Tiere im Herbst – So machen sie sich winterfit: Das Reh

_OMI0251Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

 

 

 

 

 

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Aussehen

Das Reh ist das häufigste und kleinstes geweihtragendes Schalenwild – aber nur der Bock trägt ein Geweih. Zweimal im Jahr wechselt es sein Haarkleid: im Sommer rötlich, im Winter graubraun. Der weiße Fleck am Hinterteil wird Spiegel genannt.Reh (Capreolus capreolus)_FStraubinger

Fortpflanzung

Im Juli und August ist die Blattzeit (Paarungszeit). Oft sieht man aufgescharrte Stellen am Waldboden, das sind sogenannte Plätzstellen, mit denen der Böck den Boden zur Reviermarkierung aufscharrt. Im Mai/Juni werden meist zwei Kitze gesetzt (geboren). Die weißen Tupfen bei den jungen Tieren verschwinden ab August wieder.

Nahrung

Rehe sind sehr naschhaft und wählerisch. Sie äsen (fressen) vor allem in den Morgen- und Abendstunden.

Feinde

Zu den Feinden zählen der Fuchs, der Marder, der Uhu, wildernde Hunde, befahrene Straßen und leider auch der Mensch und seine Mähmaschinen, weil in den Feldern oft die Kitze von der Geiß abgelegt (in Sicherheit gebracht) werden.

Besonderheiten

Rehe haben ein besonders breites Klangrepetoir, um sich untereinander zu verständigen. Als Lautäußerungen kennen wir beim Rehkitz das Fiepen zwischen Geiß und Kitz, das bellende Schrecken der Geiß und des Bockes sowie das Fiepen der Geiß in der Brunft. Als Schmerzlaut kennen wir das Klagen, welches in Todesangst ausgestoßen wird. Der Abwurf des Geweihs erfolgt von Ende Oktober bis Jänner. Das junge Geweih, das Bastgeweih, wird jedes Jahr sofort neu geschoben (gebildet). Von diesem muss der Rehbock erst die Basthaut abfegen.Reh Trittsiegel (Capreolus capreolus)_Hinterautal_A.Heufelder_1_1500

Das Reh im Winter

Das Reh ist leider für kalte Temperaturen nicht sehr gut „ausgerüstet“ – Milde Temperaturen, so wie sie zur Zeit herrschen, sind für Rehe kein Problem. Was ihnen aber sehr zu schaffen macht, ist ein besonders früher Wintereinbruch und ein harter Winter. Diese führen in allen Altersklassen zu Verlusten, sie führen sogar zum Absterben von Embryonen. Hungernde Rehe sind anfälliger für Parasitenbefall!  In diesen Notzeiten muss das Rehwild gefüttert werden, weil sein natürlicher Lebensraum vom Menschen stark eingeengt wird.

Zum Schutz der Rehe sollten wir Menschen im Winter Abstand von Futterkrippen halten!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel

Tiere im Herbst – so machen sie sich winterfit: Die Gämse

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Ob Kältestarre, Winterschlaf oder Urlaub im sonnigen Süden – jedes Tier, das bei uns heimisch ist, verbringt den Winter auf andere Weise. Im Herbst müssen die letzten Vorbereitungen dafür getroffen werden, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen.

Unsere Nature Watch-Führerin Susi erklärt in einer kleinen Serie, wie das jeweilige Tier mit den feindlichen Lebensbedingungen umgeht.

 

 

 

Teil 1: Die Gämse

Gämse (Rupicapra rupicapra)_Thaurer Zunterkopf_H.Sonntag_1

Aussehen

Die Gämsen gehören zum horntragenden Schalenwild und sowohl der Bock als auch die Geiß tragen Hörner, die nicht abgeworfen werden. Gämsen können bis zu 20 Jahre alt werden. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – wechselt die Gams ihr Haarkleid. Im Winter ist sie fast schwarz.

Fortpflanzung

Gämsen leben in Rudeln zusammen. Es gibt Bockrudel und Geißrudel, die mit den Kitzen zusammen sind. Ihr Lebensraum ist das Gebirge. Im November findet die Brunft (Paarungszeit) statt, bei der die Böcke ihr Revier und ihre Geißen verteidigen. Im Mai bzw. Juni wird dann meist ein Kitz geboren (gesetzt). Gämse (rupicapra rupicapra) 20131208_Karwendeltal_Franz (5)

Nahrung 

Gämsen fressen vorwiegend Kräuter, Blumen, Flechten und Moose.

Gefahren

Gefahren für die Gämsen sind vor allem schneereiche Winter, Krankheiten, eine feuchtkalte Witterung in der Setzzeit und die natürlichen Feinde wie der Adler, der Uhu, der Fuchs, der Marder und der Kolkrabe.

