rundumTHAUR: Neue Ausstellung im Romediwirt

Im Romediwirt in Thaur kann man nicht nur ausgezeichnet essen und trinken – seit kurzem ergänzt eine interessante neue Ausstellung die Vorzüge des Ausflugsgasthofes: „rundumTHAUR“.

Im Obergeschoss des neu erbauten Gebäudes wandert man in abwechslungsreich gestalteten Räumlichkeiten durch 6000(!) Jahre Siedlungsgeschichte in Thaur, zur Thaurer Burg und dem Dorfpatron von Thaur, dem Heiligen Romedius. Außerdem erfährt man mehr über die geheimnisvollen Eulen, die das Gebiet „rundumTHAUR“ besiedeln.

6000 Jahre Menschen in Thaur

Schon in der Jungsteinzeit war Thaur ein beliebter Siedlungsraum. Besonders interessant, aber auch berührend ist zu sehen, dass die Menschen schon in frühen Zeiten Freude an Dingen wie Schmuck, Zierbeschlägen oder schön verzierten Ofenkacheln hatten.

Auch weniger friedliche Gegenstände sind ausgestellt, wie zum Beispiel das Panzerhemd eines Ritters aus dem Mittelalter.

500 Jahre altes Panzerhemd

Besonders interessant sind auch die Mauerreste einer vermutlich ottonischen Burganlage am Kiechlberg, die über 1000 Jahre alt ist. Es dürfte sich hier überhaupt um die erste Burganlage im gesamten Tiroler Raum handeln.

Einer, der auf  Bären reitet

Der Heilige Romedius ist der Sage nach auf einem Bären nach Trient geritten.

Der Heilige Romedius ist in Thaur allgegenwärtig. Nicht nur als Dorfpatron, der der Legende nach auf einem wilden Bären zum Bischof von Trient gereist ist, sondern auch als Namensgeber für die zahlreichen „Romeds“ des Dorfes. Der für viele speziell klingende Vorname wird in dieser Häufigkeit nur in diesem Ort gegeben – aber dafür seit Generationen! In der Ausstellung wird kurzweilig erklärt, was es mit dem Heiligen Romedius auf sich hat und vor allem, wieso er trotz intensiver Recherchen stets ein Mysterium bleiben wird.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde ausführlich über den Dorfheiligen berichtet.

Es „uhut“ im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat die Gestaltung des Schwerpunktes „Eulen“ übernommen, von denen es rund um den Gasthof und im gesamten Gebiet des Naturparks sehr viele gibt. Dabei gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Wusstet ihr, dass sich der Bestand von der größten heimischen Eule, dem Uhu, wieder erholt hat? Er gilt zurzeit nicht mehr als gefährdet. Dies ist umfangreichen Schutzbemühungen zu verdanken.

Der grimmige Blick täuscht: Die Population des Uhus in Österreich hat sich zum Glück wieder erholt.

Interaktiver Outdoor-Rundgang

Die Entdeckungsreise kann im Freien fortgesetzt werden: Hier geht man mithilfe einer kostenlosen „rundumTHAUR“ – Smartphone-App auf eine vertiefende Entdeckungsreise zu den Themen, die im Schauraum präsentiert werden. Kindern erklärt der lustige „Knappe Kunibert“, was auf der Burg damals alles passiert ist.

Info zur Ausstellung „rundumTHAUR“ im Obergeschoss des Romediwirts

Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Barrierefreier Eingang auf der Hinterseite des Hauses

Eintritt kostenlos

 

Kreatives Gemüse: WM-Salatfeld in Thaur

Wenn ihr öfters auf der Strecke von Absam nach Thaur unterwegs seid, habt ihr es vielleicht schon gesehen: Da wächst was – und zwar das kreative WM-Salatfeld!

Es sind sage und schreibe 60 000 Salatköpfe, die eine Willkommensbotschaft für die UCI Straßenrad WM 2018 bilden und damit ZuschauerInnen aus aller Welt begrüßen.

Lollo Rosso- und Kopfsalat bilden zusammen den originellen Schriftzug.

Romed Giner, seines Zeichens Ortsbauernobmann von Thaur, erklärt, wieso das WM-Salatfeld perfekt zum Ort passt: „Die Anbauflächen rund um Thaur werden nicht umsonst der „Gemüsegarten Tirols“ genannt“, schmunzelt er. Die Thaurer Bauern haben mit Unterstützung des Tourismusverbands Region Hall-Wattens das Projekt umgesetzt.

Weiter erklärt er, wieso das Gemüse aus Thaur so besonders gut schmeckt: „Hier wachsen über sechzig verschiedene Gemüsesorten, die ausschließlich mit klarem, sauberem Gebirgswasser bewässert werden.“

Wir Einheimischen wissen, dass Obst und Gemüse aus der Heimat einen besonderen Stellenwert hat. Aber auch für Gäste, die in unsere Region kommen, wird es immer wichtiger, zu wissen, dass ihr Essen auch im Urlaub regionaler Herkunft ist.

Alles zur Kulinarik in der Region

Über das Thaurer Gemüse

Die klimatischen Bedingungen sind auf den Thaurer Anbauflächen für Gemüse ideal: Eine ausgeprägte Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht zusammen mit reichlich Licht ermöglichen ein gesundes Wachstum. Außerdem sind so viele wertvolle Inhaltsstoffe bei dem angebauten Gemüse enthalten – von Salat und Gurken über Paprika und Sellerie bis hin zu exotischen Gemüsesorten wie Artischocken oder Obst wie Melonen. Einen besonderen Stellenwert hat das Radieschen – ihm ist sogar ein eigenes Fest gewidmet!

