Yoga beim Riesen der Swarovski Kristallwelten

Noch bis zum 12. September 2015 gibt es in den Swarovski Kristallwelten in Wattens verlängerte Öffnungszeiten (bis 19:30 Uhr, Donnerstag bis Samstag bis 22:00 Uhr), zudem gibt es ein vielfältiges Sommerprogramm für alle Wetterlagen.

Neu: Yoga-Fans finden in Einzelworkshops oder 4-Wochen-Kursen Ruhe und Entspannung in der erweiterten Gartenlandschaft der Swarovski Kristallwelten.

2015-08-04_skw_yoga

Yoga im Park der Swarovski Kristallwelten (c)Swarovski Kristallwelten

Wenn die Sommerhitze über den Alpen liegt, spenden die unterirdischen Wunderkammern mit ihrem kühl funkelnden Kristall Schatten und Abkühlung – und bieten an Regentagen Rückzug in Kultur und ausgedehntes Shopping. Bei nassem Wetter lockt  überdies der Spielturm gerade junge Gäste an. Und die neue Gartenlandschaft mit ihrer beeindruckenden Kristallwolke bietet ohnehin bei jeder Witterung optische Überraschungen.

Als Allwetter-Ausflugsziel präsentieren sich die erweiterten Swarovski Kristallwelten auch dank des speziellen Sommerprogramms, das unter anderem am 14. August mit einem „Dinner unter dem Kristallhimmel“, noch bis zum 12. September mit zahlreichen musikalischen „Performances“ in der Abenddämmerung sowie speziellen Themenführungen aufwartet. Ein besonderes Highlight dieses Sommers ist das neue Yoga-Angebot.

Entspannende Aussichten: Yoga im Garten des Riesen

Ob als kleine Auszeit vom Alltag oder als bewusstes, gesundes Aufbautraining: Yoga ist gut für Geist, Körper und Seele. Die neu gestaltete Gartenlandschaft der Swarovski Kristallwelten bietet dafür eine inspirierende Kulisse. In verschiedenen Yoga-Kursen unter der kompetenten Führung von Susanne Erhart von mindmoves finden sowohl Yoga-Einsteiger als auch Fortgeschrittene Ruhe und Entspannung. Die Kurse finden in regelmäßigen Abständen statt, buchbar als Einzelworkshop oder als vierwöchige Kurseinheit, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nähere Informationen zu Terminen, Uhrzeiten und Kursbeiträgen online unter www.swarovski.com/kristallwelten

Terminübersicht Yoga: Workshops und 4-Wochen Kurse
Noch bis 13. August: Yin Yoga – 4-Wochen Kurs (jeden Donnerstag 18:00 bis 19:00 Uhr)
2. bis 23. September: Yin Yoga  – 4-Wochen Kurs (jeden Mittwoch 17:00 bis 18:00 Uhr)
8. September: Balance Yoga – Workshop (17:00 bis 18:30 Uhr, max. 12 Personen)
15. September: Yoga für die Wirbelsäule – Workshop (17:00 bis 18:30 Uhr, max. 12 Personen)
22. September: Chakra Yoga – Workshop (17:00 bis 18:30 Uhr, max. 12 Personen)

Teilnahmegebühren: Workshop: EUR 12,00  |  4-Wochen Kurs: EUR 48,00

750 Jahre alte Zirbe ist der älteste Baum Tirols

 Viele von euch kennen sicher den Zirbenweg oberhalb von Hall und Innsbruck – er ist einer der beliebtesten Wanderwege im Inntal und auch sehr familienfreundlich. Alle Infos zum Zirbenweg gibt es hier. Doch was die meisten bis jetzt nicht wussen: Ein wahrer „Baum-Methusalem“ befindet sich unweit des Zirbenwegs!