Besonderheiten

– An den „Krucken“ (Hörnern) kann man das Alter der Gams durch Zählen der Jahresringe bestimmen, die durch das Wachstum zwischen April und November entstehen.

– Das typische Salzlecken ist eine wichtige Hegemaßnahme für den Haarwechsel des Wildes. 

– Wenn Gefahr droht, stößt die Gams einen lauten Warnpfiff aus, in der Brunft kann man das typische „Blädern“ (Ruf nach der Geiß, also der weiblichen Gämse) hören. 

Die Gämse im Winter:

Die Gämse muss im Winter mit ihrer Energie gut haushalten, was für die Tiere eine große Herausforderung darstellt. Sie hat dazu folgende „Strategien“ entwickelt:Gämse (Rupicapra rupicapra)_S.Hoelscher_001

– Gämsen wechseln ihr Fell im Spätsommer zu einem dunklen Winterkleid, welches vor Wärmeverlust schützt.

– Die Tiere verringern die Durchblutung der äußeren Körperteile. Dadurch kühlen diese aus und es wird nur mehr der Kern des Körpers auf hoher Temperatur gehalten. Außerdem lässt sie sich oft einschneien.

– Durch das dadurch entstandene Stoffwechseltief können Beunruhigungen wie Schifahrer, Tourengeher oder Schneeschuhwanderer für das Wild lebensbedrohlich sein.

Achtung: Man sollte generell in der kalten Jahreszeit darauf achten, dass man die Tiere in ihrem Lebensraum nicht stört. Die Energie, die sie für eine Flucht aufwenden müssen, kann für die Tiere unter Umständen tödlich sein!

Ihr wollt selbst einmal diese Tiere in freier Wildbahn erleben? Geführte Nature Watch – Wanderungen mit Schneeschuhen oder zu Fuß bieten euch zahlreiche Gelegenheiten dazu, und zwar jeden Freitag von 01. Dezember 2014 bis 31. April 2015! Mehr Infos und Anmeldung hier

Fotonachweise: (c)Alpenpark Karwendel, Fotografen: Hermann Sonntag, Sina Hölscher

Auftakt rund ums Karwendel am 24. und 25. Mai 2014

Im Alpenpark Karwendel finden im Sommer zahlreiche interessante Führungen zu den verschiedensten Themen statt. Dieses Jahr finden zum ersten Mal beim „Auftakt rund ums Karwendel“ am Samstag, den 24. Mai und Sonntag, den 25. Mai 2014 folgende kostenlose Führungen statt: 

  • 24.5. Karwendelschlucht Scharnitz
  • 24.5. Feilkopf bzw. Gernalm
  • 25.5. St. Magdalena bzw. Issanger
  • 25.5. Kranebitter Wald

Eine Anmeldung zu den Führungen ist unbedingt erforderlich; maximale Teilnehmerzahl 15 Personen.

Anmeldung: anton.heufelder@karwendel.org oder 0664-88446225

Anmeldeschluss ist der 19.05.2014!

Wie leben eigentlich die Bewohner des Karwendels im Rythmus der Jahreszeiten? Wie überleben Pflanzen und Tiere in den extremen Bedingungen oberhalb der Baumgrenze? Oder: Was lebt im Wasser der Wildflüsse?

Die Naturparkführer des Alpenparks sind auf ausgearbeiteten Routen unterwegs und wissen nicht nur Erstaunliches zu berichten, sondern ermöglichen auch im wahrsten Sinne des Wortes neue Einblicke!

Samstag, 24. Mai 2014

Karwendelschlucht (Scharnitz)

Einen Alpenfluss mit allem was dazugehört erleben; Wasserfälle und Schluchten – und das eingebettet in die schroffen Berge des Karwendel. Eindrucksvolle Ausblicke und interessante Einblicke – all das vermittelt unser Naturparkführer an besonderen Aussichts-punkten.Von den Insekten auf der Blumenwiese über größere Bewohner des Karwendel bis zu den imposanten Bergspitzen wie dem Hohen Gleirsch reicht das Spektrum dieser Naturführung. Höhepunkte sind sicher die unterschiedlichen Blickwinkel in die Karwendel-bachklamm und die gegenüberliegende Teufelslochklamm. Beim Rückweg entlang der Isar ist mit Glück das Beobachten der Wasseramsel oder des seltenen Flussuferläufers möglich.

Treffpunkt: Parkplatz In der Lend (Scharnitz)

Uhrzeit: 09:00 – 13:30

 

Samstag, 24. Mai 2014

Feilkopf bzw. Gernalm (Pertisau)

Vom Treffpunkt in Pertisau geht es zusammen mit den Naturparkführern des Alpenpark Karwendel und ausgestattet mit Swarovski-Ferngläsern auf Entdeckungsreise. Dem Seebergsteig folgen wir zur Pletzachalm (1040 m) mit intensiver Betrachtung der Tier- und Pflanzenwelt, weiter wandert man von dort entweder zur Gernalm (1169 m) mit fantastischem Panorama am Talschluss oder auf die Feilalm (1380 m) mit herrlichem Blick auf Pertisau und den Achensee.

