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Anne Welling

von Anne Welling

12. März 2026

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Frühlingsblumen. Die ersten Vorboten


13 Frühjahrsblüher, die wir ganz in unserer Nähe finden können, stelle ich dir bei einem kleinen Fotostreifzug vor. 13 – welch' unbedeutende kleine Anzahl, aber 13 Frühlingsblumen zu kennen ist immer noch besser als keine, oder?
Beim nächsten Spaziergang werdet ihr sicher einige wiedererkennen. Achtet einmal auf die feinen Details, die Vollkommenheit der bunten Blüten und nehmt ein Stückchen positive Energie so mit nach Hause.

Violette Krokusse blühen auf einer Wiese im Frühling. Die zarten Blütenblätter leuchten in der Sonne zwischen dem Gras.

Wissenswertes


Frühlingsblumen bereiten sich schon viel länger auf den Frühling vor als wir. Bereits unter dem Laub oder den letzten Schneeresten bündeln sie ihre Kräfte und aktivieren diese nach und nach aus den Knollen und Zwiebeln. So lange die Laubbäume in den Wäldern noch keine Blätter tragen und das Sonnenlicht bis zum Waldboden fällt, ist ihre Zeit!

Nun aber los: hier meine Top 13 Frühlingsblumen

1. Die Schneerose. Hahnenfußgewächs

Die Schneerose ist immer eine der Ersten! Sie treten teilweise in sehr großer Zahl und vorwiegend in lichten Bergwäldern und an steinigen Abhängen auf. (Tipp: Halltal)

Weiße Frühlingsblumen blühen im Wald auf trockenem Laub und Gras, vom Sonnenlicht beleuchtet.

2. Das Leberblümchen. Hahnenfußgewächs

Tiefblau bis violett, weiß und pink sind diese kleinen Blumen zahlreich im Frühjahr in Buchen-, Eichen- und Nadelmischwäldern zu finden. Die Blätter erscheinen erst nach der Blüte und überwintern. Deshalb sieht man bei den blühenden Leberblümchen in der Regel keine Blätter.

Zarte lila Blume blüht im Wald auf dunklem Waldboden, hebt sich vom natürlichen Hintergrund ab.

3. Das Buschwindröschen. Hahnenfußgewächs

Der Name Buschwindröschen kommt wahrscheinlich daher, dass die Blütenblätter sehr leicht vom Wind mitgerissen werden. Markant sind vor allem die drei Hochblätter am Stengel mit den „fünf Fingern“.

Drei weiße Anemonenblüten mit grünen Blättern, umgeben von Laub und Zweigen im Wald.

4. Der Huflattich. Korbblüter

Der Huflattich zählt zu den Pflanzen, die sich als Erstes auf den unwirtlichsten Untergründen ansiedelt. Auch er ist immer einer der ersten Frühjahrsblüher!

Leuchtend gelbe Huflattichblüten in einem Waldumfeld mit Steinen und Zweigen im Hintergrund.

5. Das Waldveilchen. Veilchengewächs

Im Frühjahr bei viel Licht bildet die Pflanze offene Blüten aus, die von Insekten bestäubt werden. Im Sommer hingegen, im Schatten der Bäume, werden geschlossene Blüten gebildet, die sich selbst bestäuben.

Nahaufnahme von lila Blüten, die zwischen trockenem Gras und Erde wachsen. Die Blumen sind klein und formen ein dichtes Blütenmuster.

6. Die Aurikel. Primelgewächs

Eine Blume – viele Namen: Die Bayern nennen sie Gemsbluaml, die Schweizer Flühblümchen und die Österreicher Petergstamm. Bei uns ist sie auch auf der Rückseite der 5 Cent Münze zu finden. Auch der Name Platenigl ist hier weit verbreitet.

Eine kleine gelbe Blume wächst inmitten von vertrocknetem Gras und grünem Laub auf einer Wiese.

