Thaurer Schlossspiele zeigen „Die Geierwally“

die_geierwallyDer Theaterverein Thaur wartet vom 23. August bis 10. September 2017 mit einem echten Alpen-Klassiker auf: „Die Geierwally“ wird vor der atemberaubenden Naturkulisse der Schlossruine hoch über dem Inntal an acht Veranstaltungstagen gezeigt. Die Thaurer Schlossspiele zählen zu den etablierten Kultur- und Theaterveranstaltungen Tirols.

Zur Handlung: Wally ist das einzige Kind eines reichen Bauern. Die Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das hat ihr der Vater nie verziehen und auch nicht, dass ihm der Hoferbe, der erwartete Bub, versagt geblieben ist.DSC01212

Sie spürt die Ablehnung ihres Vaters und leidet unter seiner Dominanz. Auf der Hochalm, die zum Hof gehört, sind die Lämmer eine leichte Beute für die Geier. Wally versucht die Zuneigung ihres Vaters dadurch zu gewinnen, dass sie in ein fast unerreichbares Geiernest hinabsteigt und es ausnimmt. Seitdem wird sie überall Geierwally genannt. Als Wally das Nest ausnimmt, greift sie der alte Geier an und hätte sie beinahe getötet. Josef, der Jäger, kommt ihr jedoch zu Hilfe und tötet den Geier mit einem Schuss. Wally verliebt sich in Josef. Für sie steht fest, dass es eine Zukunft für sie nur mit Josef geben kann.

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Der Vater hat jedoch andere Pläne, „weil der Hof eine starke Hand braucht“. Er verlangt, dass Wally seinen Verwalter Vinzenz heiratet und nicht Josef „den Kleinhäusler und Hungerleider“. Wally lässt sich jedoch nicht einschüchtern und wird von ihrem Vater zur Strafe auf die Hochalm „verbannt“. Dort kommt es zu einer Begegnung mit Josef, der die Hochalm mit einer anderen Frau aufsucht.Thaurer Schlossruine

„Die  Geierwally“ gab es wirklich

Die „Vorlage“ zum Roman und zum Theaterstück „Die Geierwally“ hat das Leben der Anna Stainer-Knittel geliefert. Sie wurde 1841 in der Gemeinde Elbigenalp geboren, lebte später in Innsbruck und war eine gefragte Malerin. Anna Stainer-Knittel starb 1915 in Wattens.

Sie erzählte der deutschen Schriftstellerin Wilhelmine von Hillern aus ihrem Leben. Daraus entstand der Roman „Die Geierwally“, der 1875 erstmals erschien und der ein überaus großer Erfolg wurde. Einige Jahre später verfasste die Schriftstellerin nach der Romanvorlage auch ein Theaterstück.

„Die Geierwally“ in Thaur

Der  Roman wie das Theaterstück spiegeln Handlungen und Regeln des Zusammenlebens wider, wie sie zur Zeit des Entstehens des Romans in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegolten haben, die dem heutigen Theaterbesucher aber oft kaum mehr verständlich oder auch zumutbar sind. Regisseur Reiner Bachor hat zahlreiche texte auch umgeschrieben und in die heutige Zeit adaptiert: „Mein Dank gilt Frau Dr. Helga Reichart, Autorin und Journalistin aus Thaur. Sie  hat sich mit der Person der Anna Stainer-Knittel intensiv auseinandergesetzt und ein Buch über sie mit dem Titel „Die Geierwally – Leben und Werk der Malerin Anna Stainer-Knittel“ –  erschienen im Haymon Verlag 1991 – geschrieben. Diesem Werk verdanke ich wertvolle Anregungen bei der Überarbeitung des Stücks. Auch habe ich daraus Textpassagen entnommen und dem Theaterstück hinzugefügt.“

Termine:
23.8.2017 (Premiere)
27.8.2017
30.8.2017
1.9.2017
3.9.2017
6.9.2017
8.9.2017
10.9.2017

Kartenvorverkauf für die Thaurer Schlossspiele 2017 bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen, z.B. dem Tourismusbüro in Hall in Tirol, und Raiffeisenbanken.

