Thaurer Schlossspiele zeigen „Die Geierwally“

die_geierwallyDer Theaterverein Thaur wartet vom 23. August bis 10. September 2017 mit einem echten Alpen-Klassiker auf: „Die Geierwally“ wird vor der atemberaubenden Naturkulisse der Schlossruine hoch über dem Inntal an acht Veranstaltungstagen gezeigt. Die Thaurer Schlossspiele zählen zu den etablierten Kultur- und Theaterveranstaltungen Tirols.

Zur Handlung: Wally ist das einzige Kind eines reichen Bauern. Die Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben. Das hat ihr der Vater nie verziehen und auch nicht, dass ihm der Hoferbe, der erwartete Bub, versagt geblieben ist.DSC01212

Sie spürt die Ablehnung ihres Vaters und leidet unter seiner Dominanz. Auf der Hochalm, die zum Hof gehört, sind die Lämmer eine leichte Beute für die Geier. Wally versucht die Zuneigung ihres Vaters dadurch zu gewinnen, dass sie in ein fast unerreichbares Geiernest hinabsteigt und es ausnimmt. Seitdem wird sie überall Geierwally genannt. Als Wally das Nest ausnimmt, greift sie der alte Geier an und hätte sie beinahe getötet. Josef, der Jäger, kommt ihr jedoch zu Hilfe und tötet den Geier mit einem Schuss. Wally verliebt sich in Josef. Für sie steht fest, dass es eine Zukunft für sie nur mit Josef geben kann.

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Der Vater hat jedoch andere Pläne, „weil der Hof eine starke Hand braucht“. Er verlangt, dass Wally seinen Verwalter Vinzenz heiratet und nicht Josef „den Kleinhäusler und Hungerleider“. Wally lässt sich jedoch nicht einschüchtern und wird von ihrem Vater zur Strafe auf die Hochalm „verbannt“. Dort kommt es zu einer Begegnung mit Josef, der die Hochalm mit einer anderen Frau aufsucht.Thaurer Schlossruine

„Die  Geierwally“ gab es wirklich

Die „Vorlage“ zum Roman und zum Theaterstück „Die Geierwally“ hat das Leben der Anna Stainer-Knittel geliefert. Sie wurde 1841 in der Gemeinde Elbigenalp geboren, lebte später in Innsbruck und war eine gefragte Malerin. Anna Stainer-Knittel starb 1915 in Wattens.

Sie erzählte der deutschen Schriftstellerin Wilhelmine von Hillern aus ihrem Leben. Daraus entstand der Roman „Die Geierwally“, der 1875 erstmals erschien und der ein überaus großer Erfolg wurde. Einige Jahre später verfasste die Schriftstellerin nach der Romanvorlage auch ein Theaterstück.

„Die Geierwally“ in Thaur

Der  Roman wie das Theaterstück spiegeln Handlungen und Regeln des Zusammenlebens wider, wie sie zur Zeit des Entstehens des Romans in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegolten haben, die dem heutigen Theaterbesucher aber oft kaum mehr verständlich oder auch zumutbar sind. Regisseur Reiner Bachor hat zahlreiche texte auch umgeschrieben und in die heutige Zeit adaptiert: „Mein Dank gilt Frau Dr. Helga Reichart, Autorin und Journalistin aus Thaur. Sie  hat sich mit der Person der Anna Stainer-Knittel intensiv auseinandergesetzt und ein Buch über sie mit dem Titel „Die Geierwally – Leben und Werk der Malerin Anna Stainer-Knittel“ –  erschienen im Haymon Verlag 1991 – geschrieben. Diesem Werk verdanke ich wertvolle Anregungen bei der Überarbeitung des Stücks. Auch habe ich daraus Textpassagen entnommen und dem Theaterstück hinzugefügt.“

Termine:
23.8.2017 (Premiere)
27.8.2017
30.8.2017
1.9.2017
3.9.2017
6.9.2017
8.9.2017
10.9.2017

Kartenvorverkauf für die Thaurer Schlossspiele 2017 bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen, z.B. dem Tourismusbüro in Hall in Tirol, und Raiffeisenbanken.