Beim Radieschenfest, das alljährlich im April stattfindet, feiert man die erste Ernte. (c)Flatscher

Mehr Infos unter www.hall-wattens.at/wm-salat

Abwechslungsreiche Radtour durch die Region Hall-Wattens

Ihr wisst es wahrscheinlich schon: Unsere Region ist offizielle Startregion bei der UCI Rad WM in Tirol von 22. – 30. September 2018. Grund genug, sich selbst in den Sattel  zu schwingen – wie wäre es mit einer Radtour zu allen elf Orten der Region?

Wir starten unsere Tour in Wattens, dem östlichsten Ort der Region. Hier findet man eine der berühmteste Sehenswürdigkeiten Österreichs: Die Swarovski Kristallwelten. Sie sind auch Startort für zwei Rennen bei der Rad WM.

Rennradprofi Annemiek van Vleuten vor einem der Startorte der UCI Rad WM: Den Swarovski Kristallwelten.

In Wattens eröffnet außerdem im Herbst 2018 das neue „Museum Wattens“ mit einer interaktiven Ausstellung und interessanten Exponaten. Entlang des beliebten Innradwegs könnte man gemütlich weiterradeln – doch vorher fordert ein knackiger Anstieg die Wadenmuskeln: Um Wattenberg, das pittoreske Bergdorf zu erkunden, sind schon einige Höhenmeter zu überwinden. Belohnt wird man mit atemberaubenden Ausblicken auf das Inntal und die gegenüberliegende Karwendelkette.

Wattenberg – bekannt für seine bevorzugte Lage

Natur und Kultur nah beieinander

Wer es gemütlich angehen will, der fährt am besten nach Volders. Hier finden sich Natur und Kultur auf engstem Raum wie die bekannteste „Autobahnkirche“ Österreichs, die Karlskirche. Als Burgherr oder Freifrau kann man sich auf den historischen Schlössern Aschach und Friedberg fühlen.

An Prachtbauten wie Schloss Friedberg kommt man in Volders vorbei.

Zurück in Wattens radelt man gemütlich weiter Richtung Fritzens. Der Ort ist bekannt für seine Schnapsbrennerbetriebe sowie für den bunten Blumenschmuck, der im Sommer die Häuser des Dorfes ziert.

Fritzens, das Blumendorf am Karwendelgebirge

Nach dem kleinen Stopp startet man erfrischt zum nächsten Etappenziel:  Während man den Anstieg nach Baumkirchen meistert, wandern die Gedanken zu den Radprofis, die die Strecken mit bis zu 80 km/h absolvieren.

Dorfidyll pur in Baumkirchen

Zum Glück ist nicht das gleiche Tempo gefragt wie bei den Rennen  – als Genussfahrer bleibt einem so mehr Zeit, den charmanten Ort zu bewundern. Viel Vorstellungskraft ist nicht nötig, um zu erkennen, warum das Dörfchen schon in der Bronzezeit ein begehrtes Siedlungsgebiet war. Umgeben von saftigen Wiesen und Wäldern, genießt man an vielen Plätzen eine herrliche Aussicht auf das Inntal, das einem hier scheinbar zu Füßen liegt.

Rauf ins Karwendel

Jetzt geht es noch einmal ordentlich bergauf, auf das Hochplateau mit dem Ort, bei dem der Name Programm ist: Gnadenwald ist wirklich „begnadet“  – sei es ob der besonderen Lage, der atemberaubenden Natur oder der zahlreichen Kirchen und Kapellen. Für ambitionierte Radler führt eine serpentinenreiche Straße vom Ortsteil Sankt Martin hinauf zur Hinterhornalm.

Tipp: Wem es mit dem „normalen“ Bike zu anstrengend ist, leiht sich einfach bequem ein E-Bike aus.

Der Abstecher auf die Hinterhornalm ist anstrengend, wird aber mit einem wunderschönen Panorama belohnt.

Von Gnadenwald geht es entlang der offiziellen WM-Strecke dann Schlag auf Schlag: Auf Mils, einem liebenswürdigem Dorf, folgt sogleich Hall in Tirol, die bekannte Mittelalterstadt, das auch das Ziel der Radtour ist. Doch zuerst geht es weiter an den historischen Gebäuden und einladenden Geschäften, weiter nach Absam und Thaur.

Fahren auf der original WM-Strecke von Absam nach Thaur mit der Marienbasilika im Hintergrund

Während die Radprofis sicher keine Zeit haben, die ausladenden Gemüsefelder und die malerische Schlossruine in Thaur oder die imposante Wallfahrtskirche in Absam zu bewundern, hat man als Hobbyradler vielleicht sogar noch die Zeit, einen Abstecher ins Halltal zu machen. Es ist für Kletterer, Wanderer und Mountainbiker gleichermaßen Startpunkt für vielfältige Touren in den Naturpark Karwendel.

Wenn man dann, zurück in Hall, am Oberen Stadtplatz bei Kaffee und Kuchen sitzt, wird vielleicht bereits die nächste Tour geplant.

Kaffeepause in der Altstadt von Hall in Tirol

Ein mögliches Ziel: Tulfes am Fuß der Tuxer Alpen. In dem Dorf, das seinen bäuerlichen Charakter charmant bewahrt hat, kann man wunderbar aktiv ausspannen. Und ist dann bereit, wenn es wieder heißt: Auf die Plätze, fertig,- und rauf aufs Rad!