Hoch über der mittelalterlichen Stadt Hall in Tirol befindet sich seit gut 750 Jahren die Heimat des ältesten lebenden Baumes in Tirol: die nicht über Wege zugängliche Zirbe steht inmitten der 26 Hektar großen Naturwaldzelle „Ampasser Kessel“ in unberührter Natur. Aufgrund der Unzugänglichkeit des Areals war das Gebiet über die Jahrhunderte für Holznutzung nicht interessant und blieb so glücklicherweise in ihrer Ursprünglichkeit erhalten.

Der älteste Baum Tirols steht nahe des Zirbenwegs.

Der älteste Baum Tirols steht nahe des Zirbenwegs.

Der außergewöhnliche Baum hat im Laufe seines Lebens eine große Anzahl von geschichtlichen „Großereignissen“ überdauert: Die Entdeckung von Amerika, die Erfindung des Buchdrucks, viele Kriege, den heroischen Andreas Hofer… die Liste könnte endlos fortgeführt werden. Er ist auch älter als das bekannteste Adelsgeschlecht Österreichs, die Habsburger. Unser Baum – Oldie wuchs bereits vor(!) der Gründung der Habsburger Dynastie im Jahre 1273 als junger Sprössling heran.

Der Baum ist seit den 1920er Jahren als Natudenkmal ausgezeichnet.

Der Baum ist seit den 1920er Jahren als Natudenkmal ausgezeichnet.

Vor knapp 90 Jahren wurde die Zirbe dann schon 1926 als Naturdenkmal ausgezeichnet. Der Baum beheimatet auch zahlreiche Pflanzenarten; so geben verschiedenartige Flechten, die für eine sehr reine Luftqualität sprechen, dem Methusalem ein archaisches Aussehen. Auch mehrere Spechtfamilien haben die 1.880 Meter hoch gelegene Zirbe mit ihren Nisthöhlen als Brutplatz auserkoren: Neben Buntspechten leben auch Schwarz- und Dreizehenspechte in dem unberührten Naturraum.

Klein, fruchtig, köstlich: Die Wald-Erdbeere

Die Wald-Erdbeere gehört zu den Rosengewächsen und wächst hauptsächlich an Waldrändern und Lichtungen. Sie dient den Menschen sowie vielen Tieren schon seit langem als Nahrung, was auch die botanische Artbezeichnung ausdrückt (vesca=essbar). Sie ist außerdem eine Heilpflanze und wurde im Mittelalter in der Malerei als Symbolpflanze häufig abgebildet – was viele nicht wissen: Die Wald-Erdbeere ist nicht die Wildform der Gartenerdbeere!Kräuter_2

Die Wald-Erdbeere ist eine mehrjährige, krautige und wintergrüne Pflanze, welche 5 -25 cm hoch wird und somit auch wesentlich kleiner ist als die Gartenerdbeere. Die Stängel der rosettenförmigen Pflanze tragen wenige, weiße, fünfzählige Blüten, bei denen sich in der Mitte etwa 20 gelbe Staubblätter befinden. Sie blühen je nach Standort von April bis Juni und danach bilden sich im Laufe des Sommers die kleinen, roten Wald-Erdbeeren, um die es sich botanisch gesehen um eine Sammelnussfrucht handelt, nicht um eine Beere.

In der Volksmedizin und im Volksglauben werden Erdbeerblätter aufgrund des Gerbstoffgehaltes als Heilmittel bei Durchfall verwendet. Man übergießt die klein geschnittenen Blätter mit heißem Wasser, lässt sie fünf bis zehn Minuten ziehen, seiht den Tee ab und trinkt mehrmals täglich eine Tasse. Ein berühmter schwedischer Botaniker aus dem 18. Jhd. soll sich angeblich durch eine Kur aus Erdbeerblättertee und frischen Wald-Erdbeeren von der Gicht befreit haben!

Die Früchte der Wald-Erdbeere sind seit Menschengedenken das Symbol der Weltlust, der Verlockung und der Sinnesfreude. Eine zweite Bedeutung hat diese Pflanze im Christentum. Mit den rosenförmigen Blüten, keinen Dornen, den Beeren ohne Kern und Schale, das gleichzeitige Tragen von Früchten und Blüten ist sie zum Sinnbild der Rechtschaffenheit geworden. Sie ist auch oft Begleitpflanze auf mittelalterlichen Gemälden von Maria.

