Beeindruckende Herbstwanderung auf’s Issjöchl

Am Samstag um acht Uhr morgens starten wir, noch bei leichtem Nebel im Tal unsere Tour auf’s Issjöchl. Taleinwärts im Wald, anfangs parallel der ehemaligen Mautstraße, dann neben dem erfrischenden Gebirgsbach  wandern wir über den Knappensteig bis nach St. Magdalena.

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Das malerisch gelegene St. Magdalena

Wir halten immer wieder Ausschau mit unseren Ferngläsern nach Gämsen, aber noch will sich keine zeigen. Gut gestärkt mit Jause und Getränken geht es ca. eineinhalb Stunden weiter über einen wildromantischen Bergweg  bis zum Issanger. Jeder ist beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit dieser Hochebene. Ein wahres Naturschauspiel und eine, wegen dem perfekten Herbstwetter fast schon kitschige Kulisse.

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Wir bewundern Wiesen voller Herbstzeitlosen, Disteln, Bergflockenblumen, Schwalbenwurzenzian, verschiedene Beeren und vieles mehr, auch Gämsen zeigen sich uns immer wieder.

Nach unserer zweiten kurzen Rast am Issjöchl geht es fast nur mehr bergab, vorbei am König Max – Stollen bei den Herrenhäusern. Wir kehren auch kurz in die Obleitner – Kapelle ein, benannt nach ihrem Gestalter, dem bekannten Haller Bildhauer Karl Obleitner. Hier wacht die Heilige Barbara aber schon viel länger als Schutzpatronin aller Bergleute über das Salzbergwerk und die dort Beschäftigten.

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Die Obleitner-Kapelle beim König-Max-Stollen im Halltal

Danach geht es zurück nach St. Magdalena und über den Knappensteig retour zum Ausgangspunkt.

Um 14 Uhr sind alle glücklich und zufrieden wieder im Tal, beeindruckt von der wunderbaren Tiroler Bergwelt!

Die Route im interaktiven Ortsplan

 

 

Kraftplätze Tirol – die Marienbasilika in Absam

„Am 17. Jänner 1797 nähte nachmittags meine Schwester, ein bereits gewachsenes Mädchen (Anm.: 18 Jahre alt) mit Namen Rosina im Zimmer zu ebener Erde am Tische dem Fenster gegenüber. Da sah sie auf einmal (…) an einer Fensterscheibe des inneren Fensters ein Bildnis der Gottesmutter gezeichnet.

Sie rief der Mutter, welche ebenfalls anwesend, aber an einem anderen Orte des Zimmers war. Die Mutter eilte herbei und erschrak anfangs nicht wenig, als sie das Bild der heiligen Jungfrau sah, indem

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Der Glasaltar in der Marienkapelle

sie auf den Gedanken kam, es möchte dem Vater oder mir im Salzberge wo wir arbeiteten, ein Unglück begegnet sein. Sie sagte daher zur Schwester Rosina, wir sollen etwas beten; was auch geschah. Nach verrichtetem Gebete wischte die Mutter das Bild mit einem Tuche weg, denn es war nur angeloffen; aber sieh, kaum weggewischt, steht es wieder da wie zuvor. Die Erscheinung des Bildes erfolgte am Dienstage, und am Donnerstage drauf kamen der Vater und ich ganz wohl vom Berge nach Haus. Mit Staunen und Freude sahen wir, was inzwischen vorgefallen war.“

So erzählte es der Bruder von Rosina Buchers Bruder Johann, was sich im Jahr 1797 in seinem Elternhaus abgespielt hatte.

Wissenschafter sowie zwei Glasermeister prüften daraufhin gemeinsam mit kirchlichen und weltlichen Behörden das Phänomen – die gläubige Absamer Bevölkerung aber ließ sich durch nichts in ihrem Glauben an ein Wunder beirren. Unter feierlichem Glockengeläut trug sie das Gnadenbild im Juni 1797 in die Dorfkirche, wo es bis heute steht.

Marienbasilika Altar

Seitdem ist die Kirche Maria Absam, die 2000 zur Basilika erhoben wurde, der bedeutendste Marienwallfahrtsort in Tirol und ein ganz besonderer Kraftplatz, dessen Anziehungskraft auch nicht gläubige Menschen spüren. Auch Mitglieder der österreichischen Kaiserfamilie suchten die Kirche schon im 19. Jahrhundert mehrmals auf.