Tulfes: Lohnenswertes Ziel für Radausflüge

Alle Infos zum Radfahren und Mountainbiken gibt es unter: www.hall-wattens.at/bike

Das geheimnisvolle Voldertal

Das Voldertal versteht nicht zu protzen. Was das Tal bietet, stellt es nicht in die Auslage. Doch es ist ein Tal voller Geheimnisse. Wir wollen hier einigen Geheimissen nachgehen.

Das Voldertal mündet in Volders mit der Rafflerschlucht in das Inntal. Oberhalb der Schlucht bewacht das 800 Jahre alte Schloss Friedberg den Eingang zum  Tal.

In einem leichten Linksbogen zieht das Tal bis zum 2.479 Meter hohen Naviser Jöchl in die Tuxer Alpen hinein. Massentourismus ist im Voldertal ein Fremdwort. Daher gibt es zwar viele Almen, es sind aber Almen im ursprünglichen Sinn und keine Gastwirtschaften.

Auf den Almen im Voldertal wird im Sommer Vieh gehalten, meistens Rinder, aber auch Schafe oder Ziegen. Vielen Steigen im Voldertal sieht man an, dass sie nur selten begangen werden. Oft sind es nur Steigspuren, die mehr oder weniger deutlich durchs Gelände führen und manchmal auch kaum markiert sind. Eine gute Wanderkarte ist gerade im Voldertal eine große Hilfe.

Anhand von drei Wanderungen im Tal möchte ich ein paar Eindrücke von diesem Tal vermitteln. Die erste Wanderung ist einfach, die zweite erfordert Trittsicherheit und eine gewisse Ausdauer, die dritte ist ein Ausflug in den weglosen hochalpinen Bereich. Auch wenn das Gelände dort nicht wirklich schwierig ist, verlangt diese Tour alpine Erfahrung und Orientierungsvermögen.

Spuk auf der Stiftsalm

Eine einstündige Runde über die Stiftsalm bietet uns einen ersten Eindruck vom Voldertal. Wir starten beim Gratis-Parkplatz gleich hinter dem Volderwildbad. Jahrhundertelang haben Gäste das Volderwildbad  besucht, um Ruhe und Heilung zu finden, ehe das Bad 1965 geschlossen wurde. Heute ist das Ensemble mit der Kapelle zu den Heiligen Ärzten Kosmas und Damian renoviert und ein beliebter Ort für Hochzeiten.

Vom Parkplatz nehmen wir für einen halben Kilometer die Straße in Richtung Windegg, ehe uns ein Steig links zurück in den Wald hinaufführt. Nach wenigen Metern sehen wir rechts im Fels eine Grotte mit Schutzengeln.

 

Der Weg zieht weiter vorbei an mit Farnen und Moosen bewachsenen Felsblöcken, bevor er sich zu einem Karrenweg verbreitert. Bald darauf erreichen wir die gewellten Wiesen der Stiftsalm. Bei der Alm fällt besonders die Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes mit ihrem Zwiebeltürmchen ins Auge.

Die Stiftsalm und ihr Oberleger waren bis ins 16. Jahrhundert ganzjährig bewirtschaftete Höfe. Dann kaufte das Haller Damenstift die beiden Höfe und machte aus ihnen Almen, um das Stiftsvieh versorgen zu können. Die Stiftsdamen dürften aber nicht den besten Ruf gehabt haben. Eine Sage berichtet von einer geizigen Äbtissin, die es den Sennen und Sennerinnen streng untersagte, Bettlern auch nur das Geringste zukommen zu lassen. Besser sollten sie es den Schweinen vorwerfen. Schon kurz nach ihrem Tod soll die Äbtissin auf einem weißen Schimmel reitend auf der Stiftsalm erschienen sein. Auch in späterer Zeit soll es auf der Alm immer wieder spukhafte Erscheinungen gegeben haben, so war etwa immer wieder vom Stiftsgeist die Rede.

Wenn die Alm bewirtschaftet ist, können wir uns hier mit frischer Milch stärken, ehe wir dem Fahrweg noch ein paar hundert Meter taleinwärts folgen und dann über die Voldertalstraße wieder zum Volderwildbad hinausspazieren.

Im Herzen des Voldertals

Bei dieser zweiten Wanderung besuchen wir das Herz des Voldertals, die mystische Waldlichtung Schwarzbrunn und die Gwannalm darüber.

Auf der Voldertalstraße können wir vom Volderwildbad noch einige Kilometer taleinwärts mit dem Auto fahren, weil wir beim letzten Bauernhaus vor dem Volderwildbad vier Euro Maut in den Automaten geworfen haben. Die Fahrt bis zum Parkplatz Nößlach erspart eine Stunde Gehzeit. Zehn Gehminuten unterhalb vom Parkplatz liegt übrigens direkt am Bach die Voldertalhütte der Naturfreunde, die von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet ist und in der man auch nächtigen kann.

Vom Gatter beim Nößlachparkplatz gehen wir eine halbe Stunde taleinwärts bis zum Schwarzbrunn. Für mich schlägt hier das Herz des Voldertals. Die vom Voldertalbach durchflossene Waldlichtung ist übersät mit Felsbrocken. Mit Flechten bewachsene Wurzelstöcke ragen in die Luft, dazwischen fließen kleine Bäche dahin, an denen im Frühsommer Dotterblumen ihre gelbe Pracht entfalten.

