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Jakobus Stainer

...wurde um das Jahr 1617 als Sohn eines Bergknappen, der im Halller Salzberg arbeitete, geboren. Wir wissen so gut wie nichts aus seiner Kinder- und Jugendzeit.

Es wird vermutet, dass er "Singknabe" war, zunächst das Tischlerhandwerk erlernte und sich um 1640 in Italien, mit ziemlicher Sicherheit in Cremona - dem Zentrum des Geigenbaues - aufhielt, wo er den Grundstein für sein künstlerisches Schaffen legte.


1645 heiratete er und errichtete eine Werkstatt in Absam. Er lieferte mehrere Instrumente von exzellenter Qualität an den Innsbrucker Hof, an dem der musik- und theaterbegeisterte Erzherzog Ferdinand Karl regierte. Dieser verlieh Stainer den Titel eines "erzfürstlichen Dieners", den Kaiser Leopold I. zum "kaiserlichen Diener" aufwertete. Schon damals genoss Stainer den Ruf eines hervorragenden Geigenmachers. Seine klangschönen Instrumente verkaufte er an große Klöster und Stifte: an die Hofmusiken und Domkapellen zu Innsbruck, München, Salzburg, Kremsier (Olmütz), Brixen, Bozen, Meran, ja sogar den spanischen Königshof.

Stainer hatte keinen Lehrling oder Schüler hinterlassen, denn er wollte "nur allein und ohne Mannserben oder Lerner bleiben, dass die Kunst mit ihm absterben werde und seine Geigen später höher bewertet werden". Die Kunst des Geigenbaues ist dennoch in unserer Region lebendig geblieben. Der Haller Geigenbaumeister Arnold Posch führt die Tradtion weiter und bringt einem bei Führungen die Handwerkskunst und die Geschichte des Geigenbaues näher.

Kontakt:
Geigenbaumeister Arnold Posch
Schlossergasse 11
A-6060 Hall in Tirol
Tel: +43 (0)5223-54 290

Und es erzählt sich ...