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Der jährliche Almabtrieb

Tradition in der Region Hall-Wattens

Beim Almabtrieb werden im Herbst die Kühe und Schafe von der Alm ins Tal gebracht. In der Vergangenheit wurde dieser Brauch nur festlich begangen, wenn das Vieh gesund und nicht zu Schaden gekommen war, im heimischen Bauernhaus während des Jahres kein Mensch verstarb und auch der Senner gesund mit dem Vieh nach Hause kehrte. Zum Zeichen der Dankbarkeit feiern Bauern, Senner und Hirten den Tag des Abtriebs, indem sie die ihnen anvertrauten Rinder mit Alpenblumen, bunten Bändern, Tannengrün und anderem schmücken. Darüber hinaus werden die kleineren Weideglocken, die die Tiere über den Sommer auf der Alm tragen, gegen die größeren und wertvolleren Zugschellen ausgetauscht, die sie nur zu dieser Gelegenheit umgehängt bekommen und ganz unterschiedlich klingen. Das Geläut der Glocken soll böse Dämonen vertreiben, damit sich auf dem Weg ins Tal weder Tier noch Mensch verletzt.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Kranzkuh ein, die den Zug anführt. Ihr Kopfschmuck ist ungewöhnlich groß und meist ist ein Kreuz oder ein Spiegel eingearbeitet, wobei das Kreuz den Segen Gottes repräsentiert und der Spiegel böse Geister vertreiben soll. Je nach Region trägt nur die Kranzkuh einen Kopfschmuck oder es führen drei Kranzrinder den Zug an. Wenn früher ein Tier zu Schaden kam oder im Jahr des Almabtriebs jemand im Bauernhaus verstarb, trug das erste Rind oft nur eine hölzerne Tafel mit dem Namen der Alm. Feierlichkeiten waren dann gänzlich untersagt.

Ein Großteil der Gemeinden in der Region Hall-Wattens halten an diesem religiösen Brauch fest und veranstalten einen festlichen Almabtrieb nur unter diesen oben genannten Voraussetzungen.

Termine Almabtrieb 2019

Friedrichshof Absam
14. September 2019 ab 11.00 Uhr
Programm: Frühschoppen mit Franz Posch

Weitere Termine können erst kurzfristig bekannt gegeben werden

Themen

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