Tipp: Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Mit den Öffis zum Wandergenuss im Karwendel

Der Naturpark Karwendel hat zusammen mit der Sektion Oberland des DAV und zahlreichen Tourismusverbänden und Verkehrsbetrieben eine 98seitige Broschüre herausgebracht, die Ein- und Mehrtagestouren mit öffentlicher Anreise von München und/oder Innsbruck vorstellt.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert. Begleitet und unterstützt wurde von der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel.

Umweltfreundlich unterwegs

Der Naturpark Karwendel macht es sich zur Aufgabe, für die BesucherInnen und die Natur meinen Mehrwert zu schaffen und aufzuzeigen, wie man ausgewählte Ein- und Mehrtagestouren ohne PKW bewältigen kann. Dabei ist die öffentliche Anreise nicht nur bequemer und umweltfreundlicher, sie ermöglicht auch Touren mit unterschiedlichem Start- und Endpunkt, wie z.B. Überschreitungen und Durchquerungen.Wandern (c)hall-wattens.at (1)

Breite Plattform für die öffentliche Anreise 

Dass es ein wachsendes Interesse für solche Projekte gibt, beweist die gezielte Nachfrage zahlreicher Karwendelfreunde und –Innen nach der vor wenigen Tagen publizierten Broschüre. Dass als Partner des EUREGIO-Projekts alle angrenzenden Tourismusverbände in Tirol und Bayern ebenso wie alle relevanten öffentlichen Verkehrsbetriebe gewonnen werden konnten, freut Autor Franz Straubinger: „Damit haben wir die besten Voraussetzungen, um viele Gäste zu erreichen und zu einer grünen Anreise zu motivieren.“Wandern (c)hall-wattens.at (15)

Der Inhalt: Wanderungen, Fahrpläne und vieles mehr

Die erste Ausgabe von Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Karwendel umfasst 18 verschiedene Wandertouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und beinhaltet zudem sowohl Verhaltenstipps im Gebirge sowie Empfehlungen für die Sicherheit. Auch sanfte Touren für SeniorInnen und Familien werden angeboten. Für einige Touren gibt es von IVB und Postbus Gratis-Rückfahrtickets, die bis 31.10.2015 eingelöst werden können.
Die Broschüre ist kostenlos in vielen Kundencentern der öffentlichen Verkehrsbetriebe und den angrenzenden Tourismusverbänden, z.b. dem TVB Büro Hall in Tirol und Absam sowie dem DAV Oberland und der Sektion Innsbruck erhältlich. Unter www.karwendel.org/anreise steht die Broschüre zum Download bereit.

Fakten zum größten Naturpark Österreichs

Der Naturpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² das größte und älteste Tiroler Schutzgebiet und der größte Natur-park Österreichs. Aufgrund seiner Topographie verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Anzahl europaweit bedeutender Tier- und Pflanzenarten wie beispielsweise Steinadler, Weißrückenspecht und Frauenschuh. Seit Jahrhunderten prägen Alm-, Forst und Jagdwirtschaft als klassische alpine Nutzungsformen das Gebiet. Die alpintouristische Erschließung begann in der zweiten Hälfte des 19. Jhds. und bietet in ihrer heutigen Ausprägung mit mehr als 50 bewirtschafteten Hütten und Almen zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedliche Formen des Alpinismus.

Weitere Information unter www.karwendel.org

Blumen im Frühling – Der Frauenschuh

Der gelbe Frauenschuh ist eine der prächtigsten wildwachsenden Orchideenarten Europas und wird in allen Ländern streng geschützt.

