Blütenwanderung am Tiroler Jakobsweg

Der Jakobsweg gehört wohl zu den bekanntesten Pilgerwegen der Welt und führt nach Santiago de Compostella in Spanien. Der Tiroler Jakobsweg beginnt in Waidring und endet in St. Christoph am Arlberg. Ich wandere mit euch heute auf dem Teil des Jakobsweges, der durch unsere Region Hall-Wattens führt. Ich nenne diese Wanderung deshalb „Blütenwanderung“, weil man gerade jetzt im Frühling unglaublich viele Blumen- und Pflanzenblüten entdecken kann.

Wir beginnen beim Kloster St. Martin in Gnadenwald und spazieren bis zum Eingang ins Halltal. Links und rechts am Wegesrand gibt es allerhand an Blühendem zu sehen.

1             Kloster St. Martin in Gnadenwald

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Blütenwanderung – Löwenzahn

Wiesen-Löwenzahn

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„Hänsel und Gretel“

Lungenkraut oder Hänsl und Gretl

Diese spezielle Pflanze enthält sehr viel Kieselsäure. Mit derartigen Pflanzen behandelte man früher Lungenkrankheiten.

Blütenwanderung

Lichtnelke

Lichtnelke

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Vergissmeinnicht

Wald-Vergissmeinnicht

Diese zarte Pflanze hat die kleinsten Pollenkörner unserer heimischen Flora.

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Waldveilchen

Wald-Veilchen

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Felsenbirne

Felsenbirne

Die Felsenbirne wächst gerne in lichten Kiefernwäldern, auch auf Fels –und Steinböden. Ihre Früchte sind essbar und dienten früher als Rosinenersatz.

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Zypressen-Wolfsmilch

Zypressen- Wolfsmilch

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Buchsblättrige Kreuzblume

Buchsblättrige Kreuzblume

Die kleinen Blüten sind auffallend hübsch mit ihren gelb-weiß bis rosa gefärbten Fahnen. Ohne Blüten sind sie leicht mit der Preiselbeere zu verwechseln.

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Aussamender Huflattich

Aussamender Huflattich

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Bach-Nelkwurz

Bach-Nelkwurz

Die Wurzel der Bach-Nelkwurz wurde früher als Nelkenersatz verwendet.

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Sumpfdotterblume

Sumpfdotterblume

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Wolliger Schneeball

Wolliger Schneeball

Der Wollige Schneeball (ein drollige Name, findet ihr nicht auch?) trägt im Herbst schöne rote Früchte.

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Gänseblümchen

Gänseblümchen

Ihr habt es vielleicht selbst auch schon einmal beobachtet: Die Körbchen der allseits bekannten Gänseblümchen schließen sich nachts und bei kühlem Wetter.

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Jakobsweg in Gnadenwald

Der schöne breite Weg, der hauptsächlich durch den Wald führt ist auch sehr geeignet für Familienspaziergänge, weil er kinderwagentauglich ist. Ein lohnendes Ziel zu jeder Jahreszeit – auch wenn die Blütezeit der Pflanzen vorüber ist.

Blumen sind das Lächeln der Erde! Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will!

Es blüht so grün, wenn…

Galerie

Diese Galerie enthält 12 Fotos.

… wenn der Schnee im Frühling schmilzt! Dann nämlich wagen sich einige wunderschöne Frühlingsblumen heraus -und wir können sie im … Weiterlesen

Blumen im Frühling – Der Frauenschuh

Der gelbe Frauenschuh ist eine der prächtigsten wildwachsenden Orchideenarten Europas und wird in allen Ländern streng geschützt.

Der gelbe Frauenschuh ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die zwischen 15 und 60 cm Wuchshöhe erreicht. Am leicht behaarten Stängel befinden sich drei bis fünf stängelumfassende Laubblätter, die nach außen spitz zulaufen. Praktisch: Die Blätter sind verstärkt durch Längsfalten und leiten dadurch das Regenwasser zum Stängel hin ab.Frauenschuh (c)hall-wattens.at (4)

Die Blüten sind dreizählig. Die vier äußeren purpur- bis schokoladenbraunen Blätter sind etwa 5 cm lang und sind spitz-lanzettlich. Diese umgeben den gelben „Schuh“. Der „Schuh“ erreicht eine Länge von 4 – 8cm, damit zählen die Blüten des Frauenschuhs zu den größten unserer Flora und stellen die größte Einzelblüte unter den europäischen Orchideen dar.Frauenschuh (c)hall-wattens.at (3)

Die Blütezeit beginnt je nach Wetterlage ab Mitte Mai und dauert ca. bis Ende Juni. Bis zur Blühreife der Pflanze könne 16 Jahre vergehen! Bevorzugt wächst er in schattigen Laubwäldern oder an buschigen Berghängen bis zu Höhenlagen von 2000 Metern. Bekannte Vorkommen werden jedes Jahr zur Blütezeit von vielen Menschen besucht, z. Bsp. im Lechtal.

Wenn ihr auf einer Wanderung einen gelben Frauenschuh sehen solltet: Bitte nur betrachten, bestaunen und bewundern, aber niemals pflücken: Er gilt nach der Roten Liste als gefährdet, ihn mitzunehmen ist ein Straftatbestand. 

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Die Schlüsselblume

Die Schlüsselblume gehört zur Familie der Primelgewächse. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Den Namen hat die Blume durch die Ähnlichkeit des Blütenstandes mit einem Schlüsselbund. Nach einer Legende ließ Petrus seine Schlüssel auf die Erde fallen und an dieser Stelle wuchsen Himmelschlüssel! Es gibt für sie aber auch viele andere Namen im Volksmund: Wiesen-Primel, Allelujableaml, Himmelschlüssel….

