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Die Brennessel

Heilpflanze des Jahres 1996

Die Brennnessel ist ein wahres Wunderkraut und gilt auch als die Königin der Pflanzen.

Mit ihren Brennhaaren ist die Brennnessel immer leicht zu erkennen. Besonders wenn man sie von oben berührt, weiß man, dass es sich um Brennnessel handelt. Sie wird 50-150 cm groß und wächst gerne da, wo Menschen wohnen, in Gärten, am Wegesrand, auf Böschungen. Der Stängel ist vierkantig und die Blätter stehen an Stielen und sind grob gezackt. Die Brennnessel ist eine vielseitige Heilerin und kann gut zu einer ausgeglichenen Ernährung beitragen. Schon in der Antike empfahl Plinius junge Brennnesselpflanzen als Gemüse. Sie wurden auch damals schon bei Leiden wie Lungenentzündungen und Geschwüren eingesetzt. Im Mittelalter wurde die Brennnessel zur Linderung von Asthma benutzt und den Samen eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung nachgesagt. Als Aphrodisiakum werden sie noch heute genommen! Die stärkenden Samen können von Juli bis August geerntet werden. Getrocknet liefern sie auch eine wertvolle Eiweißquelle für den Winter. Zudem enthalten sie auch noch eine ganze Reihe Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Energie pur! Man kann sie ins Müsli, aufs Butterbrot, in Suppen und Salate geben. Sehr gut schmecken sie auch mit Bienenhonig vermischt.

Die Brennnessel enthält 40 % Eiweiß, das ist mehr als in beliebten pflanzlichen Proteinquellen wie z.B. Soja. Deshalb kann sie besonders für Vegetarier und Veganer als wichtige Eiweißquelle dienen. Auch in der Tierheilkunde ist die Brennnessel beliebt, sie regt z.B. die Milchproduktion an und ist für viele Schmetterlingsarten eine wichtige Futterpflanze.
Die Brennnessel ist eine wunderbare Düngepflanze. Mit ihrer Jauche gedeihen Kartoffel und Tomaten hervorragend. Brennnesseln, die unter Obstbäumen stehen, verbessern die Ernte. Wenn sie im Weg ist, kann die Brennnessel leicht rausgerupft oder abgemäht und als sanfte Düngung um den Stamm gelegt werden.

Brennnesseltee hilft bei Mehltau, Pilzbefall und Läusen auf Pflanzen. Wächst die Brennnessel in der Nachbarschaft von Heilkräutern, bilden diese mehr ätherische Öle. Die Brennnessel ist außerdem eine Zeigerpflanze für stickstoffhaltigen Boden, bzw. wächst gerne auf gedüngten Boden.

Ihre Inhaltstoffe sind:
Chlorophyll, Eisen, Eiweiß, Flavonoide, Folsäure, Kalium, Kieselsäure, Linolsäure, Magnesium, Phosphor, Schleimstoffe, Vitamin A, Vitamin C.
Weiters enthalten Brennnessel Acetycholin, das die Muskelbeweglichkeit und den schnellen Gedankenfluss fördert.

Anwendung in der Volksheilkunde

  • blutreinigend, entgiftend, harntreibend
  • Rheuma, Gicht
  • Nieren- und Blasenleiden, Prostata
  • Erkrankungen der Leber, Galle und Milz
  • Allergien
  • Kopfschuppen und Kopfhautreizung

Rezepte mit der Brennessel

Brennnesselspinat:
Junge Brennnesselpflanzen (oder von älteren Pflanzen nur die oberen Triebe) ev. mit Handschuhen pflücken. Klein schneiden.
1 kleine Zwiebel schneiden und in Öl anschwitzen. Brennnessel dazugeben und kurz mitrösten.
Mit wenig Wasser oder Milch aufgießen, kurz dünsten lassen. 1 Knoblauchzehe dazu drücken.
Mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.
Ganz besonders gut schmeckt dieser Spinat in einem frischen Omelett.

Brennnessel-Spätzle:
500 g Mehl, 2 - 3 Eier, ca. ½ l Milch oder Wasser, 2 TL Salz, überbrühte, kleingehackte Brennnesselblätter
Alle Zutaten zu einem Teig vermischen. Durch ein Spätzlesieb in kochendes Wasser streifen oder kleine Nockerl formen. Abseihen und in heißer Butter schwenken. Nach Belieben mit Käse bestreuen.

Tee zur Blutreinigung:
20 g Holunderblüten
10 g Brennnesselblätter
10 g Erdbeerblätter
10 Wacholderspitzen
Die Kräuter mischen, mit heißem Wasser überbrühen und 5 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee hilft zur Bluterneuerung.

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