Wanderung Blaue Seen – G´schriebener Stoan

Nach dem Motto „Morgenstund´ hat Gold im Mund´“ starten wir pünktlich um 8.30 Uhr ab Tulfes mit der Glungezerbahn in Tulfes. Wir, das sind Robert, Klaus, Sonja und Anita.

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Das Wanderquartett: Anita, Robert, Klaus und Sonja

Der Aufstieg mit den beiden Sesselliften entschleunigt uns endgültig – man hat das Gefühl, anschieben zu müssen (!) – und lässt uns die fantastische Aussicht auf Inntal und Karwendelgebirge so richtig genießen! In eineinhalb Stunden geht es von der Tulfein Alm über den Sommerweg bzw. Osthang auf den Glungezer Gipfel auf 2677m. Der Rundblick ist einfach nur schön!

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Am Glungezergipfel

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Schafe am Glungezer

Robert drängt zum Weitermarsch Richtung Grat über den Gamslahner Spitz´ weiter über das Kreuzjöchl, wo wir nach etwa einer halben Stunde Kraxelns über Stock und vor allem Stein zu den Blauen Seen absteigen. Eine Herde Schafe schaut uns ziemlich verdutzt an. Außer uns ist spätestens seit dem Gipfel kein Mensch mehr unterwegs.

Plötzlich sieht man vier Seen von oben, die sogenannten Blauen Seen, die im herbstlichen Licht zwar eher smaragdgrün ausschauen, aber in jedem Fall zu einem hochalpinen Bad auf 2240m einladen.

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Blaue Bergseen

Immerhin hat es hier oben noch 25 Grad. Nach insgesamt 2,5 Stunden haben wir uns unsere Jause wirklich verdient, unsere Haxen spüren wir auch, das Gehen auf Schieferplatten ist zwar nicht unbedingt angenehm aber dafür abenteuerlich und – einmal überstanden – ein Grund, stolz zu sein, es geschafft zu haben.

Bei Speck, Salami, Bergkäse und Bauernbrot, einem Zirbenschnapserl und Beerensaft lässt es sich leben… der Blick über die Seen Richtung Karwendelgebirge ist der Wahnsinn, die Wolken spiegeln sich im Wasser, es ist still, wir hören nur die Kolkraben und sind umgeben von einem Meer aus Disteln. Keine Menschenseele außer uns, und das an einem der stärksten Wandertage der Saison!

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Fantastisches Bergpanorama

Ein Stückerl weiter Richtung Zirbenweg kommen wir am sogenannten „G´schriebenen Stoan“ vorbei. Wir entdecken zwar Zeichen, die wirklich alt sein könnten, sind uns aber nicht sicher… Energie verspüren wir auf jeden Fall, ob die allerdings der guten Jause, dem traumhaften Wetter und der netten Gesellschaft zuzuschreiben ist oder wirklich dem Stein, bleibt wohl ewig ein Rätsel. 🙂

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Der „Gschriebene Stoan“

Nach einem Blick auf die Uhr machen wir uns auf den Weg. Ein „Galter“ rät uns zu einer Abkürzung hinauf und zurück zum Glungezer Steig. Nach weiteren 200 Höhenmetern sind wir wieder auf der Höh´ und gehen Richtung Neuner Spitz´ Boden weiter, hinunter auf den Zirbenweg, von wo wir ziemlich flott Richtung Tulfein Bergstation zurückmarschieren, um die letzte Bahn noch zu erwischen.

Freundlicherweise wartet der Liftangestellte auf uns und mit ihm sechs weitere Kollegen. Ein Dank der Glungezerbahn und ihrer Belegschaft! Ins Tal hätten wir es nach 6,5 Stunden reiner Gehzweit wohl nicht mehr geschafft…  vor allem Sonja, die auch noch beide Schuhsohlen verliert!

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Hilfe! Die Fußsohlen lösen sich!

Was für eine Hetz´! Sonja (un)chained… wir lassen den Tag gemütlich bei leckerem Kuchen und Kaffee im Larchenhüttl ausklingen. Heute werden wir sicher gut schlafen!