Früher mag hier ein See gelegen sein, zumindest weiß die Sage vom Glungezerriesen von einem zu berichten. Aus Rache über seine verschmähte Liebe schob der am Glungezer hausende Riese den Königspalast mit seinem König und vier liebreizenden Töchtern mit einer riesigen Steinlawine zu Tal. In Mondnächten sollen die ertrunkenen Königstöchter über dem See geschwebt sein. Der Riese hingegen hat sich ob seiner Tat selber verwunschen und als Zwerg in den See gestürzt.

 Vom Schwarzbrunn folgen wir dem Steig zum Klausboden hinauf, dort überqueren wir auf einer Eisentraverse den Voldertalbach und wandern weiter zur Gwannalm. Fünf Minuten vor der Gwannalm führt rechts der Weg wieder zurück zum Schwarzbrunn hinunter. Bevor wir den schmalen Steig zum Schwarzbrunn nehmen, schauen wir noch kurz hinüber zur Alm.

Oberhalb der kleinen Hütte donnert der Gwannalmbach talwärts. Unterhalb vom Wasserfall balancieren wir auf Steinen über den Bach um zur kleinen Almhütte zu gelangen.

Wer fit ist und genug alpine Erfahrung hat, kann von der Gwannalm auf das Rosenjoch hinaufsteigen, der mit 2.796 Metern höchste Gipfel im Voldertal. Der Weg durch das Gamskar ist gut markiert, stellenweise gibt es aber nur Steigspuren. Noch vor etwa 150 Jahren lag hier der größte Gletscher der Tuxer Alpen. Der Sage nach ist das Rosenjoch der Sitz einer Eisgöttin.

Sind wir wieder beim Schwarzbrunn zurück, empfehle ich, auf der rechten Seite des Voldertalbachs ein Stück hinunterzuwandern. Nach einem kurzen Waldstück sehen wir links bei der Mündung des Melchmahderbachs einen gespaltenen Felsblock. Der Spalt ist gerade so breit, dass man sich hineinstellen kann. Wer das macht, wird Zeuge, wie sich das helle Rauschen des Baches in ein dumpfes Grollen verwandelt. Über einen Karrenweg kommen wir von hier einfach wieder zum Schwarzbrunn-Forstweg hinauf.

Ein ungewöhnlicher See

Doch nicht alles im Voldertal ist über Steige erreichbar. Im hintersten Voldertal gibt es einen geheimnisvollen See, der bergseitig abfließt. Über eine kleine Felsklippe rinnt sein Wasser in einen danebenliegenden Bachlauf, um gemeinsam mit dem Bach an Ort und Stelle zu verschwinden. Unterirdisch bahnt sich das Wasser seinen Weg talwärts und kommt erst ein gutes Stück weiter unten wieder ans Tageslicht.

Der See liegt oberhalb der Melkböden, die wir über die Steinkasernalm auf einem Fahrweg erreichen. Steinkasern ist ein Almdorf mit vielen kleinen Hütten. Über den Sommer sind in einem Brunnen ein paar Kisten mit Bier, Radler und Limo gekühlt und wir können uns zu einem moderaten Preis selber bedienen. Um zum See zu kommen, folgen wir vom Stall auf den Melkböden einem Karrenweg etwa 200 Meter in südliche Richtung und steigen dann links durch steile Wiesen zu dem See hinauf.

Wenn wir vom See noch eine knappe Viertelstunde weiter durch das Tal in Richtung Osten hinaufgehen, kommen wir zu dem aufgelassenen Bergbau im Eisenkar. Noch heute zeugen die Überreste einer Knappenhütte, ein verschütteter Stolleneingang und Ansammlungen von rotem Eisenerz am Boden von der Arbeit der Bergknappen. Sie haben hier vor etwa 200 bis 300 Jahren Eisenerz aus dem Berg geholt und es auf den heute noch sichtbaren Stellen zerkleinert und vom tauben Gestein getrennt.

Die drei Vorschläge mögen eine Inspiration sein, um selber im Voldertal auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich mache das immer wieder und berichte davon auf meinem Blog www.voldertal.at.

Das kleine Wunder Holunder mit Rezept für Holundersaft

Wieso der Holunder ein kleines Wunder ist? Weil er vielseitig verwendbar ist, traditionsreich – und eine Nutz-, Heil- und Zierpflanze, die jeder kennt!

Aus Holunder lassen sich die verschiedensten kulinarischen Köstlichkeiten zaubern, egal ob aus Blüten oder Beeren. Holundersekt, Holundersirup, Holerstrauben, Marmelade, Holerkoch, Likör, Blütengelee oder die getrockneten Blüten als Heilmittel.

Am beliebteste ist wohl der „Holersirup“ und der Holunderblütentee. Die Blüten enthalten Flavonoide und ätherische Öle. Der Holersirup ist ein erfrischendes Sommergetränk, der Tee wirkt schweißtreibend bei fieberhaften Erkältungen und lindert Reizhusten.

Holundersträucher sind  auch hervorragende Pollenlieferanten für Wild- und Honigbienen , Käfer und  Insekten, ebenso ein wertvolles  Nährgehölz für viele Vogel- und Säugetierarten – eben ein kleines Wunder!

