Osterfestival 2017

Osterfestival Tirol - auf.bruch

Osterfestival Tirol – auf.bruch
Pressetext – lang

Das Osterfestival Tirol 2017 lädt unter dem Motto auf.bruch zum 29. Mal vom 31. März bis 16. April in Hall und Innsbruck zu internationalem Austausch. Der Fokus liegt auf zahlreichen österreichischen Erstaufführungen, Eigenproduktionen sowie Musik, die selten zu hören ist.

„Wir befinden uns in einer Zeit von Veränderungen, von Aufbrüchen, die wir am besten gemeinsam schaffen. Dafür ist Respekt und das Verstehenwollen des jeweils Anderen grundlegend – entgegen Verhetzung, Misstrauen und Gleichgültigkeit. Daher haben wir dieses Jahr das Thema auf.bruch als Motto gewählt. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir unserem Publikum Programme zugänglich machen, die in dieser Form sonst nicht zu sehen und zu hören sind.“, meint Hannah Crepaz, künstlerische Leiterin des Osterfestival Tirol.

Eigenproduktionen im Mittelpunkt

Beim diesjährigen Festival widmet das Ensemble Phace der Musik von Salvatore Sciarrino – ein Erneuerer zeitgenössischer Musik wird 70 – ein Konzert mit Kompositionen von den 80ern bis heute. Außerdem ist Feldmans Why Patterns? (1978) zu hören. Judas Iskariot, eine der zwiespältigsten Figuren in der Begegnung zwischen Juden und Christen, steht im Zentrum des Palmsonntag. Im Abendkonzert mit PerSonat, Concerto Palatino sowie Timna und Jasmin Brauer sind Musik der Zeit Kaiser Maximilians und im Original gesungene Psalmen zu hören. Georg Friedrich Haas spielt in seiner Komposition in vain mit den Sinnen, mit unserer Wahrnehmung: eine Wechselbeziehung von Hell und Dunkel – interpretiert von den Tiroler Ensembles Windkraft und Konstellation unter der Leitung von Kasper de Roo.

Deutschsprachige und österreichische Erstaufführungen

Déplacement, des syrischen Choreographen Mithkal Alzghair, ist eine berührende Geschichte von Flucht und der darauffolgenden Unsicherheit im Exil. Das neueste Werk Simplexity des belgischen Künstlers Thierry De Mey (Erstaufführung im deutschsprachigen Raum) mit Live-Musik des Ensemble intercontemporain lässt unterschiedliche Kunstformen verschmelzen. Das Theaterstück Hearing von Amir Reza Koohestani befasst sich mit der Situation in und den Auswirkungen von Überwachungsgesellschaften. All diese Stücke können beim Osterfestival Tirol als österreichische Erstaufführungen erlebt werden.

Musik, die selten zu hören ist

Starke Emotionen finden sich in zwei selten zu hörenden Wunderwerken: Georg Philipp Telemanns Markus-Passion von 1759 und Alessandro Scarlattis Johannes-Passion (um 1700). Beide Musiken sind in ihrer Tiefe und Intensität einzigartig – Telemann, eine Herausforderung für Tiroler Musiker (Vokalensemble Vocappella Innsbruck, Bernhard Sieberer).

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