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…und ab sind sie…

0,0346 km² blaues, frisches Bergglück!

Möls See

Endlich ein warmer Sommertag am Wochenende. Nach kurzem Blick auf die Karte war klar, dass es heute kein Gipfel werden würde, sondern ein 16°C frischer Bergsee im hinteren Wattental – meine tierische Begleitung eingepackt und schon ging´s los!

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Meine Leckerlies dabei, dann bin ich startklar!

Mit Hundeleckerlies und Jause ausgerüstet, starteten wir vom Parkplatz Lager Walchen. Da es auf diesem Weg von Gebirgsbächen nur so wimmelt, ist die Runde Möls See eine perfekte Runde mit einem wanderfreudigen Hund im Sommer!

Kurz nach dem Kasernengebäude des Bundesheeres teilt sich der asphaltierte Weg. Hier weist uns ein Schild (eines der wenigen Schilder auf dieser Runde) den Weg nach rechts Richtung Mölser Niederleger und Mölser Hochleger. Flott geht es hinauf entlang des Forstweges. Schon bald säumen Zirben den Wegrand und kurz nach dem Mölser Niederleger wird der Blick zum Talschluss des Mölstals immer beeindruckender und malerischer.

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Talschluss mit Blick auf das Mölsjoch und hinten rechts die Naviser Sonnenspitze

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Blick hinaus auf das Karwendel

Nach gut 1 ¼ h erreichten wir den Mölser Hochleger. Hier den Abzweig zwischen den Almhütten hindurch nicht verpassen! Linker Hand führt der Weg nun an einem Bachlauf entlang steil hinauf zum Möls See.

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Die letzte Steilstufe hinauf zum Möls See

…in gut 20min brachten wir dieses etwas steilere Stück hinter uns…und schon war der Hund im See! 🙂

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Möls See – Zeit zum Rasten und Füße/Pfoten kühlen

Der Möls See liegt idyllisch eingebettet auf 2240m vor uns. Schnell waren die Schuhe ausgezogen und die Füße hineingestreckt. Brrrrrr herrrrrrrlich!!!

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Am östlichen Ende des Möls Sees folgte noch ein Anstieg von 100hm hinauf auf die Mölser Scharte 2379m. Der 360° Ausblick von hier oben…unbezahlbar!

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Blick auf den Möls See und die Kette der Seekarspitze – Sunntiger – Malgrübler – Haneburger

Wer hier noch nicht genug hat, kann noch den Mölser Berg 2479m in Angriff nehmen. Im stetigen auf und ab leicht zu erreichen –  leider muss man einen Großteil des Weges wieder retour gehen.

Wir genossen an diesem Tag lieber noch einmal die Aussicht von hier oben. Jausnen und schauen kann man ja nie genug!

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Blick in die Stubaier Alpen mit ihren vielen Gletschern

Irgendwann mussten wir uns von der grandiosen Aussicht trennen und zur Lizumer Hütte absteigen. Entlang von Übungs-Schützengräben und Murmeltierbauten muss man den Weg teilweise suchen, aber auch das ein oder andere Murmeltier zeigt dem Wanderer manchmal wo es lang geht – oder eben nicht. 🙂

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Die imposanten Tarntaler Köpfe und der Lizumer Reckner

Ab der Lizumer Hütte führt der Zirmweg in einer knappen ¾ h zurück zum Parkplatz Lager Walchen. Die schattenspendenden Zirben taten nun wirklich gut. Und auch das ein oder andere Bächlein wurde noch einmal genutzt.

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Der Zirmweg hinaus zum Lager Walchen

 Falls ihr mal wieder in unserer Region unterwegs seid – mit oder ohne Hund – ist diese Runde wirklich empfehlenswert! Die reine Gehzeit beträgt ca 5h, je nach Verweildauer am See kann diese natürlich schnell überschritten werden! 😀

Hinweis: Man befindet sich in militärischem Sperrgebiet – bittet achtet auf Hinweistafeln und checkt vorab die Schießzeiten!