Holunderblütenrezepte gibt es viele – ich darf euch heute mein Rezept, überliefert von meiner Großmutter,  vorstellen:

Zutaten für 3 Liter Holunderblütensirup („Holersaft“)

2 l Wasser, 16 Holunderblüten, 10 dag Zitronensäure,  2,5 kg Zucker, 1 Biozitrone, eventuell Minze oder Zitronenmelisse

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Für die Zubereitungs des Holundersaft die gesammelten Holunderblüten sowie Zitronenmelisse wenn möglich bei Sonnenschein ernten, da durch die Wärme sich das Aroma besser entfalten kann! Blüten nicht waschen.

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Blüten, Minze, in Scheiben geschnittene Biozitrone und Wasser in eine Schüssel geben und mit einem Tuch zugedeckt 24 Stunden stehen lassen.

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Nach 24 Stunden  alles durch ein Leinentuch abgießen, zum Schluss die Masse ( Blüten, Minze, Zitrone) im Tuch fest ausdrücken.

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Zur leicht gelblichen, gut duftenden Flüssigkeit den Zucker und die Zitronensäure dazugeben und immer wieder umrühren,  bis sich der Zucker komplett auflöst.

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Danach wird der Sirup in Flaschen abgefüllt.

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Fertig ist das köstliche, erfrischende Sommergetränk! Wer möchte kann zusätzlich noch unbehandelte Lavendelblüten oder auch Rosenblätter ins Glas geben!

Ich wünsche euch gutes Gelingen!

 

Auf Entdeckungsreise mit Kindern im Halltal

Kinder lieben die Natur und sind am liebsten draußen unterwegs. Für sie ist es der ideale Entwicklungsraum. Deshalb haben wir am Sonntag mit unseren Zwillingen das Halltal im Naturpark Karwendel erkundet. Zugegeben nicht das gesamte Tal, denn es gab bereits im unteren Abschnitt so viel zu entdecken und erleben, dass wir für die gesamte Halltallänge vermutlich eine gesamte Woche gebraucht hätten. Und so beschränkte sich unsere Tour vom Halltal – Eingang bis zur Bergerkapelle, von dort nahmen wir rechts den kurzen, etwas steilen Weg hinunter zum Halltalbach, überquerten diesen und folgten dem Wanderweg bis hinunter zum Besinnungsweg. Von dort aus ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber alles der Reihe nach:

Spielplatz am Halltal-Eingang

Am großen Parkplatz angekommen und aus dem Auto gesprungen, haben Mathilda und Adele natürlich sofort den Spielplatz entdeckt und in Beschlag genommen.

Brücke

Und so hieß es zuerst einmal verweilen und den Blick auf die imposante Bergkette des Bettelwurfmassivs bzw. auf der gegenüberliegenden Südseite die Tuxer Alpen zu genießen. Der Spielplatz ist im Vergleich zu anderen bewusst minimalistisch gehalten. Wasser und Holz sind die Hauptelemente, die ihn ausmachen und dadurch das Naturjuwel Halltal widerspiegeln soll. Schließlich waren es in der Vergangenheit Wasser und Holz, die den Salzbergbau im Halltal massiv mitbestimmt haben. Zahlreiche Schautafeln informieren den interessierten Besucher über Geschichte, Natur, Berghütten etc.

Information am Eingang

Information am Eingang

Links unterhalb der Brücke gibt es ein tolles Wasserspiel mit verschiedenen Bahnen, Wasserrädern sowie einen Bereich zum Sandspielen.

Wasserspiel 1

Das tolle Wasserpiel lädt zum Plantschen ein.

Im oberen Teil des Spielplatzes lädt vor allem das Kneippbecken zum Plantschen ein – hier können auch Erwachsene ihre müden Wanderfüße in das kühle Nass tauchen.

Kneippbecken 1

Wie gemacht für müde Elternfüße….

In der Sprungbahn der Olympiasieger können sich größere Kinder im Weitsprung üben.

Sprungbahn 2

Adele hat es für ihr Sandspiel „zweckentfremdet“ 🙂

Ein Holzzug mit Glocke, unterschiedliche Klettermöglichkeiten und Balancierbalken aus Holz sowie ein von Kindern gestaltetes Insektenhotel runden das Angebot noch zusätzlich ab.

Jausenstation für Minis

Obwohl erst knapp eine Stunde vergangen ist, haben die Kleinen bereits Hunger – aber klar: entdecken macht hungrig. Obwohl es genügend Sitzgelegenheiten gibt, haben sich unsere Kinder für das kleine Holzhäuschen entschieden, und wollen dort ihre Jause verzehren.

Jausenstation für Minis

Jausenstation für Minis

Nachdem wir wieder gestärkt sind, geht es mit der eigentlichen Entdeckungsreise los. Wuchernde Sträucher, hohe Bäume, Tannenzapfen, raschelndes Unterholz, Blumen und vor allem der Halltalbach mit seinem kristallklaren Wasser lässt die Kinder in ihre Welt – die der Natur – eintauchen. Auch wenn Spielplätze toll und unverzichtbar sind, so ist es doch die Natur selbst, die den perfekten Spielort für Kinder ausmacht.

im Wald

Der kurze Steig führt zum Bach.

Entlang des asphaltierten Weges bis zur Bergerkapelle folgen wir einmal einem kurzen Steig, der uns zum Bach hinunter bringt. Unten angekommen, entledigen sich Mathilda und Adele natürlich sofort ihrer Schuhe und Socken und wollen das Wasser erkunden.

Füße Adele

Ui, ist das kalt!

Eiskalter Wasserspaß

Doch sie merken schnell, daß trotz der fast sommerlichen Temperaturen an diesem wunderschönen Maitag, das Wasser bitterkalt ist. Aber dies tut der Freude keinen Abbruch. Nur unser Hund freut sich über die erfrischende Abkühlung und will das Bachbett nicht mehr verlassen.

