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Die Schlüsselblume

„Wo Schlüsselblumen wachsen, tanzen nachts die Elfen“ – sagen die Indianer!

Einer Legende nach entstand der „Himmelsschlüssel“, wie die Schlüsselblume noch genannt wird, als der Schlüsselbund des Petrus auf die Erde fiel und aus ihm die Schlüsselblume erwachsen ist. Dieser war ihm vor Schreck entglitten, als er hörte, dass Unholde einen Nachschlüssel für die goldene Pforte des Himmels haben anfertigen lassen, um in diesen hineinzugelangen.
Wenn wir uns dieses schöne Blümlein genau ansehen, erkennen wir tatsächlich die Ähnlichkeit mit einem Schlüsselbund. Im Volksmund gibt es für die Schlüsselblume viele weitere Bezeichnungen wie zB: Wiesen-Primel, Allelujableaml, Himmelschlüssel….

Von der Schlüsselblume, oder Himmelschlüssel wie wir weitläufig sagen, gibt es zwei sehr ähnliche Arten. Die Hohe Schlüsselblume, blüht sehr früh im Jahr und hat hellgelbe Blüten. Vor allem dort, wo nicht mit Jauche gedüngt wird, blüht sie sehr üppig.

Die Echte Schlüsselblume kommt selten vor und ist geschützt. Sie blüht erst im April/Mai und hat dunkelgelbe Blüten mit kleinen rötlichen Flecken. Ihre Inhaltsstoffe sind intensiver und werden in der Medizin genutzt. Die echte Schlüsselblume gehört zur Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet.

Hildegard von Bingen ist die Erste, die die Schlüsselblume in ihren Werken erwähnt. Laut der Äbtissin sei die Pflanze warm, weil sie von der Sonne gestärkt werde und sie vertreibe deshalb Schwermut und Melancholie. Heut zählt die Schlüsselblume zu den klassischen Heilpflanzen bei Atemwegserkrankungen, deshalb ist sie im bekannten Sirup Sinupret, welcher bei der Behandlung von Entzündungen der Nasennebenhöhlen zur Anwendung kommt, zu finden.

  • Hohe Schlüsselblume
  • Echte Schlüsselblume
  • Hohe Schlüsselblume

Anwendung in der Volksheilkunde

  • entkrampfend
  • schleimlösend
  • Erkältungskrankheiten
  • Nervenleiden
  • Herz-, Nieren- und Hauterkrankungen

Verwendung als Nahrungs- und Heilpflanze

Salate bekommen einen besonders feine Note, wenn sie mit Schlüsselblumenblüten garniert werden.
Sehr dekorativ sind die kleinen gelben Blüten auch in einem Aperitif!
In der Heilkunde werden die Wurzeln und die Blüten für Tee verwendet. Dieser wirkt schleimlösend bei hartnäckigem Husten.
Allerdings gibt es auch Menschen die allergisch reagieren beim Kontakt mit Primula-Arten.

Rezepte mit der Schlüsselblume

Hustentee:
Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee sehr geeignet. Für den Hustentee verwendet man einen Teelöffel Schlüsselblumen-Wurzeln oder/und Blüten, übergießt das mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und ausgekühlt zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.

Man kann die Schlüsselblumen–Blüten für eine Frühjahrsteemischung auch sehr gut mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis

Frühlingsblumen – Essig
500 ml Weinessig oder milder Apfelessig
50 g Blüten von Veilchen
50 g Gänseblümchen
Nach Belieben 1 EL Honig oder ½ Vanilleschote
Die Blüten mit dem Essig übergießen. Darauf achten, dass keine kleinen Tiere in den Blüten sind. (ev. kurz liegen lassen). Ca. 2 Wochen ziehen lassen.
Macht aus dem Salatdressing etwas ganz besonderes!

  • Essig aus Frühlingsblumen

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