Tag des Denkmals in Absam

Österreichweit öffnen 230 denkmalgeschützte Objekte unter dem Motto „Feuer & Flamme“ bei freiem Eintritt ihre Tore, bieten spezielle Themenführungen und zeigen historische Kulturtechniken wie Salzsieden, Kalkbrennen, Feuervergolden und Schmieden.

Der Tag des Denkmals findet am 27.September 2015 von 10 bis 17 Uhr bei jeder Witterung in St. Magdalena im Halltal statt.Absam_St.Magdalena1_AntonHeufelder_Alpenpark Karwendel

Rund um das prähistorische Salzsieden bei St. Magdalena im Halltal werden am Tag des Denkmals vielfältige Einblicke in die Geschichte des Halltals geboten: Archäologische Grabungen von 2004 bis 2010 konnten Spuren des Salzsiedens im Umfeld von St. Magdalena bis ins 7. – 5. Jahrhundert v. Chr. nachweisen – in einem Versuch am Tag des Denkmals durch die Stadtarchäologie Hall in Tirol, Dr. Alexander Zanesco, sollen diese prähistorischen Methoden der Salzgewinnung erprobt werden.

Ein historischer Streifzug durch den Salzbergbau und das Leben im Halltal – vorbereitet durch Ortschronist Peter Steindl und Museumsleiter Mathias Breit – steht ebenso auf dem Programm der Spezialführungen wie Informationen zu den kunsthistorischen Schätzen und Besonderheiten des Areals. 2013 übernahm die Gemeinde Absam die spätgotische Filialkirche St. Magdalena mit dem ehemaligen Augustinerinnenkloster, dem heutigen Gasthaus, von den österreichischen Bundesforsten und führt seitdem notwendige Infrastrukturverbesserungen und Restaurierungsarbeiten durch.Absam_St.Magdalena2a_GabrieleNeumann_BDA

Nebenbei kann man auch naturkundliche Aspekte des Halltales unter Anleitung von MitarbeiterInnen des Alpenparks Karwendel entdecken.

Anfahrt St. Magdalena: Zu Fuss in ca. 1 – 1,5 h ab dem Parkplatz am Eingang zum Halltal (unbedingt den Historischen Solewanderweg gehen!) bzw. mit dem stündlich von 9 bis 19 Uhr verkehrenden kostenlosen Besuchershuttle

Weitere Informationen unter:

www.tagdesdenkmals.at

Der Tag des Denkmals findet jedes Jahr am letzten Sonntag im September in ganz Österreich statt. Er wird seit 1998 vom Bundesdenkmalamt (BDA) organisiert und ist Österreichs Beitrag zu den European Heritage Days. Zu seinen Zielen zählt, der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung unseres kulturellen Erbes zu vermitteln, dieses erlebbar zu machen und Interesse für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zu wecken.

 

Tag des Denkmals 2014 in Hall in Tirol

„Illusionen“ in unterschiedlichen Facetten
Tag des Denkmals am 28.09.2014 unter dem Motto „Illusion“

In Tirol bieten 11 Orte an 17 Stationen am Sonntag, den 28. September, Interessantes, Ungewöhnliches, Informatives rund um die Bedeutungsinhalte von „Illusion“. Der vom Bundesdenkmalamt organisierte 17. Tag des Denkmals ermöglicht kostenlos den Zutritt zu sonst teils verschlossenen Objekten und Räumen, bietet Spezialführungen und Ausflüge in die Vergangenheit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Illusion“ – laut Duden „1. eine dem eigenen Wunschdenken entsprechende, schöne Vorstellung in Bezug auf etwas, was in der Wirklichkeit nicht oder nicht so ist, 2. eine falsche Deutung von tatsächlichen Sinneswahrnehmungen, 3. eine Täuschung durch die Wirkung des Kunstwerks, das die Darstellung als Wirklichkeit erleben lässt“ – diese Bedeutungsinhalte und Interpretationsmöglichkeiten des heurigen Themas decken die nachfolgenden Programmpunkte ab.