Sonnenhut u Bach

Den Badespaß heben wir uns für den Hochsommer auf.

Nach diesem Zwischenstopp „klettern“ wir wieder hinauf Richtung Straße und gehen weiter bis zur Kapelle. Dort zweigen wir rechts in den Weg ab, der uns auf die östliche Bachseite bringt. Von dort geht es hinab zum Besinnungsweg und zurück zum Ausgangspunkt.

Unsere müden Mäuse freuen sich nun auf eine Kugel Eis und schlafen heute Nacht bestimmt sehr gut. 🙂

Brunnen Halltal

Eine willkommene Erfrischung am Brunnen

Woche der Artenvielfalt – Raus in die Natur!

Während der Woche der Artenvielfalt vom 14. bis zum 22. Mai 2018 finden zahlreiche Aktionen im größten Naturpark Österreichs statt.
Der Tag der Artenvielfalt ist ein wichtiger Tag zum Nachdenken, Aufrütteln und Mitmachen: Schließlich geht Naturschutz uns alle etwas an – und die unglaubliche Vielfalt von Tiere und Pflanzen zu erhalten, sollte uns am Herzen liegen.
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Woche der Artenvielfalt
Das Team des Naturpark Karwendel hat ein tolles, abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt – die Woche der Artenvielfalt.NPK_WALD_Sperlingskauz_W.Kühn_NPK_preview

Angefangen vom traditionellen Saisonauftakt am Haller Stadtplatz über interessante Vorträge bis zu kostenlosen geführten Naturexkursionen rund ums Karwendel.

Freitag, 18. Mai 2018: Den Naturpark auf dem Teller

Ein kulinarischer und naturkundlicher Gaumenschmaus bildet den Auftakt zur Woche der Artenvielfalt

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Am 18. Mai  ab 19 Uhr wartet im Gourmet-Hotel Karwendel in Pertisau eine kulinarische Reise durch die verschiedenen Höhenstufen des Naturparks auf Euch, vom Fluss unten im Tal bis in die Felsregion, aufgelockert durch naturkundliche „Zwischengänge“ serviert durch Hermann Sonntag, GF und Biologe des Naturparks. Ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus!Das Menü gibt es hier.
Eine Reservierung unter 05243 5284 ist erforderlich.

Samstag, 19. Mai 2018: Saisonauftakt im Naturpark Karwendel

Der Naturpark startet wieder in die Saison – traditionell mit der Veranstaltung „Der Naturpark zu Gast in Hall“.

Am 19. Mai 2018 ist der Naturpark Karwendel von 9 bis 13 Uhr mit einem kunterbunten Angebot für die ganze Familie im Bachlechnerpark in Hall vertreten. Ebenso abwechslungsreich sind die zahlreichen Partner, die auch dieses Jahr wieder mit dabei sind: die anderen vier Tiroler Naturparks, das Tiroler Steinöl, der Schindelmacher Astner, die Bergwacht und das Waldmobil der Bundesforste uvm. Um das leibliche Wohl sorgen sich die Engalm-Bauern mit ihrem ausgezeichneten Käse vom Großen Ahornboden, BIO vom BERG und die Pfeishütte mit regionalen Köstlichkeiten sowie unser Partner AlpPine Spirits mit ihrem Latschenlikör – der ersten Naturparkspezialität aus der Region! Neu dabei ist Swaroski Optik mit ihrem brandneuen Erlebnis-Truck.

Tipp: Die Veranstaltung soll möglichst ressourcenschonend durchgeführt werden. Ach du  kannst einen wesentlichen Beitrag zu diesem nachhaltigen Event leisten. Beispielsweise durch Anreise per Bus/Bahn oder mit dem Fahrrad. Alle Informationen dazu findest du unter www.karwendel.org/anreise.

Donnerstag, 17. Mai 2018:  Vortrag „Bäume“

Vortrag mit Dr. Erwin Thoma um 19:30 Uhr im Naturparkhaus Hinterriß

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Wussten Sie, dass die Inhaltsstoffe des Holzes von jedem persönlich als Schutz gegen Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden können und ausgerechnet die Baukunst der Ameisen das Modell für Passivhäuser ohne Dämmstoff und Haustechnik liefert? Erleben Sie Dr. Erwin Thoma bei diesem besonderen Vortrag und erfahren Sie Spannendes aus der Welt der Bäume und des Massivholz-Bauens.

Anmeldung erforderlich; Eintritt 10 €

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Freitag, 25. Mai 2018: Schmuckkästchen Karwendel

Vortrag mit Hermann Sonntag und Franz Straubinger um 19:30 Uhr im Romediwirt Thaur

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Vom Jagdgebiet Kaiser Maximilians zum größten Naturpark Österreichs – eine bildhafte Zeitreise, präsentiert von Hermann Sonntag und Franz Straubinger.

Blick ins Naturschutzgebiet Karwendel

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Ab Sonntag, 20. Mai 2018: Geführte Wanderungen

Ab dem 20. Mai finden täglich geführte Wanderungen für interessierte Einheimische und Gäste statt, die kostenlos angeboten werden. Ziel ist es, die Naturschätze vor der Haustür rund ums Karwendel auf den Wanderungen erlebbar zu machen. Die Angebotspalette reicht dabei von Nature Watch entlang der Karwendelschlucht über eine Alpenkräuterwanderung auf die Grasbergalm bis hin zur Steinadlerbeobachtung am Achensee.