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im … Weiterlesen

Fasnachtsumzug in Absam

Am Sonntag beim großen Fasnachtsumzug in Absam war ich als bekennender Faschingsfan natürlich dabei -und habe ein paar Bilder mitgebracht:

Danach haben wir Hunger und Durst ….. auf zum Patschenball ! Juchuhui !! 🙂

Traumtag in Blau-Weiß

Wer kennt es nicht, diese tiefblauen Wintertage mit knietiefen, glitzernden, Pulverschnee. Dazu in der wärmenden Februarsonne vor der Alm sitzen, der Geruch nach Holz, das tropfende Taugeräusch der Eiszapfen….märchenhaft?!

Solch einen Tiroler Traumtag erhofften wir uns (den Pulverschnee hatten wir schon abgeschrieben) und genau diesen haben wir gefunden. Mit Pulverschnee!  Schnell sind an diesem Samstag die Schneeschuh und die Jause ins Auto geladen, denn die Berge rufen ziemlich laut!

Von Volders geht es noch ein gutes Stück mit dem Auto bergauf zum Parkplatz kurz oberhalb der Krepperhütte. Genug gesessen, genug gefahren, unsere Beine wollen gehen, der Wanderhund kann schon längst nicht mehr stillhalten und unser Kopf will hinauf in die Höhe. Bergluft schnuppern und zufrieden hinab schauen!

Ein kurzes Stück geht es entlang der Rodelbahn, bevor diese rechts liegen gelassen wird und man dem Wanderweg folgt. Die Möglichkeit über den Steig, der nach 5m hinter dem Parkplatz abzweigt, erscheint uns zu „glatt getreten“.

Im leichten Bergauf geht es nun eine gute Stunde durch den Wald, bis wir die ersten vielversprechende Ausblicke auf das Inntal erhaschen…weiter…schneller…wir wollen rauf!largoz

Der Wald lichtet sich mehr und mehr und wir erreichen das glitzernde Winterwunderland der Largozalmen. Eine Ansammlung mehrere kleiner Almhäuser, die sich geduckt an den Berg anschmiegen.

An den Largozalmen

Der Schnee hier oben ein TRAUM und kurz ist die warme Sonnenbank schon sehr verlockend, hier die nächsten Stunden einfach nur hocken zubleiben, die Aussicht zu genießen und sich die ersten Sommersprossen des Jahres einzufangen. Aber… der Hund ist noch nicht müde und wir sind hungrig auf Berg! 😉

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Der weitere Aufstieg

Die Schneeschuhe werden angeschnallt und stapfend geht es durch den reichlichen Schnee! Ein Pulvertraum, den wir wirklich nicht erwartet hätten! Stellenweise führt der Weg nun etwas steiler bergan, aber schon bald werden keine Gedanken mehr an die Mühen verschwendet, denn etwas anderes zieht uns an…der Ausblick der hier oben immer prächtiger und beeindruckender wird.

Besonders die Berge im hinteren Voldertal und der Bergrücken vom Glungezer südwärts mit ihren schneebeladenen Mulden, Hänge und Spitzen lassen uns staunen und kurz durchschnaufen.hinteres voler2

Der Ausblick wird immer verlockender

Weiter gehen nicht vergessen… zwischen den letzten Zirben hindurch steuern wir auf den Gipfelhang zu, der nun in einem weiten Linksbogen immer näher rückt. Die etwas steileren Hänge voller Schnee sollen für den Abstieg herhalten..

Nach knapp 3 Stunden heißt es BERG HEIL und es folgt ein glückliches Schweigen und Staunen, selbst der Hund scheint nun glücklich und zufrieden und genießt den Ausblick. 😀lagoz

Dieser Ausblick vom Largoz reicht vom Karwendel mit dem mächtigen Bettelwurf, weit hinauf ins Oberland und weit hinunter ins Unterland – bis zum Wilden Kaiser.

