Vorschau 14. Literaturtage Sprachsalz Hall in Tirol 2016

Die ersten Programmpunkte für die 14. Auflage des Literaturfestivals Sprachsalz in Hall in Tirol sind bekannt: Vom 9. bis 11. September 2016 präsentieren heimische und internationale Schriftsteller, Sänger und Schauspieler Erzählenswertes: Freuen kann man sich auf den britischen Komiker John Cleese ebenso wie auf den preisgekrönten Schweizer Autor Rolf Lappert oder die New Yorker Musikerin Alina Simone.

Sein Humor hat eine ganze Generation geprägt: John Cleese, wahrscheinlich bekanntestes Mitglied der britischen Komikergruppe Monty Python, stellt selbigen einmal mehr unter Beweis. Es wundert kaum, dass nach ihm auch eine vom Aussterben bedrohte Lemurenart benannt ist, der Cleese-Wollmaki (Avahi cleesei). „Wo war ich nochmal?“ lautet der Titel seiner Autobiographie: bei Sprachsalz in Hall in Tirol.

Rolf Lappert, preisgekrönter Schweizer Weltenbummler, der für „Nach Hause schwimmen“ mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde, kommt mit seinem atmosphärischen Roman „Über den Winter“ zum Festival: ein Buch über das fragile und doch so unverwüstliche Gebilde, das man Familie nennt.

Die Leseterasse beim Sprachsalz Hall

Die Lese-Terrasse beim Sprachsalz Hall

Die Schriftstellerin Iman Humaydan setzt sich in ihren Werken mit der Folgen des Kriegs in ihrer libanesischen Heimat auseinander, in ihrem Roman „Other Lives“, mit dem sie bei Sprachsalz zu Gast ist, erzählt sie von individuellen wie kollektiven Erfahrungen von Flucht.

Mit ihrem Roman „Ich wollte Einhörner“ wurde die US-amerikanische Sängerin Alina Simone Star der jungen New Yorker Literaturszene: Sie berichtet darin von mal komischen, mal verzweifelten Versuchen, wie man sich in der heißumkämpften Indie-Musikszene behauptet.

 

Literaturfestival Sprachsalz 2015

Bei den 13. Literaturtagen Sprachsalz (11.–13. September 2015) im Parkhotel in Hall in Tirol gibt es einmal mehr besondere literarische Stimmen zu entdecken. Autoren wie Peter Bichsel, Lizzie Doron, Arno Camenisch, Delphine Coulin oder John Giorno sind in diesem Jahr bei freiem Eintritt zu erleben. Mehrere Veranstaltungen sind musikalisch-literarischen Querverweisen gewidmet. Beim Sprachsalz-Club spricht Felix Mitterer mit Georg Stephan Troller.

Eröffnet wird wieder traditionell mit der Lesung eines Tiroler Autors, diesmal mit einer Begegnung zwischen Wolfgang Peer am Akkordeon und Thomas Schafferer, der unter anderem seinen lyrischen Roman «jenseits von luxemburg» vorstellt.

Zu Gast sind beim diesjährigen Festival deutsche, englische, französische und hebräische Stimmen nationaler und internationaler Autorinnen und Autoren, u.a. präsentiert die gefeierte israelische Schriftstellerin Lizzie Doron mit «Who the Fuck is Kafka» ein sehr persönliches Psychogramm der derzeitigen israelischen und palästinensischen Gesellschaft.

Die Pariser Filmregisseurin und Autorin Delphine Coulin liest aus ihrem aktuellen Roman Coulin©Muriel Coulin«Samba für Frankreich», dessen Verfilmung mit Omar Sy und Charlotte Gainsbourg soeben im Kino zu sehen war. Ebenfalls aus Frankerich zu Gast ist der Organisator eines grossen Pariser Literaturfestivals und Autor Francis Combes. Im Gepäck hat er eigens auf Deutsch übersetzte Gedicht seines kürzlich erschienenen Bandes «La France aux quatre vents» sowie den Roman «Maskenball auf Minitel».

Der Dichter Thomas Kunst – ein «sich durchs Leben wie ein Rock’n’Roll tanzender Petrarca schlagender Vollblutpoet» (Tagesspiegel) – kommt mit seinem weltumspannenden Kammerspiel „Freie Folge» zu den Literaturtagen, und der deutsche Schriftsteller Joachim Zelter entwirft in seiner Novelle „Wiedersehen“ ein grotesk-aufschreckendes Panoptikum von Schule und Gesellschaft.