Der gelbe Frauenschuh ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die zwischen 15 und 60 cm Wuchshöhe erreicht. Am leicht behaarten Stängel befinden sich drei bis fünf stängelumfassende Laubblätter, die nach außen spitz zulaufen. Praktisch: Die Blätter sind verstärkt durch Längsfalten und leiten dadurch das Regenwasser zum Stängel hin ab.Frauenschuh (c)hall-wattens.at (4)

Die Blüten sind dreizählig. Die vier äußeren purpur- bis schokoladenbraunen Blätter sind etwa 5 cm lang und sind spitz-lanzettlich. Diese umgeben den gelben „Schuh“. Der „Schuh“ erreicht eine Länge von 4 – 8cm, damit zählen die Blüten des Frauenschuhs zu den größten unserer Flora und stellen die größte Einzelblüte unter den europäischen Orchideen dar.Frauenschuh (c)hall-wattens.at (3)

Die Blütezeit beginnt je nach Wetterlage ab Mitte Mai und dauert ca. bis Ende Juni. Bis zur Blühreife der Pflanze könne 16 Jahre vergehen! Bevorzugt wächst er in schattigen Laubwäldern oder an buschigen Berghängen bis zu Höhenlagen von 2000 Metern. Bekannte Vorkommen werden jedes Jahr zur Blütezeit von vielen Menschen besucht, z. Bsp. im Lechtal.

Wenn ihr auf einer Wanderung einen gelben Frauenschuh sehen solltet: Bitte nur betrachten, bestaunen und bewundern, aber niemals pflücken: Er gilt nach der Roten Liste als gefährdet, ihn mitzunehmen ist ein Straftatbestand. 

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume gehört zur Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Den Namen hat die Blume durch die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit einem Schlüsselbund. Nach einer Legende ließ Petrus seine Schlüssel auf die Erde fallen und an dieser Stelle wuchsen Himmelschlüssel! Es gibt für sie aber auch viele andere Namen im Volksmund: Wiesen-Primel, Allelujableaml, Himmelschlüssel….

Schlüsselblumen Tirol (c)hall-wattens.at (1)Die Schlüsselblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe zwischen 8 und 20 cm. Sie wächst meist in kleineren Gruppen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.

TIPP: Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee hervorragend geeignet. Für den Hustentee verwendet man einen Teelöffel Schlüsselblumen-Wurzeln oder/und Blüten, übergießt das mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und ausgekühlt zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.

Man kann die Schlüsselblumen–Blüten für eine Frühjahrsteemischung auch sehr gut mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis…

Echte Schlüsseblume (c)hall-wattens.at (2)

Achtung, bitte nicht pflücken: Die Schlüsselblume ist eine geschützte Pflanze!

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Der Huflattich

Zeitig im Frühjahr blühen beim Huflattich zuerst nur die korbförmigen, gelben Blütenstände, die ungefähr 300 weibliche, gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche, gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach dem Verblühen folgen die Blätter. Während der Blütezeit sind die Stängel mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern versehen. Verblühte Huflattich lassen traurig ihre Köpfe hängen.

Über der Erde schaut der Huflattich recht bescheiden in seiner Größe aus; erreicht er doch nur eine maximale Höhe von 20 Zentimetern; unter der Erde aber hat er einen Wurzelstock mit kriechenden, bis zu zwei Meter langen (!) unterirdischen Wurzelausläufern.

Huflattich

Der Huflattich gehört somit zu den allerersten Frühjahrsblumen und wird hauptsächlich von Bienen und Käfern bestäubt. Selten kommt auch Selbstbestäubung vor. Die Samenverbreitung erfolgt ähnlich wie beim Löwenzahn durch Schirmflieger über den Wind. Die Huflattichblüte wird auch sehr gerne mit dem Löwenzahn verwechselt. Die Blätter des Huflattich hingegen sind sehr ähnlich den Blättern der Weißen Pestwurz.

Man verwendet den Huflattich in der Naturheilkunde zur Bekämpfung von Erkrankungen der Atmungsorgane, vom einfachen Husten bis hin zu Asthma.

