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Kirchen und Klöster - Thaur

Pfarrkirche - Maria Himmerfahrt - Thaur

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt. Das Patrozinium der Pfarrkirche weist jedoch auf ein höheres Alter hin, welches im Zuge der Kirchenrestaurierung 1986 durch archäologische Grabungen bestätigt werden konnte. Bereits für das 5. Jhdt. wurde eine frühchristliche Kultstätte im Bereich des heutigen Presbyteriums nachgewiesen. Im 7. Jhdt. wurde ein erster romanischer Sakralbau an dieser Stelle errichtet, dem um 1200 eine zweite romanische Kirche folgte. Von 1453 bis 1462 wurde die Kirche durch die Thaurer Meister Friedrich und Hans erweitert und gotisiert.
1766 bis 1771 wurde der Innenraum der Kirche durch den Baumeister Johann Michael Umhauser barockisiert.

Bestimmend für den historisch geprägten Raumeindruck sind die Deckenfresken des Thaurer Nazarenermalers Franz Xaver Prenlochner II und die Dekorationsmalerein von Michael Recheis, die in den Jahren 1878 bis 1880 ausgeführt wurden und in warmen, volltonigen Farben gehalten sind.

Vigilkirche - Thaur

Noch ist nicht geklärt, ob es sich bei diesem um ein dem hl. Virgil oder dem hl. Vigilius geweihtes Gotteshaus handelt. Frühe urkundliche Belege fehlen, gleichfalls wurden noch keine umfangreicheren archäologischen Grabungen durchgeführt, sodass ihre Anfänge nicht restlos geklärt werden können.

Heute gilt der hl. Vigilius von Trient offiziell als Patron des Gotteshauses.

Die Vigilkirche kann nicht besichtigt werden.

Romedikirchl (Schlosskirchl) - Thaur

Wenngleich eine umfassende archäologische Grabung nie durchgeführt wurde, kann man davon ausgehen, dass an der Stelle der heutigen Kirche bereits ein romanischer Vorgängerbau existiert hat, von dem sich noch die heutige Krypta erhalten hat. Für die Jahre 1378 und 1379 sind Messstiftungen für die Schlosskirche urkundlich belegt. Im Jahr 1625 war die alte Kirche derart baufällig geworden, dass ein Neubau um 1640 vollendet wurde. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Kirche 1778/79 durch den Hofmauermeister Michael Umhauser. Die letzte und umfassendste bauliche Instandsetzung und Restaurierung erfuhr die Kirche in den Jahren 1993/94.
Besichtigung am Sonntag 13.00 – 16.00 Uhr möglich.

Lorettokirche - Thaur

Der heute vom Verkehr umbrauste, architektonisch schmucklose Bau, wurde 1589 von Erzherzog Ferdinand II von Tirol gestiftet. Die Weihe des kleinen Kirchleins erfolgte 1589. Bereits ein Jahr später erfolgte die Stiftung einer Kaplanei. 1723 wurde das benachbarte heutige Gasthaus als Priesterhaus vom Hofbaumeister Georg Anton Gumpp errichtet. Anlässlich der Renovierungsarbeiten von 1962 erhielt die Kapelle ihren heutigen Altar. Bei der Thaurer Kapelle handelt es sich um die älteste Loretto-Kapelle im deutschsprachigen Raum. Die restlichen mit Bildnischen versehenen Brecciesäulen an der Haller Strasse erinnern an die ursprüngliche Funktion der Kapelle als regional begrenzten Wallfahrtsort.

Die Loretto Kapelle in Thaur ist nur am 1. Sonntag jeden Monats um 09:00 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes zu besichtigen.

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