7. Die Frühlingsknotenblume. Amaryllisgewächse

Die Frühlingsknotenblume (oder Märzenbecher in Deutschland) hat im Gegensatz zum Schneeglöckchen am Ende seiner Blütenblätter gelb-grüne Tupfen. Die Blüten der Frühlingsknotenblume sind giftig!

Weiße Frühlingsknotenblumen blühen im Wald, umgeben von braunen Blättern, mit Sonnenlicht auf den Blüten und grünen Stängeln.

8. Frühlingskrokus. Schwertliliengewächs

Der Frühlingskrokus ist eine wahre Schönheit! Leider ist diese nur von kurzer Dauer, denn die Krokusse verblühen sehr schnell.

Lila Krokusblüten mit gelben Staubblättern im Sonnenlicht.

9. Der Seidelbast. Seidelbastgewächse

Der Seidelbast ist keine „Blume“ sondern ein kleiner Strauch mit einer graubraunen Rinde. Sein Duft erinnert mich immer an gut riechendes Waschmittel. Aber vorsichtig: der Seidelbast ist auch schon bei Berührung giftig!

Nahaufnahme eines Zweigs mit rosa Blüten und einem unscharfen Hintergrund aus braunen Gräsern. Die Blüten sind zart und stehen im Kontrast zu den trockenen Halmen.

10. Der Wald-Sauerklee. Sauerkleegewächse

Die erste Frühjahrsblume, die es eher schattiger mag. Der Waldsauerklee wächst auch bei einem Minimum von 1/160 des Tageslichtes noch. Bei starker Sonnenbestrahlung verändert die Pflanze sogar die Stellung ihrer Blätter, indem sie die Fiederblätter nach unten zusammenklappt. Hierdurch schützt sich der Waldsauerklee vor Wasserverlust.

Weiße Waldblüten mit grünen Blättern im Schatten, von Sonnenstrahlen leicht beleuchtet.

11. Die Schneeheide. Heidekrautgewächs

Die Schneeheide ist ein robuster Frühjahrsblüher. Manchmal kann die Schneeheide schon im Dezember blühen. Frost schadet der Pflanze nicht, bis zu minus 30 Grad übersteht sie gut. Wer freut sich nicht schon auf die violetten Polster auf den Bergen?!

Ein weites Feld voller blühender, violetter Heidepflanzen erstreckt sich unter einem klaren blauen Himmel, umgeben von Bäumen und Sträuchern.

12. Die Hyazinthe. Spargelgewächs

Sie duftet zauberhaft süßlich, ist unglaublich pflegeleicht und gilt als farbenfroher Vorbote des Frühlings.

Blaue Traubenhyazinthen stehen zwischen Kieselsteinen und grünem Laub. Ihre kräftigen Blüten heben sich vom dunklen Boden ab und strahlen in der Sonne.

13. Die Küchenschelle. Hahnenfußgewächs

Meine absolute Lieblingsblume, wenn sich der Schnee auf den Bergwiesen im Frühjahr zurückgezogen hat. Wenn man sie sieht, weiß man, dass der Frühsommer nicht mehr weit ist… ;)

Zwei blühende Kuhschellen mit weißen Blütenblättern und gelben Staubgefäßen im trockenen Grasland unter Sonnenlicht.

Tipp: Ihr seid nun auf den Geschmack gekommen und wollt mehr über Blumen oder auch Kräuter in Natur wissen? Im Rahmen unserer Kräuterwanderungen geben euch Claudia uns Susi gerne ihr Wissen weiter!

Anne Welling

Anne Welling

Die Liebe zu den Bergen hat unsere Anne zu uns nach Tirol geführt – gekommen um zu bleiben! Winter wie Sommer ist in den Tiroler Bergen unterwegs und sucht sie immer das ruhigste Platzl mit der besten Aussicht, um dort neue Touren zu planen und die Wanderkarte zu studieren.