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Claudia Pyka

von Claudia Pyka

30. April 2026

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Oxymel selbst machen: Die heilende Kraft aus Honig und Essig

Oxymel setzt sich aus den griechischen Wörtern „oxos“ für Essig und „meli“ für Honig zusammen. Es ist ein Heilmittel, das bereits seit vielen Jahrhunderten verwendet wird. Seine Anwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig, da es über 200 Wirkstoffe vereint, die sich positiv auf den Körper auswirken können.

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Für die Herstellung ist es am besten, Honig vom Imker aus der direkten Wohngegend zu verwenden, da dieser Pollen von den Blüten und Sträuchern enthält, auf die unser persönliches Immunsystem aufbaut. Der Essig sollte von bester Qualität und naturbelassen sein. Sehr gerne wird hierfür Apfelessig verwendet, doch auch Weinessig oder jede andere Essigsorte sind möglich.

Das Basis-Rezept und die Zubereitung

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Das Grundrezept besteht aus 2 Teilen Honig und 1 Teil Essig, optional kann eine Prise Salz hinzugefügt werden. Honig und Essig werden in einem ausgekochten Glas miteinander verrührt. Wichtig dabei ist, die Mischung nicht zu erwärmen. So zubereitet, ist das Oxymel mindestens ein Jahr haltbar und kann sofort pur oder mit Wasser verdünnt genossen werden.

Wirkung und gesundheitliche Vorteile

Laut Volksheilkunde stärkt es das Immunsystem, besonders wenn es in der Früh, vor dem Frühstück, getrunken wird. Es wirkt entgiftend, und senkt Fieber. Dank der reichlich enthaltenen Mineralstoffe ist es ideal für Menschen mit Mineralstoffmangel oder Muskelkrämpfen.
Sowohl ältere Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen profitieren von diesem vitalstoffreichen Getränk. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften können auch bei Rheuma, Gicht und Arthrose hilfreich sein. Darüber hinaus unterstützt Oxymel bei Husten, lindert Magenbeschwerden wie Sodbrennen und verbessert die Verdauung. Sportler*innen schätzen es zudem als isotonisches Getränk.

Tipp von der Kräuterpädagogin

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Als Kräuterpädagogin gebe ich gerne zum Basis-Rezept Kräuter hinzu, z. B. Spitzwegerich und Himmelschlüssel gegen Husten, oder Brennnessel, welche Eisen und Kieselsäure enthalten und darum viel Energie spenden.
Des Weiteren kann man auch Ingwer oder Gewürze zum Oxymel dazugeben.

Wichtige Hinweise für die sichere Anwendung

Hinweis! Für Säuglinge und Kleinkinder keinen rohen Honig verwenden. Auch bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen (wie Magengeschwüre) sowie Rheuma- oder Gichtschüben sollte kein Sauerhonig eingenommen werden.

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Claudia Pyka

Claudia Pyka

Meine Leidenschaft gehört den Blumen und Kräutern, ich bin Kräuterpädagogin und freue mich sehr, dass ich bei unseren Kräuterwanderungen vieles für „Kopf, Topf und Gesundheit“ über die Kräutln erzählen darf. Als Waldbaden-Coach genieße ich gerne die wohltuende Atmosphäre im Wald. Außerdem bin ich stolze Besitzerin von sechs Bienenstöcken und liebe das Summen in meinem Garten.