BICHSEL©SPRACHSALZ IMG_5384Der Schweizer Autor und Kolumnist Peter Bichsel, Meister der Lakonie und Prägnanz und eben 80 Jahre alt geworden, wird bei Sprachsalz unter anderem «Über das Wetter reden» – so sein letzter Kolumnenband – und einen Auftritt beim Großen Sprachsalz-Abend am Samstag haben.

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Sprachkünstler und Wortjongleure

Einmal mehr sind Vertreter der Spoken Word-Szene bei Sprachsalz: Der New Yorker
Performancekünstler John Giorno zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Pop Art und erlangte als ‚Schläfer’ im Film «Sleep» von Andy Warhol Bekannheit. In Hall wird er frisch übersetzte Gedichte vorstellen.

Eng verbunden mit Autoren der amerikanischen Beat Generation ist der deutsche Verleger und Übersetzer Udo Breger, der beim Festival eigene Texte liest: «Leben heißt, man hat seine Sinne auf das Wahrnehmen des schlanken Augenblicks Gegenwart gerichtet», so ein Zitat Bregers, das auch Motto für sein literarisches Schaffen sein könnte.

Abdulkadir ©. AbdulkadirDer Text- und Sinneskunst ist der Erzählband «Alles, nichts und beides» der in Somalia geborenen und in der Schweiz lebende Poetry-Slammerin Amina Abdulkadir gewidmet. Sie ist ebenso zu erleben wie Arno Camenisch, Mitglied der Autorengruppe „Bern ist überall“, die sich für Gleichstellung aller Sprachen der Schweiz einsetzt. Der preisgekrönte Kabarettist und Erzähler Ralf Schlatter erzählt von den großen und kleinen Dingen des Lebens. Bei Sprachsalz wird er vom Schweizer Singer-Songwriter und Musiker Michael Wernli auf der E-Gitarre begleitet, ergänzt und musikalisch interpretiert.

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Pilar_Rudolf GiglerFreuen kann man sich auf den österreichischen Sprach-Experimentator und Wortjongleur Walter Pilar und seinen 1000 Seiten umfassenden, autobiografisch geprägten «Lebenssee», eine ‚skurreale Heimatromanesque’, die Pilar als ‚autoautopsisches Biograffäweak’ bezeichnet.

Sprachsalz Spezial

Dem 90. Geburtstags des österreichischen Dichters Ernst Jandl ist eine Veranstaltung mit Ariela Sarbacher, Thomas Sarbacher, Petra Ronner und Peter Schweiger gewidmet: Sie präsentieren Jandls Konversationsstück «Die Humanisten» und – mit Musik von Ernst Kölz – dessen «szenen aus dem wirklichen Leben», in dem Musik und Wort zu einem neuen Ganzen zusammengefügt wird.

Klangspuren-Extra bei Sprachsalz
Bei einer Veranstaltung in Kooperation mit den Klangspuren Schwaz wird mit der komplexen Klangfeld-Textur «stele.blut» des Komponisten Hannes Kerschbaumer für arabischen Sprecher und Orchester ein Werk mit Texten des in London lebenden, politisch aktiven syrischen Dichters Nouri Al-Jarrah und seines Sohnes Rami vorgstellt. Im Anschluss liest Nouri Al-Jarrah eigene Gedichte, die durch ihren direkten, den äußeren Schein entlarvenden Blick bestechen.

Sprachsalz-Club: Lesungen und Gespräche
Der Sprachsalz-Club lädt wieder zu Lesungen mit anregenden Hintergrundgesprächen: Felix Mitterer spTroller ©Trollerricht bei «Selbstporträt» am Freitagabend mit dem 1921 in Wien geborenen Schriftsteller, Fernsehjournalisten, Drehbuchautor, Regisseur und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller über sein Leben und seine Arbeit. Über «Das Überleben des Lebens» tauschen sich am Samstag Peter Bichsel, Georg Stefan Troller und Walter Pilar aus. Ebenfalls am Samstag diskutiert Irene Heisz mit Lizzie Doron über «Perspektiven aus der Ausweglosigkeit» und am Sonntagvormittag ist bei einem Gespräch im Medienturm Ablinger.Garber mit Joachim Zelter, Thomas Schafferer und Amina Abdulkadir «Die Sprache: Aufzucht und Hege» Thema.

Die Überraschungslesung
Bis zuletzt wird nicht verraten, wer in diesem Jahr zur „Überraschungslesung“ eingeladen wurde. Nach Autoren wie Martin Walser, Herta Müller oder Gert Jonke in den vergangenen Jahren darf man auch diesmal gespannt sein. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs werden Platzkarten ausgegeben, erhältlich am Infotisch ab Festivalbeginn.