Alle Termine der geführten Wanderungen findet ihr hier.

Zum Tag der Artenvielfalt:

Der Tag erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über Biologische Vielfalt erzielt wurde. Dieses Übereinkommen wurde im Rahmen des „Erdgipfels“ im Juni 1992 in Rio de Janeiro zur Unterzeichnung vorgelegt. Heute ist es mit über 190 Vertragsstaaten eines der erfolgreichsten Übereinkommen der Vereinten Nationen. Der Internationale Tag der Artenvielfalt steht am Ende der Woche der Artenvielfalt, in der es über 250 Veranstaltungen zum Naturerleben in Österreich gibt.

Da ist was los! Vorschau Veranstaltungen 2018

In der Region Hall-Wattens ist stets für Abwechslung gesorgt. Dieser Artikel gibt euch einen kurzen Ausblick auf Vereinsfeste und große Sport-Veranstaltungen im Sommer und Herbst 2018.

Vereinsfeste

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15.06. – 17.06.18              Vereine Dorffest in Tulfes mit Highland Games

Das Tulfer Dorffest erfreut sich seit eh und je großer Beliebtheit. Dieses Jahr finden außerdem die „Highland Games Tulfes“ statt. Hier werden in verschiedenen kernige Disziplinen wie Fasslrolen, Baumstamm werfen oder Seilziehen die jeweiligen Sieger Innen ermittelt. Ein tolles Spektakel für das Publikum!

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Das ausführliche Programm gibt es hier.

23.06. – 24.06.18              Bezirksschützenfest Baumkirchen

Die Schützen des Schützenbezirkes Hall i.Tirol veranstalten an zwei Tagen ein Fest mit vielen Attraktionen und Musik.

29.06. – 01.07.18              Bezirksmusikfest Thaur

Bei diesem großen Musikfest wird das 225-Jahre-Jubiläum der Musikkapelle Thaur gefeiert.

(c)Studio für Fotografie

(c)Studio für Fotografie

30.06. – 01.07.18              Fest der Vereine Volders

Beim Fest der Verein in Volders präsentieren sich die Vereine des Ortes mit einem abwechslungsreichen Programm zum Mitmachen sowie Standln mit g’schmackiger Kulinarik. Am Samstag spielen die „Mooskirchner“ und am Sonntag gibt es einen Frühschoppen.

17.08. – 18.08.18              Dorffest Absam

Beim Dorffest in Absam, das im Zweijahres-Rythmus stattfindet,  wird eine bunte Mischung aus Musik, Attraktionen und Kulinarik geboten.

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14.09. – 16.09.18              Bezirkstrachtenfest Thaur

Zwei Tage lang lädt Thaur zum Bezirkstrachtenfest ein.

Großveranstaltungen im Sport

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26. 05. 18                          Raiffeisen Halbmarathon Hall-Wattens

Start – und Zielgelände: Bachlechnerstraße
13 bis 20 Uhr

Die Strecke des Raiffeisen Halbmarathon Hall-Wattens führt von der Haller Altstadt den Inn entlang bis nach Wattens und über die Dörfer wieder zurück nach Hall, wobei es auf der abwechslungsreichen Strecke auch einige Höhenmeter zu bewältigen gilt.

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16.09.18                       Raiffeisen Turmlauf Hall in Tirol
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486 Meter, 2 Türme, 1 Tunnel und 590 Stufen: es gilt den bekannten Haller Münzerturm – das Wahrzeichen der Stadt Hall in Tirol – und den gegenüberliegenden Medienturm in Bestzeit zu „erlaufen“. Spannung verspricht auch der Feuerwehrlauf, bei dem fitte Feuerwehrmänner in voller Montur den Münzerturm bezwingen. www.turmlauf.at
9 bis 18 Uhr
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22.09. – 30.09.18       UCI Straßenrad – WM 2018

Im September 2018 werden die UCI Road World Championships – das sich jährlich wiederholende Top-Event im internationalen Straßenradsport – in Tirol zu Gast sein. Mehr als 1.000 Athleten werden an acht spannenden Wettkampftagen im Einzel- und Mannschaftszeitfahren sowie im Straßenrennen an den Start gehen. Mehr

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17.11. – 18.11.18       Österreichische Turnmeisterschaften in Wattens

Der Allgemeine Turnverein Wattens organisiert die Österreichische Meisterschaft in der örtlichen Sporthalle. Es werden rund 700 Turnerinnen und Turner aller Altersklassen erwartet, die in spannenden Wettkämpfen um die Titel turnen.

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Turnhalle Wattens (c)turn10

Haller Bauernmarkt reloaded

Ab 24. März rückt er nämlich stärker ins Zentrum des Oberen Stadtplatzes -auf den „Hauptplatz“ zwischen Apotheke und Stubenhaus. Und kann dort weiter wachsen. Dass mehr Platz schon seit einiger Zeit dringend benötigt wird, ist sonnenklar:
„Über die Jahre sind wir einfach größer und größer geworden“, erklärt Hildegard Posch von der ARGE Bauernmarkt. „Vor allem wegen der Produktvielfalt, die deutlich zugenommen hat.“

Ein weiterer Vorteil des geändertes Standorts: Es besteht künftig freie Sicht auf das prächtige Haller Rathaus. „Viele Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen allein auf den Bauernmarkt“, sagt Werner Nuding, Obmann des Tourismusverbands Region Hall-Wattens. „Sie wollen auch das Ambiente in der Altstadt erleben und verweilen.“ Jetzt kann man gemütlich in einem der Lokale sitzen, das Treiben

beobachten und genießen.