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Nach einer gemütlichen Rast voller Staunen und Schauen, folgt der wohlverdiente Abstieg. Ein Traum mit Schneeschuhen durch diesen Pulverschnee hinab zu rennen und diesen schlussendlich im Gesicht, unter der Kleidung und überall sonst zu haben!pulvertraum

Pulvertraum im Abstieg

Nun wartet die Sonnenbank vor der duftenden Almhütte und natürlich eine selbstmitgebrachte Jause. So lässt es sich leben!jause

Der weitere Abstieg folgt recht zügig der Aufstiegsroute.

Glücklich, müde und zufrieden… das machen halt doch nur die Berge!

Die Alternative zu Weihnachtskeksen liegt auf 1918 Metern über dem Meer

Sonntag, 1. Advent…der Blick aus dem Fenster trüb, der Wetterbericht noch trüber. Was tun? Zum Skifahren liegt zu wenig Schnee, Kekse backen endet im Kekse essen…Rucksack gepackt, Wanderschuhe an und los geht’s!

Direkt von der Haustür Richtung Thaurer Zunterkopf ist das spontane Ziel, vielleicht, denn bei dem Wetter sieht man eh nicht viel…dachte ich!

Direkt von Thaur geht es über das Romedius – Kirchlein in den Haselbergsteig Richtung Thaurer Alm. Immer gerade hinauf führt dieser Steig, genau das Richtige um dem Nebel zu trotzen und die dicke Winterjacke nach 5min auszuziehen! 🙂 Viele waren hier an diesem Tag wohl noch nicht unterwegs, denn unzählige Spinnweben gilt es zu „durchgehen“.die-letzte-meter-im-schlungaufstieg-im-toerl-schlung

Die letzten 10 min bis zur Thaurer Alm folgt man dem Forstweg. Ca. 1 1/2h später immer noch keine Spur von einer Aussicht heute in das Inntal oder in die Tuxer Alpen. Nur eine dicke graue Nebelsuppe, sonst nix – ob ich wirklich raufgehen soll bis zum Zunterkopf?

An der Thaurer Alm angelangt, geht es weiter oberhalb der Thaurer Klamm Richtung Törl. Ein Hauch von Sonne – stehen bleiben, genießen, weitergehen!

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Die Wanderbegleiter heute…

Steil hinauf über die Törlwiesen. Sicht gleich Null, zum Glück ist der Weg gut markiert und ein Versteigen kaum möglich. Links und rechts ein Knacken und Schnaufen – endlich treffe ich heute mal jemanden und dann auch noch ortskundige Gämse. 🙂

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Die letzten Meter im „Schlung“

                                                                                                                      Knapp vorm Törl wird die Sicht besser und ein Blick in das Halltal hinüber und auf die Wildanger– und Lattenspitze wird möglich. Leicht angezuckert blitzen sie immer wieder hervor, die ersten Aus –und Lichtblicke nach ca. zwei Stunden.

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Bettelwurf-Massiv

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Wildanger- und Lattenspitze

Vom Törl geht es rechter Hand in einen sichtbaren und markierten, aber unbeschilderten, Steig hinauf zum Thaurer Zunterkopf. (Achtung!! Hier nicht den unteren Pfad nehmen, der führt „nur“ zur Kaisersäule)

Noch ca. 20 min geht es zuerst steil, dann dem breitem Bergrücken entlang zwischen Latschen hindurch, auf das kleine Gipfelkreuz hinzu. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und kurz bevor ich oben ankomme, wird mir klar, dass ich hier nun zwischen Nebel und Wolken stehe!

Der perfekte Moment – am perfekten Ort – heute!

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 Die Sicht reicht auch heute (manchmal) hinüber zum Glungezer, Lafatscherjoch, Bettelwurf, Haller Zunterkopf, Lattenspitze, Wilde Bande Steig,…. nur nie ins Tal, denn dort liegt die dichte graue Nebeldecke!

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Haller Zunterkopf

Genießen!

Nach einer Jause zwischen den Latschen in der Sonne und noch einmal den unerwarteten Ausblick genießen, geht es wieder hinunter. Heute denselben Weg, wie beim Aufstieg, denn für einen Abstecher zur Kaisersäule oder hinüber zum Haller Zunterkopf bleibt keine Zeit mehr – Weihnachtskekse und eine heiße Schokolade warten und schmecken nach 5 Stunden Frischluft umso besser!