Schlüsselblumen Tirol (c)hall-wattens.at (1)Die Schlüsselblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe zwischen 8 und 20 cm. Sie wächst meist in kleineren Gruppen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.

TIPP: Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee hervorragend geeignet. Für den Hustentee verwendet man einen Teelöffel Schlüsselblumen-Wurzeln oder/und Blüten, übergießt das mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen und ausgekühlt zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.

Man kann die Schlüsselblumen–Blüten für eine Frühjahrsteemischung auch sehr gut mit folgenden Kräutern mischen: Birkenblätter, Brennnesselblätter, Löwenzahn, Vogelmiere, Ehrenpreis…

Echte Schlüsseblume (c)hall-wattens.at (2)

Achtung, bitte nicht pflücken: Die Schlüsselblume ist eine geschützte Pflanze!

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Der Huflattich

Zeitig im Frühjahr blühen beim Huflattich zuerst nur die korbförmigen, gelben Blütenstände, die ungefähr 300 weibliche, gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche, gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach dem Verblühen folgen die Blätter. Während der Blütezeit sind die Stängel mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern versehen. Verblühte Huflattich lassen traurig ihre Köpfe hängen.

Über der Erde schaut der Huflattich recht bescheiden in seiner Größe aus; erreicht er doch nur eine maximale Höhe von 20 Zentimetern; unter der Erde aber hat er einen Wurzelstock mit kriechenden, bis zu zwei Meter langen (!) unterirdischen Wurzelausläufern.

Huflattich

Der Huflattich gehört somit zu den allerersten Frühjahrsblumen und wird hauptsächlich von Bienen und Käfern bestäubt. Selten kommt auch Selbstbestäubung vor. Die Samenverbreitung erfolgt ähnlich wie beim Löwenzahn durch Schirmflieger über den Wind. Die Huflattichblüte wird auch sehr gerne mit dem Löwenzahn verwechselt. Die Blätter des Huflattich hingegen sind sehr ähnlich den Blättern der Weißen Pestwurz.

Man verwendet den Huflattich in der Naturheilkunde zur Bekämpfung von Erkrankungen der Atmungsorgane, vom einfachen Husten bis hin zu Asthma.

Aber auch gegen Hautprobleme kann man den vielseitigen, gelben Frühblüher verwenden – er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

Blumen im Frühling – Die Schneerose

Auch wenn der Großteil der Landschaft in Tirol wieder von Schnee bedeckt ist – eine Frühlingsblumen lassen sich auch vongroßen Schneemengen nicht unterkriegen. Ein tapferes Beispiel ist Schneerose Halltal (c)hall-wattens.atdie Schneerose:

Der volkstümliche Name „Schneerose“ bezieht sich auf die extrem frühe Blütezeit der Pflanze. Man nennt sie auch gerne Christrose, nach einer alten Tradition sie so zu kultvieren, dass sie zu Weihnachten blüht. Verwildert wächst die Schneerose in Tallagen und bis zu einer Höhenlage von 1900m.

Schneeröschen halltal (c)hall-wattens.atDie immergrüne, mehrjährige Pflanze mit dunkelgrünen Blätter und weißen Blüten erreicht eine Wuchshöhe zwischen 10 – 30 cm. An geeigneten Standorten kann der Pflanzenstock bis zu 25 Jahre alt werden.

Durch die sehr frühe Blütezeit der Pflanze ist eine Bestäubung durch Insekten nicht immer möglich. Als Ausgleich dafür bleiben die Narben der Schneerose lange befruchtbar und können auch die eigenen Pollen aufnehmen. Diesen Vorgang nennt man Selbstbestäubung.

Die Schneerose ist oftmals in der Pflanzengesellschaft Schneeheide-Kiefernwald anzutreffen. Schneerosen werden häufig kultiviert, verwildern jedoch selten.

Achtung: Auch wenn wild wachsende Schneerosen noch so schön leuchten: Die wunderschönen Blumen sind streng geschützt und dürfen nicht gepflückt werden.

Wer Lust hat, die Flora und Fauna unserer schönen Region unter fachkundiger Führung zu entdecken, kann dies wieder ab Mai 2015 hier im Rahmen des Wochenprogramms tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundeslehrlingswettbewerb der Gärtner und Floristen in den Swarovski Kristallwelten

Bundeslehrlingswettbewerb in WattensEinen besonders „blumigen“ Tipp präsentieren wir euch heute: In diesem Jahr findet nämlich der Bundeslehrlingswettbewerb der Floristen nach 9 Jahren wieder in Tirol statt. Er wird vom 26. bis 29. Juni 2014 in den Swarovski Kristallwelten in Wattens abgehalten.

An den Tagen Freitag, 27. Juni, Samstag, 28. Juni und Sonntag, 29. Juni werden insgesamt 27 Lehrlinge – die drei Bestplatzierten des Landeslehrlingswettbewerbes eines jeden Bundeslandes – ihre Werke rund um das Thema „Florale Reflexionen“ während der laufenden Ausstellung gestalten.

Die Werkstücke können im Rahmen der Ausstellung in den Swarovski Kristallwelten vom Publikum besichtigt werden. Zusätzlich wird es am Sonntag das jährlich stattfindende Familienfest im Park der Swarovski Kristallwelten geben, das viele heimische Familien anlockt.

Mehr Veranstaltungen in der Region hier