Die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten: Neue Dimension in Sachen Staunen

2015 ist ein Jahr der Jubiläen: Swarovski feiert sein 120-jähriges Bestehen, und die Swarovski Kristallwelten begehen mit der Wiedereröffnung am 30. April 2015 gleichzeitig ihr 20-jähriges Jubiläum.2013_RieseAußenMorgen_cSwarovski_Kristallwelten

Bereits seit 1995 faszinieren und begeistern die – nach dem historischen Vorbild im Schloss Ambras gestalteten – Wunderkammern das internationale Publikum. 2015 beginnt für diese Faszination eine neue Epoche des Staunens. Neben umfassenden Neuerungen im arten werden auch fünf Wunderkammern von international renommierten Künstlern und Designern wie Lee Bul oder Studio Job vollständig neu gestaltet. Darüber hinaus wird der traditionsreichen Geschichte von Swarovski ein eigener Bereich gewidmet, und auch der Store präsentiert sich mit einem neuen Interieur.

Wenn die Swarovski Kristallwelten am 30. April 2015 wieder ihre Türen öffnen, erwartet die Besucher eine völlig neue Erlebniswelt: Nicht nur die Landschaft um den Riesen hat sich verwandelt, auch die Wunderkammern erstrahlen in neuem Glanz. Die Liste der namhaften Künstler und Designer, die jeweils einen Raum mit ihren Kunstwerken neu bespielen, liest sich wie das Who is who der zeitgenössischen Kunst- und Designszene. Dazu zählen Tord Boontje, dessen Kreationen in Zusammenarbeit mit Swarovski in der Vergangenheit bereits des Öfteren für Aufsehen gesorgt haben, die südkoreanische Künstlerin Lee Bul, das angesagte britische Designerduo Fredrikson Stallard – ebenfalls langjährige Partner von Swarovski – sowie die extravaganten belgisch-niederländischen Designer von Studio Job.
Sie alle verleihen dem historisch gewachsenen Wunderkammerbegriff neues, modernes Leben mit Installationen zwischen Farbexplosionen und kristalliner Fantastik, zwischen märchenhaften Hommagen an die alpine Heimat des Kristalls sowie ungewöhnlichen Abstraktionen derselben.20141007_SKW_KristallweltenErweiterung_cSwarovski_Kristallwelten

Darüber hinaus wird die Unternehmensgeschichte durch die renommierten Museumsgestalter HG Merz im Bereich Timeless mit einem neuen narrativen Leitfaden präsentiert. Der Swarovski Kristallwelten Store wird nach Plänen der s_o_s architekten zu einer großzügigen Einkaufslandschaft umgebaut, für deren Kuppel und Säulen die italienische Traditionsfirma Bisazza ein eindrucksvolles Mosaik fertigt. Auf diese Weise erfährt man das Staunen neu, indem Unerwartetes und nie Gesehenes präsentiert werden – ganz im Sinne des Begriffs „Wunderkammer“, gestern wie heute.

Historie des Staunens
Staunen ist ein machtvoller Zustand. Staunen stellt sich ein, wenn Menschen etwas Unerwartetes erleben, wenn sie Dingen, Wesen oder Stimmungen begegnen, die in ihrer Vorstellung bis dahin nicht vorgekommen sind. Im 16. Jahrhundert verliehen fürstliche Sammlungen dem Staunen eine neue Dimension. Neben Goldschmiedearbeiten, Elfenbein und Holzschnitzereien, Uhren und Automaten, zählten auch Naturalien, Gemälde und Skulpturen zu den kostbaren und seltenen Objekten in Kunst- und Wunderkammern, Kuriositäten- und Raritätenkabinetten. Sie bündelten die Summe des damaligen Wissens über die Welt, und stillten das Verlangen, sich neues Wissen über das Exotische und Fremdartige anzueignen. Nur wenige Sammlungen haben die Zeit überdauert – eine der am besten erhaltenen und berühmtesten befindet sich zweifellos auf Schloss Ambras. Die Ambraser Kunst- und Wunderkammer war schließlich auch die Inspiration, die das Staunen nach Wattens gebracht hat. Der Universalkünstler André Heller hat zum hundertjährigen Jubiläum von Swarovski eine erste Ära des Staunens begründet. Er schuf eine Welt der Wunder, in der die Formensprache und -vielfalt von Kristall auf die Poesie und den Einfallsreichtum großer Künstler und Gestalter trifft. So entstanden 1995 die Wunderkammern des Riesen, die am 30. April 2015 nach großzügiger Erweiterung wiedereröffnen.

Die neuen Wunderkammern
Silent Light von Tord Boontje
Im Zentrum von Silent Light steht der gleichnamige spektakulär funkelnde Kristallbaum „Silent Light“ von den Designern Tord Boontje und Alexander McQueen, der in den Swarovski Kristallwelten eines der am meisten fotografierten Objekte überhaupt ist. Seine 150 000 funkelnden Swarovski Kristalle, mit denen Tord Boontje nun eine vollständige Wunderkammer gestaltet, wecken Bilder einer klirrend kalten, romantischen Winterlandschaft. Gerade im Frühling und Sommer ist diese Wunderwelt mit ihren tanzenden Eiskristallen ein magischer Gegensatz zur Realität vor der Tür. Das Design trägt die typische Handschrift von Tord Boontje, in dessen Arbeit die Natur eine große Rolle spielt. Mit Swarovski verbindet ihn eine langjährige Partnerschaft. So entwarf Boontje den berühmten Luster „Blossom“ für Swarovski Crystal Palace, Schmuckstücke für Atelier Swarovski und die Installation „Winter Wonderland“, die von 2006 bis 2010 bei Swarovski Innsbruck zu sehen war.