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Es weihnachtet schon sehr… am schönsten Adventmarkt Tirols

Na ja, Schönheit ist bekanntlich Geschmackssache. Wobei, der Adventmarkt in Hall in Tirol wurde schon von sehr vielen Leuten so bezeichnet. Warum? Ein paar Gründe fallen mir gleich ein:

Er ist nicht überlaufen. Im Gegensatz zu anderen vorweihnachtlichen Märkten, etwa in größeren Städten, ist der Adventmarkt in Hall stets gut besucht, aber es kommt nie ein Gefühl von Enge auf. Okay, vielleicht am Tag des Nikolauseinzugs. Aber da gehört es ja auch dazu, mit Vorfreude und vielen anderen zusammen auf das Kommen des Nikolaus und seiner Engels – und Hirtenschar zu warten, oder? 😉

Der Obere Stadtplatz in Hall erleuchtet zur Weihnachtszeit besonders festlich.Die täglich wechselnden StandbetreiberInnen. Ich persönlich kennen keinen anderen Adventmarkt, wo das der Fall ist. Die Stände am Haller Adventmarkt werden abwechselnd von verschiedenen StandbetreiberInnen geführt, so dass man auch nach einem mehrmaligem Besuch immer noch etwas Neues entdeckt.

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Das Rahmenprogramm. Hier könnte ich ins Schwärmen kommen. Denn neben dem sowieso obligatorischen Kiachl-Essen und Glühwein-Kosten gibt das Programm, das täglich am Haller Adventmarkt geboten wird, ganz schön was her. Vom Geschichten erzählenden Bergflunkerer über das Briefeschreiben an das Christkind bis hin zur Winterfeuershow, den zahlreichen musikalischen Einlagen und dem Streichelzoo, hier herrscht immer ein reges Treiben. Verkürzt besonders für Kinder die Zeit bis zum großen Weihnachtstag!

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Handgemachte Kostbarkeiten. In Hall herrscht nicht Kitsch und Kommerz vor, es regiert die Kreativität, gepaart mit viel Liebe, die kleine Produktschätze entstehen lässt. Es ist ausdrücklich nicht vorgesehen, Waren „Made in China“, sondern regionale, selbstgemachte, nachhaltige Produkte anzubieten. Das kann handgeschöpftes Papier sein, besonders kuschelige Lammfellschühchen für Babies oder auch regionale Käseprodukte. Als BesucherIn kauft man hier gerne, originell und mit gutem Gewissen ein.

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Die ideale Verkehrsanbindung. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man in nur 10 Minuten von Innsbruck nach Hall. Aber auch mit dem Auto fährt man über die Autobahnabfahrt „Hall-Mitte“, ist dann innerhalb kurzer Zeit in der Stadt und kann sogar für 1 Stunde kostenlos in den Tiefgaragen der Stadt parken. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Oberen Stadtplatz.

Tipp: Gäste der Region mit gültiger Gästekarte nutzen das Busnetz innerhalb der Region kostenlos! Dann kann man auch getrost ein Gläschen Glühwein mehr genießen… 😉hall-in-tirol_winter-1

Das Angebot rund um den Adventmarkt. Absolut erwähnenswert ist das große Shopping- und Kulinarikangebot rund um den Oberen Stadtplatz und in der ganzen Altstadt. Wer auf dem Markt nicht fündig geworden ist – in den liebevoll gestalteten Geschäften wird er es sicher!

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Öffnungszeiten des Adventmarktes Hall in Tirol

25. November bis 24. Dezember 2016

Montag bis Freitag von 15 bis 20 Uhr
Samstag von 10 bis 20 Uhr
Sonntag von 13 bis 20 Uhr
Die Gastronomie ist jeweils bis 21 Uhr geöffnet.

Am 24. Dezember hat der Markt von 10.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.

Beeindruckende Herbstwanderung auf’s Issjöchl

Am Samstag um acht Uhr morgens starten wir, noch bei leichtem Nebel im Tal unsere Tour auf’s Issjöchl. Taleinwärts im Wald, anfangs parallel der ehemaligen Mautstraße, dann neben dem erfrischenden Gebirgsbach  wandern wir über den Knappensteig bis nach St. Magdalena.