Im Westen der Basilika gibt es eine Marienkapelle mit einem Glasaltar und Glasfiguren – diese ist jederzeit öffentlich zugänglich. Altar sowie Figuren stellen eine thematische Verbindung zum neu gestalteten Marienvorplatz mit seinem Bilderzyklus „Der Engel des Herrn“ her.

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Der Glasaltar in der Marienkapelle

TIPP: Jeweils am ersten Sonntag im Monat findet um 14.00 Uhr die Monatswallfahrt statt, beginnend mit dem Rosenkranzgebet und anschließender Krankensegnung. Für Pilgergruppen besteht jederzeit die Möglichkeit einer Andacht oder eines eigenen Wallfahrtsgottesdienstes.

Ausführliche Informationen zu Wallfahrten und Pilgerwegen in Tirol gibt es hier

Kraftplätze Tirol – Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Manche Plätze haben eine besondere Anziehungskraft auf Menschen, meist seit langen Zeiten. Einer der bekanntesten Beispiele ist Stonehenge in England. Aber auch in Tirol findet man solche Ort, die über Jahrhunderte weg von Menschen besucht wurden und werden. An einem solchen Platz verspürt man oft ein Gefühl der Beruhigung, Stärkung oder auch Bewusstseinserweiterung. Auch Wallfahrtsorte sind zum Beispiel Kraftplätze. In dieser Serie stellen wir die schönsten Kraftplätze in der Region Hall-Wattens vor.5.0.2

 


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Kraftplatz: Das Steinlabyrinth bei St. Martin in Gnadenwald

Labyrinthe finden sich in vielen Kulturen schon seit mehr als 5000 Jahren, Geformt aus dem Bedürfnis nach innerer Ruhe und Heimat. Beim Steinlabyrinth in St. Martin, nahe des Klosters St. Martin, handelt es sicht um ein kretisches oder klassisches Labyrinth.

Labyrinthe gelten als Symbol für den menschlichen Lebensweg: das Finden der eigenen Mitte und der Weg zurück zu den Wurzeln bis zum Ende und Neubeginn des Lebens.
Das Keramik-Beton-Objekt im Zentrum weist auf die Lebensgrundsätze des Teilens (Liebe) und der Achtung vor der Natur (Einheit) hin: die beiden Heiligen des Klosters- Martin und Franziskus stehen symbolisch dafür.

Die Keramik-Halbkugeln im Labyrinth deuten die individuellen Variationen des Weges an.

Besinnungsweg von Absam nach Gnadenwald

Der Tiroler Jakobsweg führt am Steinlabyrinth und Kloster St.Martin vorbei. Das Steinlabyrinth ist gleichzeitig auch der Endpunkt des beliebten Besinnungswegs von Absam nach Gnadenwald.

Der Besinnungsweg bietet eine Möglichkeit, abseits von Hektik und Lärm, im bewussten Gehen und Schauen, im bewussten Hören, Riechen und Fühlen, zu sich selbst zu finden.

Die neun Stationen entlang des Weges sind so konzipiert, dass sie den Blick auf das Unscheinbare und Selbstverständliche richten, an dem im Trott des Alltages meist vorbei geeilt wird. Die Stationen regen dazu an, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, auf  Hoffnungen und Ängste, das kleine Glück und Enttäuschungen, auf Fragen und Zweifel.

Am Ende des Weges liegt das Steinlabyrinth beim Kloster St. Martin in Gnadenwald, Schlusspunkt des Weges und ein Ort der besonderen Ruhe.

Route:
Nördlich vom Gasthof Walderbrücke in Absam führt ein Gehweg Richtung Gnadenwald.

TIPP: Yoga am Kraftplatz
Jeden Montag bis 31.09.2015 findet beim Steinlabyrinth St. Martin für alle Gäste der Region Hall-Wattens eine kostenlose Yoga-Stunde statt. Die Anmeldung muss spätestens bis 12 Uhr an dem jeweiligen Montag erfolgen. Alle Informationen gibt es hier.
➜ Dauer: ca. 1,5 Stunden
➜ Treffpunkt: Parkplatz Mautstelle Hinterhornalm, Gnadenwald
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