SPRACHSALZ AUTORINNEN und AUTOREN 2015:
Amina Abdulkadir (Schweiz)
Nouri Al-Jarrah (Syrien)
Peter Bichsel (Schweiz)
Udo Breger (Deutschland)
Arno Camenisch (Schweiz)
Francis Combes (Frankreich)
Delphine Coulin (Frankreich)
Lizzie Doron (Israel)
John Giorno (USA)
Thomas Kunst (Deutschland)
Walter Pilar (Österreich)
Thomas Schafferer (Österreich)
Ralf Schlatter (Schweiz)
Georg Stefan Troller (Österreich/Frankreich)
Joachim Zelter (Deutschland)
Nähere Informationen zu allen Autoren unter: www.sprachsalz.com

Kristallines Märchen: Michael Köhlmeier, Haymon Verlag und Swarovski Kristallwelten präsentieren „Das Lied von den Riesen“

Was passiert, wenn einer der meistgelesenen Autoren Österreichs und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes aufeinandertreffen? Es entsteht eine bewegende literarische Weltreise – inspiriert vom Riesen in Wattens. „Das Lied von den Riesen“ erscheint Mitte August 2015, am 8. September stellt Michael Köhlmeier sein neues Werk exklusiv in den Swarovski Kristallwelten vor.

„Im Zuge der Erweiterung der Swarovski Kristallwelten wurde ein erstaunlicher Garten geschaffen, der die Schatzkammern des Riesen um neue Wunder ergänzt. Und genau dieser Riese, der sich mittlerweile zur Ikone der Swarovski Kristallwelten entwickelt hat, prägte auch die wunderbaren Begegnungen mit Michael Köhlmeier. Wir sind sehr glücklich, dass er sich davon inspirieren ließ und der Riese von Wattens somit zum Hauptdarsteller dieses Buches wurde“, freut sich Stefan Isser, Geschäftsführer der Swarovski Kristallwelten, über die literarische Verbindung mit Michael Köhlmeier. Für den österreichischen Erfolgsautor waren die Gespräche in Wattens tatsächlich konkreter Anstoß, die Reise des Riesen Kristall hier beginnen zu lassen. „Den Wunsch, ein Buch voller sagenhafter Figuren zu schreiben, habe ich schon lange gehegt“, verrät Kohlmeier, „und nun hat mich die phantastische Atmosphäre der Swarovski Kristallwelten dazu verleitet.“

Tatsächlich gelingt Michael Köhlmeier eine gleichermaßen fesselnde wie berührende Geschichte. In der mystischen Bergwelt der Alpen nimmt die abenteuerliche Reise des Riesen „Kristall“ ihren Anfang: Aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände erstarrt die Mutter des Riesen zu Stein. Dieser beschließt kurzerhand loszuziehen, um Rettung zu finden. Fesselnd und berührend schildert  Michael Köhlmeier, was Kristall auf seinem Weg quer über den Globus erlebt. Es ist eine bunte Welt voll sagenhafter Figuren, die der Riese durchwandert. Doch ist dem Riesen die Unterstützung einer ganzen Reihe von Artgenossen aus Mythologie und moderner Zeit sicher: vom einäugigen Polyphem über den Golem bis hin zum grünen Monster Hulk und King Kong.

Leichtfüßig und brillant, wie in seinen berühmten Nacherzählungen klassischer Sagen, erweckt Köhlmeier die legendäre Welt der Riesen zum Leben. In Strophen gereimt, wird die Geschichte zum betörenden Gesang, dem sich keiner entziehen kann.

Das neue Buch „Das Lied von den Riesen“ von Michael Köhlmeier erscheint Mitte August 2015 und ist ab 10. August 2015 in den Swarovski Kristallwelten, den Swarovski Kristallwelten Stores Innsbruck und Wien sowie im Buchhandel zum Preis von 17,90 Euro erhältlich. Zudem wird Michael Köhlmeier sein Werk am 8. September 2015, 19:30 Uhr, im Forum der Swarovski Kristallwelten der Öffentlichkeit präsentieren. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist mit Anmeldung kostenfrei, im Anschluss an die Buchpräsentation gibt es Signiermöglichkeiten.