Into Lattice Sun von Lee Bul
Für Into Lattice Sun ließ sich die südkoreanische Künstlerin Lee Bul von modernistischer Architektur inspirieren und setzte dies für die Wunderkammer in eine metropolitische, dramatische und utopische Landschaft um. Diese Installation erforscht die Interaktionen zwischen Besucher und Raum. Das bewusst inszenierte Spiel der kontinuierlich changierenden Spiegellandschaft bietet dem Besucher immer neue Illusionen von räumlicher Weite und Tiefe und lädt ein, über sich selbst und seine Position innerhalb des Raumes zu reflektieren. Dieses aus einer Myriade von Kristallen und Spiegeln bestehende Universum ist charakteristisch für Lee Bul, die mit ihrer Performance- und Interaktionskunst in der internationalen Kunstwelt immer wieder zur Diskussionen anregt und sich damit auch gegen die künstlerischen Konventionen in ihrer Heimat stellt. Im Mittelpunkt ihrer Werke steht oft der Betrachter selbst der – dank einer fühlbaren Interaktion – eine Installation betritt oder gar integraler Bestandteil dieser wird. Lee Bul gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen ihrer Generation.

Studio Job Wunderkammer
Für die Studio Job Wunderkammer haben sich die gleichnamigen Designer von nichts anderem als dem Begriff der „Wunderkammer“ selbst inspirieren lassen. Das belgisch-niederländische Designerduo Job Smeets und Nynke Tynagel ist vor allem für den Monumentalismus und die Üppigkeit seiner Kreationen bekannt. In der Studio Job Wunderkammer dreht sich alles um die ganzheitliche, die „totale“ Raumerfahrung. Farbe, Form, Komposition und Konzept sollen den Besucher erst überwältigen und dann faszinieren. Was zunächst wie ein Rummelplatz an überbordender Buntheit aussieht, sind in Wahrheit Abertausende von kleinen Geschichten in Form von Bewegung, Musik, Spiegelungen und kleinen Anspielungen auf die moderne Gesellschaft.

Eden von Fredrikson Stallard
Hinter der Wunderkammer Eden steht die Idee einer Landschaft, die an die stärksten Urinstinkte des Menschen rührt: der Wald. Aber Eden ist kein gewöhnlicher Wald – es ist eine fantastische, archaische Urwelt. An ihrem Eingang stürzt ein mächtiger Wasserfall, der in den umgebenden Alpen gefilmt wurde, auf einer Leinwand in die Tiefe. Er spiegelt sich in den Wänden, und das Tosen des Wassers durchdringt als Hintergrundrauschen die gesamte Wunderkammer. In ihrem Inneren folgt der Besucher einem Pfad durch das Dickicht einfacher, polierter Messingstäbe, das in den verspiegelten Wänden bis zum Horizont zu reichen scheint. In der Tiefe dieses dunklen Waldes trifft der Wanderer immer wieder auf befremdliche, versteckte Schätze in Form der größten Kristalle, die Swarovski je produziert hat. Sie erscheinen wie Leuchtfeuer in der Dunkelheit, wie fremdartige, exotische Vögel, Reptilien, Blüten oder Früchte, die für die gewaltige Schöpfungskraft und den Ursprung des Lebens stehen.

Staunensmomente – von der Magie zum Glamour
Timeless von HG Merz
Im Bereich Timeless wird die Geschichte von Swarovski erzählt und Kristall in allen seinen historischen Facetten beleuchtet. Eine spannende Rundumschau, die von der Gründungsgeschichte des Unternehmens bis zu den magischen Momenten auf Bühne, Leinwand und Laufsteg reicht, stellt Kurioses und Glamouröses neben Nostalgie, Historie und Technologie. „Timeless“ bedeutet hier, den sich wandelnden Zeitgeist von 1895 bis heute zu erfahren und bei der Betrachtung epochemachender Exponate die eigene Zeit zu vergessen. Zuständig für den erzählerischen Spannungsbogen sind das Architekturbüro und die Museumsgestalter HG Merz. Charakteristisch für die Arbeitsweise der Experten für Museumsgestaltung ist der Respekt vor dem Original. Die Ausstellungs- und Museumsgestaltung fühlt sich der mystischen, magiegeladenen Ausstrahlung der Objekte verpflichtet. Ihr Ziel ist es, diese zu ordnen und Bezüge zwischen ihnen herzustellen, den Film im Kopf des Besuchers ablaufen zu lassen und den Bereich Timeless innerhalb der Swarovski Kristallwelten als Ort der intellektuellen Herausforderung zu konzipieren.

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Swarovski Kristallwelten Store verleiht funkelnde Augen
Durch einen multimedialen Shopzugang mit faszinierender Licht- und Toninstallation, konzipiert vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta, werden die Besucher in den Store der Swarovski Kristallwelten geleitet. Die Neugestaltung des Stores durch die Generalplaner s_o_s architekten orientiert sich am Bild eines gewundenen Flusses innerhalb einer Landschaft, die alle Sinne vereinnahmt. Über diese Flusslandschaft spannt sich die spektakuläre Kuppel „The Starry Mosaic Sky“, besetzt mit handgefertigten schwarzen Mosaiksteinen von Bisazza in der innovativen Verbindung mit Swarovski Kristallen. Das traditionelle Kunsthandwerk harmoniert mit dem kristallinen Material auf besondere Weise und bildet eine einzigartige und leuchtende Oberfläche, die sich auch auf den aufwendig gestalteten Säulen abzeichnet.

Alle Infos zu den Kristallwelten gibts auch hier