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Wandern - Historischer Rundwanderweg

Volders - Wattens / Tirol

Kaum eine Region im Tiroler Inntal ist so reich an Kunstdenkmälern wie der Raum zwischen Volders und Wattens. Um die historisch wertvollen Sehenswürdigkeiten dem interessierten Wanderer näher zu bringen, wurde ein ca. 10 km langer, historischer Rundwanderweg angelegt.

Der Weg führt am westlichen Ende von Wattens über den Fitnessparcours. Nach ca. 30 Minuten gelangt man zu der auf einer Geländekuppe gelegenen und zu einem Freilichtmuseum gestalteten „Rätersiedlung Himmelreich“.

Auf der von einem Ringwall umschlossenen Siedlungsfläche können die Fundamente von 8 Gebäuden besichtigt werden, die vermutlich den Haufenhof eines rätischen Adeligen darstellten. Er war vom 4. bis zum 1. Jhdt. vor Christus bewohnt und ist durch Brand untergegangen. Die bei der Freilegung gemachten Funde wie Keramiken und Eisenwerkzeuge sind im Wattener Vorgeschichtemuseum zu besichtigen.

Leicht abwärts gehend kommt man dann nach Volders zum „Schloss Aschach“. 1334 erstmals urkundlich erwähnt, wurde das Schloss 1413 nach einer Belagerung niedergebrannt und 1575 in der heutigen Form wiederaufgebaut. Es ist im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Der Beschilderung folgend, gelangt man zu dem von der Kleinvolderbergstrasse abzweigenden „Rafflersteig“, der am Rand einer romantischen Schlucht hinaufführt zum „Schloss Friedberg“. Schon um das Jahr 1000 urkundlich erwähnt, wurde das ursprünglich in andechsischem Besitz stehende Schloss 1491 Eigentum der Herren von Fieger. Diese gaben dem Schloss den heute noch vorherrschenden, spätgotischen Charakter. Mitte des 19 Jhdt. ging Friedberg an die Grafen Trapp über. Durch umfangreiche Renovierungsarbeiten erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen. Während der Sommermonate kann Schloss Friedberg im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Der Weg führt weiter zum „Tummelplatz“. Dort wurden die in den Franzosenkriegen von 1797, 1799 und 1809 verwundeten Freiheitskämpfer bestattet, die in dem als Lazarett eingerichteten Servitenkloster ihren Verletzungen erlagen. Neben den diesbezüglichen Denkmälern sind am Tummelplatz symbolische Grabstätten von Gefallenen der beiden Weltkriege zu sehen. Die Kapelle wurde 1892 geweiht.

Am nahe liegenden Sportplatz vorbei führt der Rundwanderweg hinunter zum sogenannten „Servitenkloster“. Der Grundstein hierfür hat der Stifter und Arzt Dr. Hyppolitus Guarinoni bereits 1631 gelegt. Wegen Geldmangel konnte der Bau jedoch erst 1692 weitergeführt und 2 Jahre später provisorisch dem Servitenorden übergeben werden. Heute ist im Gebäude ein Oberstufen-Realgymnasium untergebracht. Das Kloster ist durch einen Viaduktbogen mit der Karlskirche verbunden. Sie wurde in den Jahren 1620 – 1645 ebenfalls nach Plänen von Dr. Hyppolitus Guarinoni gebaut. In den Jahren 1766/67 wurden sie innen umgestaltet. Aus dieser Zeit stammen das Deckenfresko und das Altarbild, welche Werke des berühmten Barockmalers Martin Knoller sind. In den Jahren 1977-1988 wurde die Karlskirche mit einem Kostenaufwand von 2,4 Mio Euro renoviert und stellt heute eine der schönsten, unmittelbar an einer Autobahn liegenden Kirchen dar. Zur Renovierung der Kirche haben neben öffentlichen Institutionen auch zahlreiche private Spender aus dem gesamten deutschen Sprachraum beigetragen.

Von der Karlskirche gelangt man, der Wegmarkierung folgend, am „Volderer Urnenfeld“ vorbei durch das Volderer Oberdorf nach Wattens zurück.

Start und Ziel ist die Marienkirche/Wattens
Geöffnet ist die Strecke von April bis Oktober (witterungsbedingte Sperren sind möglich)

Information über die Strecke:

Wanderverein Wattens,
Rettlsteinerweg 26, A-6112 Wattens, Tel.: +43 (0)676 3132334,

info@wanderverein-wattens.net

Weitere Informationen auch auf der Website des Wandervereins: