creme hilft bei Verstauchungen und kleinen Wunden.

Gänseblümchen-Hustentee:
Veilchen, Schlüsselblume, Thymian mit heißem Wasser übergießen. Nicht ganz geöffnete Gänseblümchenköpfe auf den Tee legen.
Kinder schauen fasziniert wie sich die Blüten öffnen. Der Tee hilft bei Verschleimung und am besten
mit echtem Bienenhonig süßen, dieser legt sich auf die Bronchien und hilft beim Abhusten.

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