Illusionen mit malerischen Mitteln gilt es in der Angather Pfarrkirche, in einigen Räumen des Stiftes Wilten in Innsbruck, des Festsaals des Schlösslhofes in Axams und des Klosters Thurnfeld in Hall in Tirol zu erleben.

Hall in Tirol – Salesianerinnenkloster Thurnfeld: Landschaftsveduten und Hauskapelle

 Ein überraschender Neufund wurde im Zuge der Adaptierung einiger ehemaliger Klosterräume für die Schulnutzung gemacht. Veduten in spätbarocker Architekturrahmung bieten im zukünftigen Konferenz- und Besprechungszimmer illusionistische Landschaftsausblicke. Gleich daneben befindet sich die Hauskapelle des so genannten „Alten Hauses“ im Salesianerinnenkloster Thurnfeld mit Wand- und Deckenmalereien von Caspar Waldmann und einem Renaissanceretabel von herausragender Qualität. Der 1584 benedizierte Säulenaltar mit Dreiecksgiebel und Seitenflügeln zeigt im offenen Zustand neun Bildfelder mit Szenen aus dem Leben Jesu, an den Flügelinnenseiten sechs Heiligendarstellungen. Die Außenseiten der Altarflügel und die Rückwand des Altarschreines mit den Abbildungen der vier Heiligen Kunigunde, Wolfgang, Andreas und Petrus stammen von Lukas Cranach (um 1520).

Zugänglich nur mit Führung, halbstündlich von 10:00–12:30 und von 14:00–16:30.

6060 Hall in Tirol, Kaiser-Max-Straße 3

Illusionen im Sinne einer Wunsch- oder Idealvorstellung manifestieren sich in der Vorstellung vom intakten Dorfkern in Fließ, in einem Almerlebnis in der Kappler Alpe Dias, in einem barocken Straßenstück zwischen Karrösten und Roppen, welches das Reisen von anno dazumal erlebbar macht oder in der fotografischen Erinnerung an den im 2. Weltkrieg verlorenen Waldmannsaal im Palais Tannenberg-Enzenberg in Schwaz. Eine Illusion blieb auch das Kraftwerksprojekt am Stuibenbach oder der Kirchenbau in Hörbrunn, wo jeweils Ruinen von der einst begonnenen Bautätigkeit zeugen.

bda_Hall KaiserMaxStr3_5 19Denkmalpflegerisch fern jeder Illusion, im Gegenteil, nämlich fundiert und restauratorisch höchst anspruchsvoll wurde in der Widumskapelle in Axams oder der Kapelle von Schloss Bruck in Lienz gearbeitet.

Die Silberstadt Schwaz verschreibt sich dem Entwickeln denkmalpflegerischer Visionen statt Illusionen, z. B. in der Vorbereitung der Außenrestaurierung der Pfarrkirche durch eine Musterachse oder in der Schärfung des Bewusstseins von Einheimischen und Gästen für das vielfach hinter den erneuerten Hausfassaden vorhandene baukünstlerische Erbe aus der Zeit der Gewerken und des Silberbergbaus.

Eines ist ganz sicher eine „Illusion“ – dass die Besucherinnen und Besucher es schaffen, alle Tiroler Programmpunkte an einem Tag zu besuchen….

Wiki loves Monuments – Fotowettbewerb
Zum vierten Mal lädt der internationale Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ im Vorfeld zum Tag des Denkmals alle am kulturellen Erbe interessierten Menschen ein, die in der Wikipedia Österreich in der Denkmalschutzliste österreichischer Denkmale erfassten Objekte zu fotografieren und die Fotos einzureichen. 2013 wurden über 11.000
hochgeladen. Der Fotowettbewerb startet am 1. September, auch heuer warten spannende Preise.

Denkmale neu entdecken, Engagement aufzeigen
Erstmals 1998 organisiert, ist der Tag des Denkmals in Österreich Teil der europaweiten, unter der Patronanz des Europarats stehenden Initiative „European Heritage Days“. 50 europäische Länder feiern dabei die kulturelle Vielfalt des Kontinents. Die neue Website www.europeanheritagedays.com ermöglicht einen vergleichenden Blick auf die Programme.

