Milser Matschgererwoche 2015

Ein besonderes Veranstaltungs- „Schmankerl“ in der Fasnacht 2015 ist die Milser Matschgererwoche. Hier im Überblick das wirklich sehr umfangreiche Programm:image

Dienstag 3.2.2015: Großes Matschgerer- und Muller-Schaug’n

Bereits zum 4. Mal findet im beheizten Festzelt das Matschgerer- und Muller-Schaug’n statt. Super Stimmung ist garantiert mit der Musik „Alpenvagabunden“, den Milser Hexen mit der Wex-Hex-Musik, den Milser Matschgerer, den Absamer Matschgerer, den Rumer Muller und den Thaurer Muller.

Zelteinlass: ab 18:00 Uhr

Veranstaltungsbeginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 7€

 

Freitag 6.2.2015:Stückl- und Kabarettabend

Verschiedene Milser Vereine zeigen lustige Aufführungen und Sketche zu diesen Themen. Das musikalische Rahmenprogramm bestreiten die „Tiroler Mander“.

Auftritt der Pichler Voigasplattler

Mitternacht Internationaler Stargast

Zelteinlass: ab 18:00 Uhr

Veranstaltungsbeginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 7€

 

Sonntag 8.2.2015:Großer Matschgerer-Umzug

Den Höhepunkt der Woche bildet der große Matschgerer-Umzug mit ca. 800 Mitwirkenden. Die Matschgerer- und Muller-Gruppen der umliegenden Dörfer werden echtes Tiroler Brauchtum vorführen.

Zahlreiche Musikkapellen, Festwägen usw. werden für musikalische und heitere Einlagen sorgen.

Umzugsbeginn: 13:30 Uhr

Eintritt: 5€ (bis 14 Jahre frei)

Der Umzug findet bei jeder Witterung statt.

Anschließend an den Umzug findet der Patschenball im beheizten Festzelt mit den Alpenvagabunden statt (Eintritt frei).

Von 10 Uhr bis 13:30 Uhr, ist wieder der U 1 Frühschoppen im Zelt.

Mit dabei sind:  Zillertalpower

Die Trenkwalder

Die Pfundskerle

Tirolsound

Laura Wilde

 

Zur Vereinswebsite der Milser Matschgerer

Fasnacht in den MARTA-Dörfern

 

Fasnachtsumzug der MARTA-Dörfer

Bei Kaiserwetter ging der diesjährige Fasnachtsumzug der MARTA-Dörfer in Absam über die Bühne. Die Absamer Matschgerer legten sich mächtig ins Zeug und rund 9000 begeisterte Schaulustige säumten dichtgedrängt die Strassen.
Zoggeler, Spiegeltuxer, Bären, Hexen und viele andere Fasnachtsgestalten waren mit vollem Einsatz mit von der Partie.
Im kommenden Jahr ist die Nachbargemeinde Thaur wieder als Fasnachtshochburg an der Reihe: Am Sonntag, 3. Februar 2013 steigt der große Regionsumzug der Thaurer Muller.

Zu den Fasnachtsbräuchen in der Region Hall-Wattens: http://www.hall-wattens.at/de/fasnachtsbraeuche.html
Weitere Veranstaltungshöhepunkte im Jahreskreis: http://www.hall-wattens.at/de/veranstaltungshoehepunkte.html

 

Die charaktervollsten Masken werden aus Zirbenholz geschnitzt

Maskenschnitzer bei der Arbeit

Traditionelle Fasnachtsmasken für den Umzug

Wie in kaum einer anderen Tiroler Region steht die Fasnacht in Hall-Wattens im Mittelpunkt des Dorflebens. Im Gegensatz zu anderen Tiroler Fasnachten, die nur alle vier oder fünf Jahre stattfinden, gibt es in der Region Hall-Wattens in jedem Jahr einen großen Umzug – abwechselnd in verschiedenen Dörfern. So versteht es sich fast von selbst, dass auch das Schnitzen der kunstvollen Masken in der Region eine große Tradition hat. Das beliebteste Holz vieler Schnitzer ist die Zirbe. Warum der „Baum des Jahres 2011“ dafür so geeignet ist, erzählt ein Fachmann…

