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Der Jakobsweg in Tirol

"Der Jakobsweg beginnt immer dort, wo ein Pilger aufbricht."

Nichts könnte den bekannten Jakobsweg besser beschreiben, als dieses Sprichwort. Denn der Jakobsweg besteht im Grunde aus einer Vielzahl von Pilgerwegen durch Europa. Das Ziel ist jedoch immer dasselbe: nämlich das Heilige Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Der bekannteste Jakobsweg ist somit der spanische Weg von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela. Jakobus ist einer der bedeutendsten Heiligen weltweit und ist Schutzpatron von zahlreichen Orten und Städten, aber natürlich in erster Linie bekannt als Patron der Pilger. Sein Attribut ist die Jakobsmuschel, weshalb diese viele Pilger sichtbar - meistens am Rucksack - tragen.

Teile des Weges entstanden bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Die Grabstätte in Santiago de Compostela entwickelte sich im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt.
Seit 1980 wird das Wegenetz laufend weiterentwickelt. Der Hauptast des Jakobswegs Österreich geht weitgehend auf eine Privatinitiative des Autors Peter Lindenthal zurück, der 1997 damit begonnen hatte, durch Nachforschungen im Gelände auf Basis des mittelalterlichen Jakobsweges einen Ost-West-Weg von Wolfsthal nach Feldkirch zu erschließen. Mittlerweile wurden einige Abschnitte, z. B. der Jakobsweg Weinviertel, der Jakobsweg Weststeiermark, der Jakobsweg Göttweig–Melk, Jakobswege in Oberösterreich und Salzburg, der Jakobsweg Tirol und daran anschließend der Jakobsweg Landeck–Einsiedeln ausgeschildert.

"Ich setze den Fuß voller Achtsamkeit auf die Erde, im Wissen, dass ich auf einer wunderbaren Erde gehe."

Der Tiroler Jakobsweg besteht vorwiegend aus Wald- und Radwegen und kann am besten zwischen Mai und Oktober begangen werden. Er führt durch die Region Hall - Wattens von Gnadenwald bis nach Thaur, vorbei an wunderschönen Kraftorten der Region wie St. Martin in Gnadenwald, die Marienbasilika Absam oder beim Romedikirchl hoch über dem Ort Thaur.

Bitte kontaktieren Sie uns bei Ihrer Suche nach entsprechenden Pilgerunterkünften. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, damit Ihre Pilgerreise ein unvergessliches Erlebnis wird.

Streckenführung

Abschnitt Terfens bis Gnadenwald ca. 6 km

Gnadenwald wird bereits Ende des 11. Jhdt. als "Gemain auf dem Wald" urkundlich erwähnt. Die Kirche St. Martin ist ein gotischer, innen barockisierter Bau, der bereits 1337 urkundlich erwähnt wird. Das Kloster St. Martin entstand um 1445 aus einer Einsiedelei und wurde bald mit dem Kloster der "Waldschwestern" verbunden. Verschiedene Funde deuten auf eine vorchristliche Besiedelung des bekannten Wallfahrts- und Ausflugsortes.

Abschnitt Gnadenwald bis Absam ca. 5,5 km

Absam, vormals "Abazanes" ist schon seit prähistorischen Zeiten besiedelt. Die heutige Bedeutung des Dorfes liegt zum einen darin, dass sich der Ort einen Namen als Krippendorf gemacht hat, zum anderen in der großen Bedeutung der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Michael, einer spätgotischen Kirche, die 1420 errichtet wurde.
Die Kirche wurde 2000 zur Basilika erhoben und ist ein überregional bedeutendes Pilger- und Wallfahrtsziel.

Abschnitt Absam bis Hall ca. 1,5 km

Die Besiedlung der Gegend ist untrennbar mit dem Salzabbau verbunden. Durch die Saline, die Innschifffahrt und die Münzprägestätte kam es zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung und Hall wurde zu einer der wichtigsten Städte im Ostalpenraum. Der bemerkenswerte Altstadtkern, der in der ersten Hälfte des 14. Jhdt. befestigt wurde, bildet mit seinen engen Gassen und den beeindruckenden Häusern ein einzigartiges Ensemble. Hall ist für die Pilger auf dem Tiroler Jakobsweg eine unbedingt sehenswerte Station.

Strecke: Von Hall bis Thaur ca. 2 km

Der Ort Thaur wurde im 9. Jhdt. als "Turane" erwähnt. Er ist der älteste namentlich bekannte Ort des mittleren Inntales! Thaur ist ein bekanntes Tiroler Krippendorf, im Ort sind viele Krippen von Josef Giner d.Ä. beheimatet. Auch das Fasnachtsbrauchtum hat eine große Tradition und zieht immer viele Besucher an. Von großer Bedeutung für Thaur ist das Romedikirchl: Die kleine Wallfahrtskirche ist den Heiligen Peter und Paul geweiht.

In Thaur verlässt der Jakobsweg die Region Hall-Wattens und führt weiter in Richtung Innsbruck!

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