Das Bundesdenkmalamt erforscht, schützt, pflegt und vermittelt
Denkmale sind einmalige und unersetzbare materielle geschichtliche Zeugnisse, von der Urzeit bis zur Gegenwart. Das Bundesdenkmalamt ist die Fachinstanz, die im gesetzlichen Auftrag das Kulturerbe Österreichs behütet. Sein Ziel ist die Bewahrung des kulturellen Erbes als unersetzliches Kapital für die Zukunft. Die Verantwortung für die Erhaltung der Denkmale lässt sich nur in Zusammenarbeit mit Ländern, Gemeinden, Diözesen, Eigentümer_innen und den vielen hoch spezialisierten Fachleuten wahrnehmen.

Image und Ansehen Österreichs werden erheblich vom großen Reichtum seiner Denkmale geprägt. Denkmalschutz und Denkmalpflege sind auch eine Verpflichtung gegenüber der kulturellen Vielfalt Europas und der Welt. Bewahrung und Instandhaltung der Denkmale bilden einen wesentlichen Faktor für die österreichische Volkswirtschaft. Bei den Bemühungen um Erhaltung und Nutzung der Denkmale versucht das Bundesdenkmalamt stets einen Konsens mit den Denkmaleigentümer_innen herzustellen.
Programm zum Tag des Denkmals 2014 ab Mitte August: www.tagdesdenkmals.at

Tag des Denkmals in der Region Hall-Wattens

Denkmal hat seine Geschichte. Diese unsichtbare Komponente bietet den
Besuchern am heurigen Tag des Denkmals am 30. September 2012 an 15 Standorten
in ganz Tirol besondere Einblicke in unser kulturelles Erbe.

Unter diesem Gesichtspunkt werden sowohl öffentlich zugängliche als auch
normalerweise der Öffentlichkeit verschlossene Objekte präsentiert. Im Mittelpunkt stehen eine landesfürstliche Stadtburg und Münzstätte mit ihrer wechselvollen Geschichte bis zur heutigen Klosternutzung, bäuerliche Objekte als Angelpunkt der Dorfgeschichte und des Dorfbildes, Entdeckungen in Altstadthäusern und Restaurierungen als Teil der jeweiligen Objektgeschichte, interessante Aspekte zur Bahngeschichte Westösterreichs, archäologische Einblicke bis hin zu Orts- bzw. Stadtrundgängen, die unter vielfältigen Blickwinkeln von der Vergangenheit in die Gegenwart führen. Doch nicht nur Objekte können ihre Geschichten erzählen, an einigen Orten wissen auch Bewohner ihre eigenen Geschichten im und mit dem Denkmal zu berichten.

Bei freiem Eintritt erwartet die BesucherInnen an mehreren Orten ein generationsübergreifendes Angebot mit tollen Aktivitäten und abwechslungsreichem Rahmenprogramm.

Wie jedes Jahr bietet auch heuer Hall in Tirol sensationelle Einblicke in Objekte mit
reicher Geschichte: Das Kloster der Töchter des Herzen Jesu im Haller Damenstift
öffnet zum 100-Jahr-Jubiläum ausnahmsweise die Klostertüre für Besucher, die Haller Stadtarchäologie erklärt in der Arbesgasse die Erkenntnisse für Haus- und Stadtgeschichte aus Latrinenfunden und Baubefund. Den ehemaligen Festsaal im Dachboden des Nordosttraktes des ehemaligen Jesuitengymnasiums, heute Volksschule am Stiftsplatz, mit seinen Freskenresten kennt wohl kaum ein Haller.

Das von der Renaissance geprägte Schloss Aschach in Volders, ansonsten im Gegensatz zu Friedberg kaum beachtet, öffnet ausnahmsweise nach umfassender Gesamtrestaurierung seine Pforten für Besucher.

Weitere Informationen unter http://www.tagdesdenkmals.at/tirol/ oder http://www.hall-wattens.at