Ein besonderes Holz für eine besondere Kunst
Schon längst weiß man, dass Zirbenholz über ganz besondere Eigenschaften verfügt: Vielleicht sind es die im Holz gespeicherten aromatischen Öle und Balsame, die in Zirbenholzbetten zu deutlich besserem Schlaf verhelfen und dem Herz so 3.500 Schläge pro Tag ersparen. Gegen Bakterien und Pilze ist es resistent wie kaum ein zweites Holz, und auch der gefürchtete Holzwurm macht um das besonders in alpinen Lagen gedeihende Gewächs einen weiten Bogen.

Für diese Eigenschaften schätzen aber nicht nur Tischler und Schindelmacher den „Baum des Jahres“ 2011: Ausgesuchte Zirbenhölzer, die zum Beispiel in den Tuxer Alpen gewachsen sind, werden in der Region Hall-Wattens zum Ausgangsmaterial für eines der wichtigsten Kostümteile der „Fasnachtler“: Echte, handgeschnitzte Zirbenholzmasken sind eines der Markenzeichen der Umzüge in den Dörfern rund um Hall in Tirol.

Wie die Masken entstehen und warum sich gerade das Holz der Zirbe, der „Königin der Alpen“, für das Maskenschnitzen so gut eignet, erzählt Christian Pittl. Der Milser schnitzt seit fast 40 Jahren Fasnachtsmasken. Begonnen hat er schon mit knapp 15 Jahren daheim am Küchentisch und die Technik hat er sich, inspiriert von seinem Vater, nach und nach selbst angeeignet. Damals ging das Wissen fast verloren, bevor die Fasnacht in der jüngeren Vergangenheit wieder an Bedeutung gewann: „Das weiche Zirbenholz splittert nicht und ist somit ideal zum Schnitzen. Außerdem duftet die Maske auch noch nach Jahren nach Zirbe – und das schlägt auch Holzwürmer in die Flucht und trägt so zur „Haltbarkeit“ bei.“ Aber nicht nur die Materialbeschaffenheit zeichnet das Holz aus: „Das Zirbenholz macht die Maske zum Charakter. Jede Maske repräsentiert einerseits die Figurengattung – Zottler, Klötzler, Kranewitter usw., andererseits aber auch den individuellen Träger.“ Jeder „Maschgerer“ oder „Muller“ erkennt seine Larve sofort – egal ob 5 oder 10 der gleichen Figurengruppe nebeneinander liegen.

Etwa 10 Masken schnitzt Pittl mit viel Liebe pro Jahr: Nach dem Schnitzen werden die Masken bemalt – oder „gefasst“ wie der Fachmann dazu sagt, und auch dafür nimmt er sich ausreichend Zeit. Kein Wunder, dass eine Maske rund 300 Euro kostet. Wie der Ranzen der Fasnachtler wird sie zum echten Familienerbstück: „Die Masken werden von Generation zu Generation weitergegeben. Sie sind ein Gebrauchsgegenstand. Nach rund 10, 15 Jahren nutzt sich die Farbe langsam ab. Dann kommen die positiven Eigenschaften des Zirbenholzes nochmals zum Tragen: Unter der Farbe kommt nämlich das glatte, speckige Holz zum Vorschein, das der Larve dann für die weiteren Jahre einen besonderen Schmuck verleiht.“

 Mehr zur Fasnacht in der Region Hall-Wattens: http://www.hall-wattens.at/de/fasnachtsbraeuche.html

Zum großen Matschgererumzug (Veranstaltungstipp Tourismus) am 5. Februar in Absam: http://www.hall-wattens.at/de/events/matschgererumzug.html