Aber auch gegen Hautprobleme kann man den vielseitigen, gelben Frühblüher verwenden – er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Tiere im Herbst – So machen sie sich winterfit: heimische Vögel

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

l

l

l

l

l

l

Der Schneefink

Der Schneefink oder auch Schneesperling lebt hauptsächlich in hochalpinen, felsigen Gebieten (1900-3100m) und ist ein Standvogel.

Die Flügel sind weiß, nur die Handschwingen und der Daumenfittich sind schwarz. Der weiße Schwanz hat eine dünne schwarze Endbinde, nur die innersten beiden Schwanzfedern sind schwarz. Auch Beine und Iris sind schwarz. Die Oberseite ist matt erdbraun, der Rumpf ist auf der Unterseite durchgehend weiß. Der Kopf ist grau. Im Sommer sind der Schnabel und die Kehle schwarz, im Winter ist der dunkle Kehlfleck von hellen Federn verdeckt. Der Schnabel ist im Winter elfenbeinfarben. Weibchen sind etwas blasser gefärbt als Männchen. Der Schneefink besitzt ein vielfältiges Repertoire an Lautäußerungen.Schneefink (Montifringilla nivalis)

Der Schneefink ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Samen. In Wintersportgebieten ist er sehr zutraulich und kommt gern in die Nähe der Menschen, um Krümel aufzupicken. Das habt ihr vielleicht schon auf der einen oder anderen Skihütte beobachet!

Sein Nest baut er in Felsspalten oder in verlassene Nagetierbauten. Das Gelege besteht aus vier bis fünf Eiern, die Brutzeit beträgt zwei Wochen. Beide Eltern kümmern sich um die Aufzucht der Kleinen; es kann bis zu zwei Bruten pro Jahr geben.

Der Birkenzeisig

Das Gewicht eines Birkenzeisigs beträgt nur 13 bis 16 Gramm – ein echtes Leichtgewicht also! Seine Oberseite ist graubraun gestreift, sein Bauch weiß gefärbt. Der kleine Vogel hat einen karminroten Vorderscheitel und einen undeutlichen weißen Überaugenstreif. Weibchen und Jungvögel haben keine rosarote Brust wie das Männchen. Sein Flugruf klingt wie tschett-tschett-tschett…Birkenzeisig (Carduelis flammea)_20140513_Issanger_FStraubinger (5)_1500

Im Winter kommen zusätzlich Birkenzeisige aus dem Norden zu uns. Sie leben in Birken-, Lärchen-, Erlen-, Nadelwäldern auch in Parkanlagen und Gärten. Sie sind geschickte Kletterer und ernähren sich von kleinen Samen und kleinen Insekten. Sein Nest baut er aus Moos, Zweigen, Halmen und Federn meist auf Astgabeln von Bäumen und Sträuchern. Die Weibchen legen 4-5 Eier, welche 10-12 Tage lang ausgebrütet werden. Während dieser Zeit versorgen die Männchen die Weibchen mit Futter.

Der Erlenzeisig

Auch der Erlenzeisig ist ein kleiner, leichter Vogel (12-15 Gramm). Das Männchen ist kontrastreich schwarz-gelb-grün gefärbt, mit schwarzer Stirn und schwarzem Kinn, mit gelbem Kopf und grünen Wangen. Der Rücken ist graugrün, die Flügel schwarz mit einer gelben Binde. Die Weibchen sind etwas unscheinbarer gefärbt.Erlenzeisig (Carduelis spinus)_20140513_Issanger_FStraubinger_1500

Sie kommen in ganz Europa vor. Erlenzeisige brüten am liebsten hoch oben in Fichten, die Nester werden aus Gräsern und Moosen gebaut. 3-5 Eier werden 13 Tage lang ausgebrütet, die Jungen werden mit Blattläusen und Raupen gefüttert.

Heimische Vögel im Winter

Vögel sind im Winter kleine Kuschler: sie rücken näher zusammen und nützen die daei entstehende Kontaktwärme. Durch das dichtere Federkleid, das sie sich zulegen, entsteht außerdem eine richtige Isolierschicht.