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Beliebt ist auch die „Sommeröffnungszeit“ des Haller Bauernmarkts: Von März bis November ist er jeweils von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet.

Viele Menschen kommen vor allem wegen des familiären Klimas zum Haller Bauernmarkt. „Die Kunden wissen viel über uns und wir wissen viel von ihnen“, lacht Hildegard Posch. „Wir haben halt alle gerne Zeit für einen Plausch und wir verstehen uns untereinander sehr gut. Das schätzen die Leute genauso wie die Qualität unserer Produkte.“

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Nur lokale Produkte bester Qualität

Bei der Auswahl neuer Produkte oder Anbieter geht die ARGE Bauernmarkt nach sehr strengen Richtlinien vor. So müssen alle Produkte, die angeboten werden, von Bauern aus der Region stammen. „Jeder der hier verkauft, muss selbst produzieren“, stellt Hildegard Posch klar.

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Das Sortiment wird dabei, wie schon erwähnt, stetig erweitert: So gibt es seit rund zwei Jahren ein Frischfleisch-Angebot sowie frischen Fisch aus der Umgebung.
Seit Kurzem gibt es beim Bauernmarkt auch so genannte Tiroler Bio-Mandelpilze – bekannt auch als Götterpilze – aus Volderwald. „Sie zeichnen sich durch Gourmetqualität aus“, erklärt Petra Apltauer vom Moserhof in Volderwald. „Es sind die einzigen Pilze, die man auf Grund ihres Mandelaromas auch für Süßspeisen verwenden kann.“ Zudem enthalten sie viele wertvolle Inhaltsstoffe.

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Haller Bauernmarkt
Oberer Stadtplatz Hall in Tirol
Sommeröffnungszeiten (März bis November): jeden Samstag, 9:00 bis 13:00 Uhr

Mehr Infos zum Haller Bauernmarkt

Beim Bauernmarkt am Samstag, den 24. März warten auf die Besucher außerdem ein Gewinnspiel mit Glücksrad und Live-Musik von den „Zsommgschwoaßt’n“ aus Absam.

Weitere Bauernmärkte und Bauernläden findet ihr hier.

Haller Rathaus – Luft schnuppern

Wie schaut das Haller Rathaus von innen aus? Wo arbeitet die Bürgermeisterin? Und wer ist Sigmund der Münzreiche? Diese Fragen werden am Samstag, den 17. März 2018 beim Tag der Offenen Rathaustür in Hall in Tirol beantwortet.

Haller Rathaus

Haller Rathaus

Rathaus mit lebendiger Geschichte

Das historische Rathaus der Stadt Hall blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das betrifft sowohl die baulichen Einflüsse der verschiedenen Epochen, als auch die Funktionen des Gebäudes. Und besonders die Menschen, die dieses Rathaus geprägt haben. Einer alten Tradition der Gastfreundschaft folgend, lädt Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch am Samstag, 17. März 2018, herzlich zur Besichtigung des Rathauses ein. Die historischen Räumlichkeiten sind an diesem Tag frei oder mit Führung zugänglich.

Sigmund mit dem vielen Geld

Christof Habringer alias Sigmund freigestellt

Erzherzog Sigmund (geb. 1427, gest. 1496), auch „der Münzreiche“ genannt, war mit der Stadt Hall auf besondere Weise verbunden. Seine Saline (=Salzstätte) lag nahe der Stadt, Hall war militärisches Bollwerk und politsches Zentrum, es wurden hier Silbermünzen mit Silber aus Schwaz geprägt und auch seine bedeutende Münzreform ist untrennbar mit Hall in Tirol verbunden.

Außerdem sorgte Sigmund mit seinem Schaffen für eine Blütezeit der Stadt: In kaum einer nachfolgenden Epoche erlebte sie einen Bauboom wie in den Jahrzehnten seiner Regentschaft. Wohl in keiner nachfolgenden Epoche hat die Stadt auch mehr in ihre Infrastruktur investiert. Es wurden zum Beispiel die Gassen gepflastert, die Wasserversorgung ausgebaut und auch die Stadt umfassend befestigt.

Zu dieser Zeit erhielt auch das Rathaus seine heutige Gestalt. Hier feierte der Landesfürst nicht nur manches Fest, auch wird zu solchen Anlässen manch weitreichende Entscheidung gefallen sein.

Vortrag über Sigmund und das Rathaus

Mehr über Sigmund den Münzreichen und die wechselvolle Historie des Haller Rathauses erfährt man am Samstag, 17. März. Weiter informieren bei den Führungen Stadthistoriker Mag. Dr. Alexander Zanesco und Mag.a Sonja Fabian vom Stadtmuseum Hall.

Wer das Rathaus lieber auf eigene Faust erkunden will, dem stehen Schautafeln mit allerlei Wissenswertem als Hilfestellung zur Verfügung. Außerdem kann man selbst eine Münze auf einer historischen Prägevorrichtung (Hammerprägung) eigenhändig prägen.

Offene Rathaustür am Samstag, den 17. März 2018 von 9 bis 14 Uhr
Die historischen Räumlichkeiten des Rathauses sind frei und mit Führung zugänglich.

Kostenlose Führungen: 10 / 11 / 12 / 13 Uhr (Treffpunkt im Innenhof des Rathauses)