Der Brandner Kaspar reloaded: „Die Brandnerin“ bei den Thaurer Schlossspielen 2015

Die Brandnerin; nach der Komödie „Der Brandner Kaspar und das ewig’Leben von Kurt Wilhelm

Das einzig Sichere im Leben ist das Sterben – oder nicht? Am eigentlichen Todestag der Brandnerin wird aus dem tödlichen Schuss – durch die vor Kälte zitternde Hand des Boanlkramers – „leider“ nur ein Streifschuss. Als wäre das nicht schon peinlich genug, überlistet die Brandnerin den Boanlkramer auch noch beim Kartenspielen und schlägt sich so mithilfe von ein, zwei, drei, naja, … zwölf Schnaps, ein Weiterleben bis zum Neunzigsten heraus.

Bald aber merkt sie, dass die gewonnenen Lebensjahre auch ihre Schattenseiten haben. Damit das „himmlische Gleichgewicht“ wieder hergestellt wird, muss der Boanlkramer ihre Enkelin, die Marei holen. Damit kommt der Brandnerin das abhanden, wofür sie gelebt hat. Auch das zuständige Personal im Himmel bekommt Wind davon, dass die Brandnerin noch auf Erden weilt, und so erhält der Boankramer den Auftrag, sie augenblicklich hinauf zu holen – nur wie? Er macht ihr den Vorschlag einen Blick ins Himmelreich zu werfen und dann zu entscheiden, ob sie nicht doch schon früher am Leben der Seligen teilhaben möchte.

Erleben Sie die ganze Geschichte, werfen Sie einen Blick in das ewige Leben. Lachen Sie oder schmunzeln Sie – bis der Boanlkramer kommt – oder werden Sie nachdenklich.

Ursprünglich eine literarische Figur aus einer Kurzgeschichte aus dem Bayerischen von Franz Ritter von Kobell (1871) wurde der Brandner Kaspar mehrfach fürs Theater adaptiert. Die 1975 entstandene Fassung von Kurt Wilhelm wurde und wird in München am Residenztheater und am Volkstheater viel gespielt. Im Jahr 2008 kam ein Film mit Michael Bully Herbig und Franz Xaver Kroetz ins Kino.

Die Fassung von Kurt Wilhelm ist von Reiner Bachor für den Theaterverein Thaur adaptiert worden. In Thaur wird die Titelfigur von einer Frau dargestellt. Daraus leitet sich auch der Titel „Die Brandnerin“ ab.brandnerin

„Boeing Boeing“ – Open Air Theater in Tulfes

Auch dieses Jahr wartet der engagierte Theaterverein von Tulfes mit einem Komödienhit am Glockenhof auf!

Gespielt wird ab sofort jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag ab 21 Uhr am Glockenhof bei Tulfes (letzte Vorstellung 20. Juli 2012)

Kartenpreis
€ 16.- Erwachsene
€ 10.- Kinder bis 14 Jahre

Vorverkaufstellen

TVB Region Hall-Wattens, Wallpachgasse 5, 6060 Hall in Tirol (www.hall-wattens.at)

Niederwieser Obst+ Gemüse, Museumstrasse 19, 6020 Innsbruck

telefonische Kartenhotline: 0664 921 8888

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Zum Stück:

Bernhard mag es polygam – er ist mit drei Damen gleichzeitig „verlobt“, von denen jede sichfür die einzige hält. Das ist nur möglich weil alle drei Damen Stewardessen verschiedener
Fluglinien sind. Sein perfekt erarbeiteter Flugplan kommt aber wegen der neuen, schnellen
Boeing etwas durcheinander und die drei „Bräute“ treffen plötzlich gleichzeitig in seinem
Liebesnest ein. Da kann ihm nur noch sein alleinstehender Schulfreund Robert und seine
stachlige Haushälterin Berta aus der prekären Situation helfen…wenn das nur gut geht!

Mit Boeing–Boeing gelang Marc Camoletti 1960 der ganz große Erfolg.
Das Stück wurde 1965 mit Tony Curtis und Jerry Lewis verfilmt.
Selbst 50 Jahre später verfügt dieser Klassiker des Unterhaltungstheaters noch
über reichlich Tempo, Charme, Esprit und ein entsprechendes Quäntchen Erotik.