2015-07-30_skw_Cover_Das_Lied_von_den_Riesen_(C)_HAYMON_Verlag

Michael Köhlmeier: Das Lied von den Riesen

Mit Zeichnungen von Lorenz Helfer
ISBN 978-3-7099-7179-6
184 Seiten, 165 x 240 mm,
in Leinen gebunden, durchgehend vierfarbig, mit Lesebändchen
Lieferbar ab Mitte August, 17,90 Euro

Erhältlich in den Swarovski Kristallwelten Wattens, Swarovski Kristallwelten Store Innsbruck, Swarovski Kristallwelten Store Wien sowie in allen Buchhandlungen

Lesung „Das Lied von den Riesen“
8. September 2015, 19:30 Uhr 
Forum, Swarovski Kristallwelten
Eintritt frei, Anmeldung bis 1. September 2015 unter swarovski.events@swarovski.com
Shuttleservice Innsbruck – Wattens zum Sonderpreis von 5,- Euro für die Hin- und Retourfahrt

Michael Köhlmeier
Michael Köhlmeier, geboren 1949 in Hard am Bodensee, lebt als freier Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen, sehr erfolgreich als Erzähler antiker und heimischer Sagenstoffe und biblischer Geschichten. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. Rauriser Literaturpreis (1983), Manès-Sperber-Preis (1995) und Anton-Wildgans-Preis (1996).

Kultautor Thomas Raab in Hall

Der österreichische Erfolgsautor Thomas Raab kommt am 26. März mit seinem neuen Roman ins Kulturlabor Stromboli in Hall in Tirol: „Still“, sein erster Roman außerhalb der vergnüglichen Krimi-Reihe um den Hobbydetektiv Willibald Adrian Metzger, erzählt die Geschichte eines von übersteigertem Hörvermögen gemarterten Serienkillers, der Menschen metzelt und Herzen filetiert. Ein unterhaltsamer Abend, der Gänsehaut verspricht.

Do 26.03.15, 20:30
THOMAS RAAB: STILL
Lesung und Buchpräsentation
Einführung: Bernhard AICHNER

150326_ThomasRaab_(c)Simone_Heher-Raab (4)Thomas Raab, bekannt und gefeiert für die jüngst verfilmte und im ORF ausgestrahlte Metzger-Reihe, legt nun mit „Still. Chronik eines Mörders“ (Droemer) einen packenden Psychothriller vor.
Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.
Zur Website von Thomas Raab

Vergleiche mit Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ und Patrick Süskinds „Das Parfum“ drängen sich nicht nur auf, „Still“ hält ihnen auch stand. Raabs Premiere ohne Metzger ist mehr als geglückt. Ein großer Erzähler, ein großer Roman. (Die Presse)

Eintritt: freiwillige Spenden

Alle Kulturveranstaltungen in der Region

 

Anna Kim und Dimitré Dinev lesen in Hall in Tirol

Das Kulturlabor Stromboli präsentiert ein weiteres Mal eine Autorin und einen Autor mit fremdsprachigen Wurzeln, die sehr erfolgreich auf Deutsch schreiben und publizieren.

Mo 10.02.2014, 20:30 Uhr
ANNA KIM & DIMITRÉ DINEV | Lesung
Schreiben zwischen den Kulturen

Anna Kim, 1977 in Südkorea geboren, lebt seit 1979 in Wien, wo sie Philosophie und Theaterwissenschaft studierte. Zu ihren Veröffentlichungen zählen u.a. ,,Anatomie einer Nacht“ (Roman, Suhrkamp Verlag 2012), ,,Invasionen des Privaten“ (Essay, Literaturverlag Droschl 2011), ,,Die gefrorene Zeit“ (Roman, Literaturverlag Droschl 2008). Kim erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Förderungspreis für Literatur der Republik Österreich 2009, das Robert-Musil-Stipendium 2011-2014 und den European Union Literature Prize 2012.

 

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Dimitré Dinev, geboren 1968 in Bulgarien, besuchte das Bertold Brecht-Gymnasium in Plovdiv; ab 1986 erste Veröffentlichungen in bulgarischer, russischer und deutscher Sprache. 1990 Flucht nach Österreich, Studium der Philosophie und der russischen Philologie in Wien. Seit 1991 schreibt er in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen, Theaterstücke und Essays. Sein erster Roman, ,,Engelszungen“ (Deuticke 2003) wurde mehrfach ausgezeichnet und zu einem großen Erfolg bei Kritik und Publikum.