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Das malerisch gelegene St. Magdalena

Wir halten immer wieder Ausschau mit unseren Ferngläsern nach Gämsen, aber noch will sich keine zeigen. Gut gestärkt mit Jause und Getränken geht es ca. eineinhalb Stunden weiter über einen wildromantischen Bergweg  bis zum Issanger. Jeder ist beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit dieser Hochebene. Ein wahres Naturschauspiel und eine, wegen dem perfekten Herbstwetter fast schon kitschige Kulisse.

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Wir bewundern Wiesen voller Herbstzeitlosen, Disteln, Bergflockenblumen, Schwalbenwurzenzian, verschiedene Beeren und vieles mehr, auch Gämsen zeigen sich uns immer wieder.

Nach unserer zweiten kurzen Rast am Issjöchl geht es fast nur mehr bergab, vorbei am König Max – Stollen bei den Herrenhäusern. Wir kehren auch kurz in die Obleitner – Kapelle ein, benannt nach ihrem Gestalter, dem bekannten Haller Bildhauer Karl Obleitner. Hier wacht die Heilige Barbara aber schon viel länger als Schutzpatronin aller Bergleute über das Salzbergwerk und die dort Beschäftigten.

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Die Obleitner-Kapelle beim König-Max-Stollen im Halltal

Danach geht es zurück nach St. Magdalena und über den Knappensteig retour zum Ausgangspunkt.

Um 14 Uhr sind alle glücklich und zufrieden wieder im Tal, beeindruckt von der wunderbaren Tiroler Bergwelt!

Die Route im interaktiven Ortsplan

 

 

Wanderung Blaue Seen – G´schriebener Stoan

Nach dem Motto „Morgenstund´ hat Gold im Mund´“ starten wir pünktlich um 8.30 Uhr ab Tulfes mit der Glungezerbahn in Tulfes. Wir, das sind Robert, Klaus, Sonja und Anita.

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Das Wanderquartett: Anita, Robert, Klaus und Sonja

Der Aufstieg mit den beiden Sesselliften entschleunigt uns endgültig – man hat das Gefühl, anschieben zu müssen (!) – und lässt uns die fantastische Aussicht auf Inntal und Karwendelgebirge so richtig genießen! In eineinhalb Stunden geht es von der Tulfein Alm über den Sommerweg bzw. Osthang auf den Glungezer Gipfel auf 2677m. Der Rundblick ist einfach nur schön!

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Am Glungezergipfel

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Schafe am Glungezer

Robert drängt zum Weitermarsch Richtung Grat über den Gamslahner Spitz´ weiter über das Kreuzjöchl, wo wir nach etwa einer halben Stunde Kraxelns über Stock und vor allem Stein zu den Blauen Seen absteigen. Eine Herde Schafe schaut uns ziemlich verdutzt an. Außer uns ist spätestens seit dem Gipfel kein Mensch mehr unterwegs.

Plötzlich sieht man vier Seen von oben, die sogenannten Blauen Seen, die im herbstlichen Licht zwar eher smaragdgrün ausschauen, aber in jedem Fall zu einem hochalpinen Bad auf 2240m einladen.

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Blaue Bergseen

Immerhin hat es hier oben noch 25 Grad. Nach insgesamt 2,5 Stunden haben wir uns unsere Jause wirklich verdient, unsere Haxen spüren wir auch, das Gehen auf Schieferplatten ist zwar nicht unbedingt angenehm aber dafür abenteuerlich und – einmal überstanden – ein Grund, stolz zu sein, es geschafft zu haben.

Bei Speck, Salami, Bergkäse und Bauernbrot, einem Zirbenschnapserl und Beerensaft lässt es sich leben… der Blick über die Seen Richtung Karwendelgebirge ist der Wahnsinn, die Wolken spiegeln sich im Wasser, es ist still, wir hören nur die Kolkraben und sind umgeben von einem Meer aus Disteln. Keine Menschenseele außer uns, und das an einem der stärksten Wandertage der Saison!

