Wandern - Der Adlerweg in Tirol

Tages- und Mehrtageswanderungen auf dem Adlerweg

Auf den Schwingen des Adlers durch Tirol

Der Adler ist ein seit Jahrhunderten in Tirol heimisches Tier, er steht für Freiheit, Kraft und Weite. Die Route des Adlerweges, des Hauptwanderweges quer durch Tirol, symbolisiert einen stolzen Adler, der seine "Flügel" über dem Land ausbreitet.

Der Wegverlauf gleicht der Silhouette eines Adlers, der mit weit ausgebreiteten Schwingen in den Lüften schwebt. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind die Voraussetzung bei vielen Etappen, um die Herausforderung annehmen zu können: 320 Wanderkilometer zwischen Wilder Kaiser und Arlberg, 24 Tages-Etappen von leicht bis schwierig, von sanft bis zackig, von beschwingt bis extrem kraftraubend. 23.000 Höhenmeter bergauf, 20.000 Höhenmeter bergab.

Unzählige Schritte, hunderte Gipfel, tausende herrliche Aussichten!
Der Adlerweg bietet zwei Königsetappen in der Region Hall - Wattens:

12) vom Hallerangerhaus im Halltal (Absam) bis auf das Hafelekar (Innsbruck)

Zu Beginn steht der Aufstieg zum Lafatscher Joch. Der Steig führt in ein Schuttkar, das zunehmend steiler und schmäler wird. Am Lafatscher Joch folgt man der Beschilderung "Pfeishütte". Auf dem urtümlichen "Wilde-Bande-Steig" geht es durch Latschenfelder und vielen Rinnen zum Einstieg ins Kar unterhalb des Stempeljochs. Danach geht es abwärts zur Pfeishütte. Direkt bei der Pfeishütte beginnt der beschilderte "Goethe-Weg". Über ein Schuttkar geht es hinauf zur Mandlscharte. Nach einem erneuten Ab- und Anstieg wird auf die "Inntalseite" gewechselt und man erreicht die Bergstation Hafelekar der Nordkettenbahn.

Besonders spannend gestaltet sich die Passage zwischen Stempel- und Lafatscher Joch mit historischen Steiganlagen aus dem 14. Jhdt. Damals holten Bergleute die zum Stollenbau des Halltaler Salzbergwerkes notwendigen Holzstützen, die "Stempel" aus dieser Gegend. Beim sogenannten "Durchschlag" wurde ein Stück des Saumweges durch den Fels gebrochen.Der Goetheweg verbindet die einsam gelegene und gemütliche Pfeishütte mit dem Gleierschjöchl. Er wurde 1932 eröffnet und ist eine der schönsten Höhenwanderungen im Großraum Innsbruck. Hier liegt dem Wanderer das breite Inntal zu Füßen, die Kitzbühler Alpen und der Alpenhauptkamm mit dem Großglockner formen im Osten ein unverkennbares Panorama.

13) vom Patscherkofel (Innsbruck/Igls)über den Zirbenweg bis zur Tulfeinalm (Tulfes)

Per Bus kommt man von Tulfes zur Talstation der Patscherkofelbahn in Igls und wird von der Gondel bequem auf 1.964 m gebracht. Oberhalb des "Schutzhauses Patscherkofel" beginnt nicht nur der Weg Richtung Osten sondern auch der "Naturlehrpfad Patscherkofel" des Alpenvereins. Der höchstgelegene botanische Schaugarten Europas lädt zur "Bildung vor Ort" mit mehr als 400 verschiedenen hochalpinen Gebirgspflanzen ein.
Auf einem breiten Steig bzw. Pfad führt der Zirbenweg zur etwas versteckten Boscheben Hütte. Der Weg verläuft leicht an- und absteigend, jedoch ohne wesentliche Höhenänderung entlang der Waldgrenze auf über 2000 m Höhe bis zur Tulfeinalm. Während der gesamten Wanderung blickt man hinunter auf den Talboden des Inntales und geniesst die atemberaubende Kulisse der gegenüberliegenden Karwendelkette. Nahe der Tulfeinalm kann man gemütlich mit dem Sessellift der Glungezerbahn nach Tulfes gelangen.

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