Olga Martynova – Lesung der Bachmann – Preisträgerin 2012

Dienstag, 14.05.2013, 20:30 Uhr

Eine Lesung der Bachmann-Preisträgerin 2012, Olga Martynova, erwartet das Publikum am Dienstag, 14.05. im Kulturlabor Stromboli in Hall in Tirol:

OLGA MARTYNOVA
Lesung und Buchpräsentation mit der Bachmann-Preisträgerin 2012

Olga Martynova, 1962 bei Krasnojarsk in Sibirien geboren, wuchs in Leningrad auf, studierte russische Sprache und Literatur; 1991 zog sie nach Deutschland. Sie lebt mit ihrem Mann Oleg Jurjew in Frankfurt/Main. Sie schreibt Gedichte (auf russisch) und Essays und Prosa (auf deutsch): ,,Brief an die Zypressen“ (Gedichte, 2001, dt. von Olga Martynowa und Elke Erb), ,,Wer schenkt was wem“ (Essays, 2003), ,,Rom liegt irgendwo in Russland“ (mit Jelena Schwarz. Gedichte, 2006) und ,,In der Zugluft Europas“ (Gedichte, 2009).
Mit ihrer Lyrik war Olga Martynova auf der Longlist für den Russischen Preis 2009, mit ihrem Roman-Debüt ,,Sogar Papageien überleben uns“ (Droschl 2010) kam sie auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2010 und auf die Shortlist des Aspekte-Preises 2010. 2011 erhält sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert Bosch Stiftung und den Roswitha-von-Gandersheim-Preis. 2012 gewinnt Martynova den Ingeborg-Bachmann-Preis für ein Kapitel aus dem Roman ,,Mörikes Schlüsselbein“, der im März 2013 bei Droschl erschienen ist und den sie im Stromboli präsentieren wird.

Eintritt: freiwillige Spenden
Einlass: 20.00 Uhr

Mehr Informationen zu Veranstaltungen in der Region unter http://www.hall-wattens.at/events


Lesung und Präsentation „Ausgrenzung – Vertreibung“

Donnerstag, 07.03.2013 20:30 Uhr im Kulturlabor Stromboli

Ein literarischer Abend mit dem Titel „Ausgrenzung – Vertreibung“ findet am 07.03. mit dem Innsbrucker Autor Christoph W. Bauer im Stromboli statt, der mit SchülerInnen des Gymnasiums Hall Texte erarbeitet hat, die an dem Abend – neben einer Kostprobe aus C.W. Bauers Büchern – präsentiert werden:

Unter dem Motto ,,Ausgrenzung – Vertreibung“ stand im vergangenen Herbst eine Schreibwerkstatt im Stromboli, in der Christoph W. Bauer an drei Vormittagen mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse des Franzikanergymnasiums Hall an Texten arbeitete.
Eine Auswahl der im Rahmen des Projektes ,,Otto Grünmandls Zimmertheater“ entstandenen Arbeiten wird nun in einer öffentlichen Lesung präsentiert, bei der Schülerinnen und Schüler selbst als Lesende auftreten.

Im Anschluss an die Präsentation liest Christoph W. Bauer aus seinem 2008 im Haymon Verlag erschienen Buch ,,Graubart Boulevard“. Zudem gibt er Kostproben seines neuen Buches, in dem er sich mit den Schicksalen und Lebenswegen 1938 aus Tirol vertriebener Jüdinnen und Juden beschäftigt.

Eintritt: freiwillige Spenden
Einlass: 20.00 Uhr

Was ist diese Woche sonst noch los in der Region Hall-Wattens? Hier nachschauen…

Lesung: Die Epoche des Papiers

Freitag, 18. Jänner 2013, 20:00 Uhr im Gemeindemuseum Absam

Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung, Berlin) liest aus seinem 2012 bei HANSER erschienen Buch:

Weisse Magie – Die Epoche des Papiers

Eintritt frei

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„Die Zugkräfte der Geschichte sind mit dem Papier im Bunde, und das Papier wiederum mit der Poetik: Dies ist die in beeindruckender Materialfülle belegte Hypothese des Buchs.

Wie in den fachübergreifenden Kulturwissenschaften inzwischen üblich, vereinigt Lothar Müllers Buch über „Weiße Magie“ die Technik- mit der Wirtschaftsgeschichte, die Medien- mit der Literaturwissenschaft, die Mikro- mit der Makrohistoire.

Dabei bestechen seine Gelassenheit im Ton, die Klarheit der Darstellung und seine sprühenden Interpretationen.

„Man muss die kluge Ökonomie bewundern, mit der Lothar Müller uns digital-analoge Zwitterwesen durch die glücklicherweise unabgeschlossene Epoche des Papiers navigiert.“ (Die TAZ über „Weisse Magie“)