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Fantastisches Bergpanorama

Ein Stückerl weiter Richtung Zirbenweg kommen wir am sogenannten „G´schriebenen Stoan“ vorbei. Wir entdecken zwar Zeichen, die wirklich alt sein könnten, sind uns aber nicht sicher… Energie verspüren wir auf jeden Fall, ob die allerdings der guten Jause, dem traumhaften Wetter und der netten Gesellschaft zuzuschreiben ist oder wirklich dem Stein, bleibt wohl ewig ein Rätsel. 🙂

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Der „Gschriebene Stoan“

Nach einem Blick auf die Uhr machen wir uns auf den Weg. Ein „Galter“ rät uns zu einer Abkürzung hinauf und zurück zum Glungezer Steig. Nach weiteren 200 Höhenmetern sind wir wieder auf der Höh´ und gehen Richtung Neuner Spitz´ Boden weiter, hinunter auf den Zirbenweg, von wo wir ziemlich flott Richtung Tulfein Bergstation zurückmarschieren, um die letzte Bahn noch zu erwischen.

Freundlicherweise wartet der Liftangestellte auf uns und mit ihm sechs weitere Kollegen. Ein Dank der Glungezerbahn und ihrer Belegschaft! Ins Tal hätten wir es nach 6,5 Stunden reiner Gehzweit wohl nicht mehr geschafft…  vor allem Sonja, die auch noch beide Schuhsohlen verliert!

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Hilfe! Die Fußsohlen lösen sich!

Was für eine Hetz´! Sonja (un)chained… wir lassen den Tag gemütlich bei leckerem Kuchen und Kaffee im Larchenhüttl ausklingen. Heute werden wir sicher gut schlafen!

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…und ab sind sie…

Monty Pythons-Ikone & Punk-Bürgermeister beim Sprachsalz 2016 zu Gast

Die 14. Auflage des Literaturfestivals Sprachsalz vom 9. bis 11. September 2016 in Hall in Tirol hält zahlreiche Leckerbissen für Freunde des geschriebenen Wortes bereit.

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, „warum die Politik mehr Dampfbäder und die Literatur braucht“, freuen Sie sich auf Jón Gnarr.

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Jon Gnarr (Foto: Teitur Jonasson)

 

Der isländischer Musiker, Komiker, Schriftsteller und ehemaliger Punk-Bürgermeister von Reykjavík kommt erstmals zum Sprachsalz nach Hall in Tirol. Von 2010 bis 2014 war er das politische Oberhaupt der isländischen Hauptstadt und ruft dazu auf, sich in der Gesellschaft aktiv einzumischen.

 

 

Sein Humor hat eine ganze Generation geprägt: John Cleese, wahrscheinlich bekanntestes Mitglied der britischen Komiker-Gruppe Monty Python.

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John Cleese

 

Seinen unverwechselbaren Humor stellt er einmal mehr unter Beweis, unter anderem mit seinem autobiografischen Entwicklungsroman „Wo war ich nochmal?“, einer Selbstsatire von literarischem Format. Er ist beim großen Sprachsalz-Fest am Samstagabend zu Gast.

 

 

 

 

 

Mit ihrem Roman „Ich wollte Einhörner“ wurde die US-amerikanische Sängerin Alina Simone zum Star der jungen New Yorker Literaturszene:

Alina Simone © Bryan Bruchman

Alina Simone © Bryan Bruchman

Sie berichtet darin von mal komischen, mal verzweifelten Versuchen, wie man sich in der heiß umkämpften Indie-Musikszene behauptet.

 

 

 

 

 

 

 

Zu den Sprachsalz- Autorinnen und Autoren 2016 zählen: Viv Albertine (England); Hans Augustin (Österreich); Marcel Beyer (Deutschland); Safiye Can (Deutschland); John Cleese (England); Stephan Eibel Erzberg (Österreich); Martin Fritz (Österreich); Jón Gnarr (Island); Iman Humaidan (Libanon); Uta Köbernick (Schweiz/Deutschland); Rolf Lappert (Schweiz); Jeremy Reed (England); Tom Schulz (Deutschland); Christoph Simon (Schweiz); Alina Simone (USA).

