'Fragil. Die Glashütte Hall 1534-1635'

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Stadtmuseum / Burg Hasegg, Hall in Tirol

vendredi 28 janvier 2022

10:00 heuresVeSaDi

Ausstellung „FRAGIL. Die Glashütte Hall 1534-1635“ im Stadtmuseum Hall in Tirol
14. Jänner 2022 bis 23. Oktober 2022
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr
(Schließtage bitte zeitnah der Homepage entnehmen)
www.stadtmuseumhall.at
Eintritt frei!

Zum Internationalen Jahr des Glases widmet das Stadtmuseum Hall seine nächste Ausstellung der rund hundertjährigen Geschichte der Haller Glashütte. Mit Unterstützung Erzherzog Ferdinand II. eröffnete die Glashütte 1534. Die Intention war es farbloses Glas à la façon de Venise herzustellen. Erstmals gelang dies nördlich der Alpen in Hall – dem „Deutsch Murano“. So wurde die Glashütte laut ihrem ersten Betreiber Wolfgang Vitl genannt. Sie brachte es zu einer qualitativ äußerst hochwertigen Glasproduktion.

2008 und 2009 brachten intensive archäologische Grabungsarbeiten am Areal der Glashütte Funde wie Roh- und Arbeitsmaterialien sowie große Mengen an Glasresten zu Tage. Nach über zehnjähriger Fundbearbeitung und Restaurierung wird die Produktion der Glashütte hinsichtlich Qualität, Form- und Farbgebung deutlicher.

Die Schau beleuchtet auch die Herausforderungen der Glasproduktion für ihre Betreiber, genauso wie die Produktpalette und die einzelnen Arbeitsprozesse. Die Abläufe zur Herstellung von mundgeblasenem Glas haben sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Werkzeuge und zeitgenössische Produktionsvideos geben Einblicke in historische Herstellungsprozesse von Hoh- und Flachglas. Exklusiv wurden für die Ausstellung von einem Tiroler Glasbläser mundgeblasene Repliken von zwei Originalgläsern aus der Glashütte Hall (Mörserbecher, Stangenglas) angefertigt. Diese können im Stadtmuseum erworben werden.

Die Glashütte rang ständig um die Beschaffung von teuren Rohstoffen. Außerdem litt man am Holzmangel im vom Bergbau geprägten Tirol. Glas wurde sowohl im Alltag wie bei adeligen Festen verwendet, oder fand sich in den zeitgenössischen Kunstkammern wieder. Neben den Prunkobjekten wurde das Material vor allem für Fensterglas verwendet. Dieses Flachglas dürfte den größten Teil der Haller Glasproduktion ausgemacht haben.

In der Ausstellung werden Objekte aus privaten wie musealen Sammlungen in Dialog mit Grabungsfunden gestellt. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Stadtarchäologie Hall, der die archäologischen Ausgrabungen bei der Glashütte betreute und noch immer erforscht. Erstmals wird in der Ausstellung eine virtuelle 3D Rekonstruktion des Glashüttengebäudes um 1600 zu sehen sein.

Stadtmuseum Hall in Tirol
Tel.: + 43 (0) 5223 5845 - 3085
Fax: + 43 (0) 5223 5845 - 3089
christine.weirather@stadthall.at
www.stadtmuseumhall.at

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