In der kalten Jahreszeit, besonders bei Schneefall und Frost, sichert auch das Füttern das Überleben unserer daheim gebliebenen Vögel, sowie der Wintergäste aus dem Norden. Mit kontinuierlicher Nahrungsversorgung vom ersten Frost bis zum Frühlingsbeginn können wir dafür sorgen, dass die gefiederten Gefährten keinen Hunger leiden müssen!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel

Tiere im Herbst – so machen sie sich winterfit: Das Mufflon (Wildschaf)

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

l

l

 

l

l

l

Teil 3: Das Mufflon (Wildschaf)

Der Europäische Mufflon war ursprünglich nur auf den Mittelmeerinseln Korsika und Sardinien verbreitet, inzwischen aber in vielen Gegenden Europas zu finden unter Anderem bei uns im Halltal.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_2 (3)

Aussehen

Mufflons haben eine Körperlänge von ca. 120 cm und eine Schulterhöhe von ca. 90 cm. Schafe (Weibchen) erreichen ein Gewicht von 25 bis 40 kg und Widder (Männchen) zwischen 35 bis 55 kg. Sie haben ein glattes Haarkleid. Im Sommer sind die Schafe bräunlich und die Widder fuchsrotbraun mit einem hellen Sattelfleck, im Winter sind beide etwas dunkler. Die Widder haben schneckenförmig eingedrehte Hörner die bis zu 80 cm lang werden können.

Lebensraum und Gefahren

Sie leben bevorzugt in Laub- und Mischwaldgebieten, wobei trockene und steinige Böden bevorzugt werden (zur Pflege der Klauen). Bei zu feuchten Bodenverhältnissen kann es leicht zu Schalenerkrankungen kommen, die zum Teil sogar zum Tode führen. Die größte Gefahr für Mufflons in unseren Gebieten sind harte Winter, für Lämmer auch der Adler. Wenn diese am Himmel kreisen suchen die Muttertiere deckungsreiches Gelände auf. Wenn Gefahr droht, kann man einen Pfeifton vernehmen, welcher durch Aufstampfen mit den Vorderläufen unterstützt wird.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_1

Verhalten, Fortpflanzung und Nahrung

Mufflons leben meist in kleinen Rudeln mit einem älteren Schaf als Leittier. Widder bilden außerhalb der Brunftzeit ihre eigenen Verbände. In der Brunftzeit kämpfen die Widder um die Schafe – durch Einsatz der eingedrehten Hörner drängen sie ihre Konkurrenten ab. Die Brunft ist im Oktober/November, die Tragzeit beträgt ungefähr fünf Monate, die Setzzeit ist somit im März/April. Es werden ein bis zwei Lämmer geboren, die ungefähr ein halbes Jahr gesäugt werden. Mufflons sind Herbivoren (Pflanzenfresser) und haben ein sehr breites Nahrungsspektrum. Neben Kräutern, Gras, Feldfrüchten und Samen entrinden sie auch Waldbäume und verhindern dadurch das Aufkommen von Baumbewuchs.

Besonderheiten

Muffelwild hat einen ausgeprägten Gesichtssinn und kann im Vergleich zu anderen Wildtieren, die sich vornehmlich auf den Geruchssinn verlassen, einen Menschen auf über 800 Meter Entfernung erkennen. Ungefähr im Alter von einem Monat beginnt beim Widderlamm das Wachstum der schneckenartigen hohlen Hörner. Diese sitzen auf Stirnzapfen und wachsen pro Jahr um einige Zentimeter. In den Wintermonaten ruht das Wachstum, sie werden aber nicht abgeworfen. Das Alter des Tieres kann daher an den Jahresringen der Hörner abgezählt werden.Europäischer Mufflon (Ovis orientalis musimon)_M. Schinner_2 (1)

Das Mufflon im Winter

Wie alle Wildtiere in unseren Regionen sollten auch Mufflons in der kalten Jahreszeit nicht durch den Menschen gestört werden. Das Mufflon verlangt im Winter die Aufmerksamkeit  von Menschen: Rechtzeitige Winterfütterung und ausreichend Salzstellen sind für das Muffelwild im Winter sehr wichtig! Dafür sind sie auch gut beobachtbar. Ansonsten sind Mufflons wahre „Allroundtalente“, die auch im Winter ohne besondere Anpassungsstrategie in unseren Breitengraden gut überleben können.