Weitere Informationen unter: http://www.hall-wattens.at/de/sprachsalz-hall.html

0,0346 km² blaues, frisches Bergglück!

Möls See

Endlich ein warmer Sommertag am Wochenende. Nach kurzem Blick auf die Karte war klar, dass es heute kein Gipfel werden würde, sondern ein 16°C frischer Bergsee im hinteren Wattental – meine tierische Begleitung eingepackt und schon ging´s los!

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Meine Leckerlies dabei, dann bin ich startklar!

Mit Hundeleckerlies und Jause ausgerüstet, starteten wir vom Parkplatz Lager Walchen. Da es auf diesem Weg von Gebirgsbächen nur so wimmelt, ist die Runde Möls See eine perfekte Runde mit einem wanderfreudigen Hund im Sommer!

Kurz nach dem Kasernengebäude des Bundesheeres teilt sich der asphaltierte Weg. Hier weist uns ein Schild (eines der wenigen Schilder auf dieser Runde) den Weg nach rechts Richtung Mölser Niederleger und Mölser Hochleger. Flott geht es hinauf entlang des Forstweges. Schon bald säumen Zirben den Wegrand und kurz nach dem Mölser Niederleger wird der Blick zum Talschluss des Mölstals immer beeindruckender und malerischer.

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Talschluss mit Blick auf das Mölsjoch und hinten rechts die Naviser Sonnenspitze

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Blick hinaus auf das Karwendel

Nach gut 1 ¼ h erreichten wir den Mölser Hochleger. Hier den Abzweig zwischen den Almhütten hindurch nicht verpassen! Linker Hand führt der Weg nun an einem Bachlauf entlang steil hinauf zum Möls See.

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Die letzte Steilstufe hinauf zum Möls See

…in gut 20min brachten wir dieses etwas steilere Stück hinter uns…und schon war der Hund im See! 🙂

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Möls See – Zeit zum Rasten und Füße/Pfoten kühlen

Der Möls See liegt idyllisch eingebettet auf 2240m vor uns. Schnell waren die Schuhe ausgezogen und die Füße hineingestreckt. Brrrrrr herrrrrrrlich!!!

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Am östlichen Ende des Möls Sees folgte noch ein Anstieg von 100hm hinauf auf die Mölser Scharte 2379m. Der 360° Ausblick von hier oben…unbezahlbar!

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Blick auf den Möls See und die Kette der Seekarspitze – Sunntiger – Malgrübler – Haneburger

Wer hier noch nicht genug hat, kann noch den Mölser Berg 2479m in Angriff nehmen. Im stetigen auf und ab leicht zu erreichen –  leider muss man einen Großteil des Weges wieder retour gehen.

Wir genossen an diesem Tag lieber noch einmal die Aussicht von hier oben. Jausnen und schauen kann man ja nie genug!

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Blick in die Stubaier Alpen mit ihren vielen Gletschern

Irgendwann mussten wir uns von der grandiosen Aussicht trennen und zur Lizumer Hütte absteigen. Entlang von Übungs-Schützengräben und Murmeltierbauten muss man den Weg teilweise suchen, aber auch das ein oder andere Murmeltier zeigt dem Wanderer manchmal wo es lang geht – oder eben nicht. 🙂

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Die imposanten Tarntaler Köpfe und der Lizumer Reckner

Ab der Lizumer Hütte führt der Zirmweg in einer knappen ¾ h zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Die schattenspendenden Zirben taten nun wirklich gut. Und auch das ein oder andere Bächlein wurde noch einmal genutzt.

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Der Zirmweg hinaus zum Lager Walchen

 Falls ihr mal wieder in unserer Region unterwegs seid – mit oder ohne Hund – ist diese Runde wirklich empfehlenswert! Die reine Gehzeit beträgt ca 5h, je nach Verweildauer am See kann diese natürlich schnell überschritten werden! 😀

Hinweis: Man befindet sich in militärischem Sperrgebiet – bittet achtet auf Hinweistafeln und checkt vorab die Schießzeiten!