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Elisabeth Schneider

von Elisabeth Schneider

22. Mai 2025

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Blog. Lamawanderung am Wattenberg

Eine abenteuerliche Familienwanderung am Wattenberg gemeinsam mit Hans Geisler und seinen vier Lamas Shayen, Berlingo, Winny und Balu.

Gemeinsam mit einer israelischen Urlauberfamilie und meinen Kindern, besuchten wir vergangenen Samstag Hans Geisler und seine Lamas am Wattenberg. Schon von weit unten konnte man die lustigen Vierbeiner ausmachen, als sie über den Zaun ins Tal hinab blickten.

Zwei Lamas hinter einem Holzzaun auf einer grünen Almwiese, umgeben von nebelverhangenen Bergen.

Herzlich begrüßte uns Hans auf seinem Hof. Neben den vier männlichen Lamas namens Shayen, Winny, Berlingo und Balu hat er noch fünf Lamastuten. Nicht nur Lamas, sondern auch einige Hühner sowie Milchkühe, welche den Sommer auf seiner Alm im Wattental verbringen, befinden sich am Oberfelderhof am Wattenberg.

Auf der dortigen Sennerei im Almdorf Melang wird übrigens der köstliche Wattener Almkäse hergestellt, den wir später noch verkosten durften.

Wir holen die Lamas

Gemeinsam mit vier begeisterten Kindern holt Hans die Lamas aus ihrem Freilauf und richtet sie für unsere Wanderung her. Shayen und Berlingo bekommen einen Packsattel, Balu eine Art Sattel, auf welche wir unsere Rucksäcke hängen beziehungsweise einpacken dürfen. Hans erklärt uns ausführlich, weshalb Lamas zum einen gut für die Berge geeignet sind, und zum anderen auch hervorragende Lastenträger sind.

Lamas stammen ursprünglich aus dem Hochland der Anden. Sie wurden und werden dort noch heute als Tragtiere eingesetzt, da andere Packtiere und Fortbewegungsmittel in den Bergen Südamerikas undenkbar sind. Mit Leichtigkeit und Trittsicherheit bewegen sie sich in schwierigem Gelände, denn die Unterseite ihrer Füße besteht aus zwei lederartigen Kissen (Schwielensohlen). Es braucht keine Hufe oder Schuhe, um diese erstaunlich widerstandsfähigen Füße zu schützen. Lamas haben einen geringen Proteinbedarf und kommen deshalb auf extensiv bewirtschafteten Böden sehr gut zurecht. Es ist also ein Tier, das mit dem an Ort und Stelle gewachsenen Futter auskommt.

Drei Kinder auf einer ländlichen Straße mit einem Mann und einem Kamel im Hintergrund, umgeben von Hügeln und Bäumen unter bewölktem Himmel.

Die Wanderung geht los

In der großen Packtasche von Shayen verstaut Hans seine persönlichen Sachen. Danach starten wir unsere Tour. Die Kinder sind begeistert, denn sie können jetzt ganz allein diese gutmütigen und intelligenten Tiere führen und somit eine große Verantwortung übernehmen.

Ein Kind und ein Lama auf einem Bergweg mit grünen Wiesen und hohen Bergen im Hintergrund.

Der Kampf mit den fressenden Lamas

Zuerst geht es der Straße entlang Richtung Wald. Anfangs ist das Rudel (Kinder und Lamas) noch wenig harmonisch, was vor allem daran liegt, dass die Tiere ständig vom saftigen Grün am Wegesrand verführt werden. Hans erklärt uns, dass sie nicht regelmäßig frisches Gras zu fressen bekommen, da sie ansonsten zu dick werden würden. Immer wieder helfen wir den Kindern, um die lustigen Lamas zum Weitergehen zu animieren. An einem kleinen Brunnen erfrischen wir uns alle, bevor es weiter aufwärts geht.

Ein Kind und ein Lama gehen eine Bergstraße entlang. Die Umgebung ist grün und malerisch, mit Bäumen und einem weiten Blick ins Tal.

Traumhafte Ausblicke

Unsere Gäste sind ganz begeistert vom Ausblick und der atemberaubenden Landschaft. Obwohl ich selbst schon oft am Wattenberg und Umgebung war, kann ich dies nur bestätigen. Der Blick auf das gegenüberliegende Karwendelgebirge und ins Inntal laden zum Innehalten ein. Es hat fast den Anschein, als würden selbst die Lamas die Stille und Aussicht genießen.

Ein Junge in rotem T-Shirt steht neben einem Lama in einer ländlichen Landschaft mit Bergen im Hintergrund.

Die wohlverdiente Jause

An einer Lichtung im Wald legen wir eine Pause ein. Hans holt aus den Packtaschen eine wunderbare regionale Jause hervor: selbstgemachtes Brot und Käse sowie Hollundersirup, hauseigene Tomaten, Gurken und Eier, Wurst  – all dies liebevoll garniert mit essbaren Blüten.

Ein Tablett mit einer Scheibe Brot und Käse, einem halben gekochten Ei, Wurstscheiben, einer Blume und Gemüse. Rustikal präsentiert.

Während der kurzen Rast taucht unweigerlich die Frage auf, ob Lamas denn spucken. Hans bejaht dies, und erklärt, dass das Spucken eine Ausdrucksform der Rangordnung innerhalb der Herde ist. Menschen spucken Lamas äußerst selten an. Dies tun sie nur dann, wenn sie extrem gereizt werden oder sich von Menschen bedroht fühlen.

Auf dem Rückweg durch den Wald

Nach der Stärkung wandern wir auf einem Forstweg weiter. Zum Ende hin geht dieser steil hinab und Hans bittet uns, den Kindern beim Führen zu helfen. Obwohl Lamas sehr rücksichtsvoll sind und gut auf die Kinder aufpassen, sind sie auf dem Rückweg doch sehr zügig unterwegs. Immer wieder treffen wir unterwegs auf Wanderer oder Radfahrer, die von unserer lustigen Gruppe begeistert sind.

Menschen führen Lamas auf einem Waldweg. Grüner Wald und Bäume umgeben den Weg. Kinder laufen neben den Lamas.

Zum Abschluss eine Runde auf dem Lama

Bald sind wir wieder in der Nähe des Hofes angekommen. Die Kinder dürfen auf Balu noch eine kurze Runde reiten. Das macht allen unglaublich viel Spaß!

Ein Mädchen sitzt auf einem kleinen Pony, das von einem Mann geführt wird. Sie sind auf einem Weg inmitten grüner Wiesen und Bäume.

Danach verabschieden wir uns von Hans und seinen Lamas. Es war ein herrlicher Tag in der Natur, welcher dank dieser einzigartigen Tiere unvergesslich bleiben wird.

Wollt ihr mehr über Hans, seine Lamas und Touren erfahren, dann schaut auf seinem Instagram-Kanal vorbei...

Ein Hirte mit einem weißen Hund steht bei einem bemalten Baumstamm in einer grünen Berglandschaft. Kühe grasen auf der Wiese im Hintergrund.
Elisabeth Schneider

Elisabeth Schneider

Elisabeth ist mit ihrem Rudel bestehend aus Mann, Kindern, Hund und Pferd am liebsten draußen unterwegs. Vor allem an Orten, wo sonst wenig Menschen anzutreffen sind. Ganz speziell an den besonderen Kraftorten der Region Hall-Wattens. Nachhaltigkeit und Regionalität sind ihr sehr wichtig. Sie kocht gerne und belebt unseren Kulinarikblog.