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel

Tiere im Herbst – so machen sie sich winterfit: Das Rotwild

_OMI0251

Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

l

l

l

lll

 

l

Teil 2: Das Rotwild

Aussehen

Das Rotwild gehört zum geweihtragenden Schalenwild und nur der Hirsch trägt ein Geweih. Das Rotwild kann ca. 20 Jahre alt werden. Zweimal im Jahr wechselt es sein Haarkleid: im Frühling rotbraun, im Herbst graubraun.

Lebensraum

Rothirsch (Cervus elaphus)_4_1500

Rothirsch

Das Rotwild benötigt große, zusammenhängende Wälder. Vor allem in Mischwäldern hält es sich gerne auf, da hier das Nahrungsangebot größer ist. Es ist ein Rudeltier; die Geschlechter leben aber getrennt. Suhlen (Schlammlöcher) sind von großer Bedeutung, denn das Baden darin benötigt das Wild zur Körperpflege und zur Abkühlung.

Fortpflanzung

Ende September bis Anfang Oktober findet die Brunft (Paarungszeit) statt. Das imposante Röhren der Hirsche kann man weithin hören. Im Mai bzw. Juni wird meist ein Kalb gesetzt (geboren), das bis in den Herbst gesäugt wird. Die Kälberfleckung, das sind die weißen Tupfen, ist ungefähr bis August sichtbar. Das Kalb bleibt etwa ein Jahr bei der Mutter.

Besonderheiten

Der Abwurf des Geweihs findet von Ende Februar bis April statt. Das Geweih wird jedes Jahr sofort neu gebildet und wächst in 4 bis 5 Monaten wieder komplett nach. Beim Verfegen des Bastes (Abschürfen der „Geweihrinde“) können oft Rinde und Äste von jungen Bäumen verletzt werden. Wird das Wild beunruhigt, können auch Schälschäden entstehen: dabei wird mit dem Unterkiefer die Rinde von den Bäumen geschält. Der natürliche Wechsel zwischen Sommer- und Wintereinstand (Aufenthaltsgebiet) ist durch Straßenbau und Siedlungen unterbrochen worden und daher bleibt das Rotwild in Regionen, wo es freiwillig nicht bleiben würde. Dort hilft ihm der Jäger über den Winter.

Das Rotwild im Winter

Der erste Schnee ist gefallen – Igel, Siebenschläfer und Murmeltier halten einen tiefen Schlaf. Das Rotwild aber macht es anders: Es fährt, ähnlich der Gämse, seinen Stoffwechsel so weit herunter, dass die körpereigene „Heizung“ auf Sparflamme läuft. Oft verharren die Tiere bewegungslos auf einer Stelle und fallen in eine Art Winterruhe.

Hirschspur Trittsiegel (Cervus elaphus)_3_1500Da das Nahrungsangebot im Winter knapp ist, passt sich der Pansen (Mägen) der Tiere an die Bedingungen an und fassen 60 Prozent weniger als im Herbst. Werden die Tiere in ihrer Ruhepause gestört, benötigen sie mehr Energie, um flüchten zu können. Dieses untypische Verhalten bringt den Stoffwechsel des Rothirschs völlig durcheinander – er muss wieder hochgefahren und die Körperheizung aktiviert werden. Doch Energiespender wie Gräser, Kräuter und Flechten sind im Winter rar, so bleibt dem Rotwild nichts anderes übrig, als an jungen Bäumen zu knabbern – zum Ärger der Förster.

Psst, Winterzeit ist Ruhezeit für Rotwild!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel