Zum Inhalt springen

Die Nachtkerze. Heilpflanze 2026

Wie der Name schon sagt, öffnet die Nachtkerze ihre gelben Blüten vor allem in den Abendstunden – ihr zarter Duft bezaubert nicht nur uns Menschen, sondern lockt auch viele verschiedene Nachtfalter zur Bestäubung an.

Die Nachtkerze ist eine mehrjährige Pflanze und stammt ursprünglich aus Amerika ist aber inzwischen auch bei uns nicht selten zu finden. Sie wächst oft an Wegrändern, Wiesen und auch in naturnahen Gärten wird sie gerne gesehen! Samen, Blüten, Blätter und auch die Wurzel der Pflanze sind essbar. Früher wurde die Nachtkerze gerne als Gemüsepflanze wegen der fleischigen Pfahlwurzel angebaut, welche geschmacklich der Schwarzwurzel ähnelt.

Nachtkerzenöl, welches man aus den Samen der Pflanze herstellt ist ein wahres Wundermittel! Äußerlich angewandt ist das Öl sehr hilfreich gegen trockene Haut und auch Neurodermitis, innerlich angewandt, durch die enthaltenen Fettsäuren, kann das Öl zur Erhaltung einer gesunden Darmflora beitragen.

Anwendung in der Volksheilkunde

  • antioxidative Eigentschaften
  • Gerbstoffe wirken adstringierend und unterstützen die Haut
  • begleitende Therapie bei rheumatischen Beschwerden
  • entzündungshemmende Effekte
  • Vitamin E als zellschützendes Antioxidans
  • gute Omega-6 Fettsäure
  • gut bei Atemwegserkrankungen

Wirkung

Die wissenschaftlich am besten untersuchten Wirkungen der Nachtkerze beziehen sich auf das Nachtkerzenöl. Mehrere klinische Studien und Metaanalysen zeigen, dass Gamma-Linolensäure vor allem bei Neurodermitis eine bedeutende Unterstützung sein kann. Betroffene weisen häufig einen Mangel an Gamma-Linolensäure auf, was die Hautbarriere schwächt und Entzündungen begünstigt. Die regelmäßige Einnahme von Nachtkerzenöl über mehrere Wochen führt zu einer Reduktion von Juckreiz, Hauttrockenheit und Entzündungszeichen.

Hier ist nicht nur die Einnahme des reinen Öls oder in Form von Kapseln hilfreich. Schnellere Ergebnisse bei akuten Beschwerden erzielt man mit dem Auftragen des Öls oder Zubereitungen auf die betroffenen Stellen. Die schon erwähnte gestörte Hautbarriere kommt durch eine mangelhafte Bildung der Hautzellen von „Schutzfetten“ zustande. Die Gamma-Linolensäure wird von außen aufgenommen und kann direkt in die Hautzellen eingebaut werden, sodass eine Linderung schon nach wenigen Stunden bis Tagen eintritt.

Auch bei zyklusabhängigen Beschwerden findet Nachtkerzenöl Anwendung. Klinische Untersuchungen belegen eine lindernde Wirkung bei Brustschmerzen sowie beim prämenstruellem Syndrom (PMS). Vermutet wird ein regulierender Einfluss auf die Prostaglandinsynthese und damit auf hormonell bedingte Entzündungs- und Schmerzprozesse genommen.

Die gute Verträglichkeit der Nachtkerze, die solide Studienlage und ihre vielseitige Anwendbarkeit machen sie zu einer wertvollen Begleiterin sowohl in der Naturheilkunde als auch in der evidenzbasierten Medizin.

Rezepte mit der Nachtkerze

Nachtkerzenöl selbst herstellen

Zutatenliste

Samen der Nachtkerze
20 ml Mandelöl

Zubereitung:

Die Samen der Nachtkerze in einem Mörser zu feinem Pulver zerreiben. Etwa 20 ml Mandelöl hinzugeben und gründlich vermahlen, bis eine glatte, ölige Paste entsteht. Die Mischung durch einen Kaffeefilter abseihen. Das Öl in eine dunkle Glasflasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Süß-sauer eingelegte Nachtkerzensamen

Zutatenliste

30 Samenkapseln der Nachtkerze
200 ml Apfelessig
100 ml Wasser
1 EL Honig
1 TL Pfefferkörner
2 TL Fenchelsamen

Zubereitung:

Die Nachtkerzensamen von Stielen und Blättern befreien und in ein hitzebeständiges Glas geben. Essig, Wasser, Honig und Gewürze kurz aufkochen lassen. Den heißen Sud über die Samen gießen. Das Glas verschließen und mindestens 2 Wochen im Küchenschrank ziehen lassen.

Urlaub. Das ganze Jahr