Uhrzeit: 09:45 – 15:00

Treffpunkt: Informationsbüro Pertisau

 

Sonntag, 25. Mai 2014

Issanger (Absam)

Das Halltal ist ohne Zweifel ein naturkundliches und landschaftliches Kleinod, welches gerade auf den zweiten Blick sehr Vieles offenbart. Unsere Tour führt vom großen Parkplatz am Eingang des Halltals über den Fluchtsteig vorbei an St. Magdalena Richtung Issanger. Der Weg dorthin offeriert nicht nur imposante Blicke auf die Bettelwurfhütte, Gämsen und Lawinenreste, sondern lässt uns auch einige Bewohner von Feuchtgebieten und Bergwäldern beobachten. Der Höhepunkt der Tour ist der Issanger, umrahmt von Lafatscher und Speckkarspitze. Neben der atemberaubenden Landschaft staunen wir hier auch über eine Vielfalt an Pflanzen, die im Vorübergehen oft übersehen werden.

Treffpunkt: Parkplatz Eingang Halltal

Uhrzeit: 09:00 – 16:00

 

Sonntag, 25. Mai 2014

Kranebitter Wald (Innsbruck)

Vom Bahnhof Kranebitten aus entführen uns die Naturparkführer in die geheimnisvolle Welt des Waldes: Was aber genau ist ein Wald? Welchen Einfluss hat der Mensch auf diese beeindruckende Landschaftsform? Mit diesen Fragen im Hinterkopf durchwandern wir die artenreichen Südhänge mit denen das Karwendel ans Inntal grenzt.  Wir biegen, immer noch auf ausgesetztem Wanderweg, der einige Trittsicherheit voraussetzt, in ein Naturwaldreservat. Hier wird der Wald ganz seiner natürlichen Entwicklung überlassen und es gibt nicht nur einiges über die knorrigen Baumriesen zu staunen, sondern auch über ihre Bewohner! Ein letzter Anstieg schließlich führt uns in einen klassischen Fichten-Kiefern-Bergwald, der den Abschluss zu den unterschiedlichen Baumgesellschaften bildet. Von hier können wir wieder auf befestigtem Wege zur Rauschbrunnen-Hütte und ins Tal absteigen.

Treffpunkt: Bahnhof Kranebitten am Gleis, Klammstraße (Buslinie LK, Haltestelle Klammgeist; oder Bahnlinie S/REX)

Uhrzeit: 09:00 – 16:00

 Alle Informationen unter www.karwendel.org

 

Fest für die ganze Familie – Der Alpenpark Karwendel zu Gast in Hall

Samstag, 17. Mai 2014, 9 bis 13 Uhr

Oberer Stadtplatz, Hall in Tirol

Aktiv mit dabei sind wieder zahlreiche Partner wie beispielsweise die Österreichischen Bundesforste mit ihrem Waldmobil oder alle Tiroler Naturparke. Ein buntes Programm für Groß und Klein ermöglicht, das „Schutzgebiet vor der Haustür“ näher kennen zu lernen.

Karwendelolympiade reloaded
20130504_Hall_APK zu Gast_HSonntag (18)_klein
Die Karwendelolympiade ist sicherlich ein Highlight für die Kinder und Familien. Zum ersten Mal nach der Ausarbeitung neuer spannender Stationen feiert sie dieses Jahr Premiere. Frei nach dem Motto „Höher, schneller, weiter und gescheiter“ steht die Karwendelolympiade für Spannung, Spiel, Kreativität und vor allem Spaß im naturkundlichen Zusammenhang. Spielerisch werden im Rahmen eines Stationsbetriebs den Kindern Naturschutzaspekte und Umweltbewusstsein in Verbindung mit dem Alpenpark Karwendel vermittelt.

Aber auch für Erwachsene ist viel Interessantes geboten: Sie können ihre Beobachtungsqualitäten beim 20130504_Hall_APK zu Gast_HSonntag (62)_kleinNature Watch – Sehtest messen, dem Schindelmacher über die Schulter schauen und bei einem Wissensquiz tolle Bücher über das Karwendel gewinnen. Außerdem stellen wir, der Tourismusverband Region Hall-Wattens, unsere vielfälitgen Wander- und Naturprogramme vor.

Kulinarik und Musik

An diesem Vormittag spielt die Alpinbanda auf und umrahmt mit ihrer schrägen Volks-, Welt- und Jazzmusik den Haller Bauernmarkt und das weitere Geschehen am Oberen Stadtplatz. Die Bauern der Eng-Alm und die Tiroler Steinölwerke haben für diesen Tag wieder ihre Produkte zum Verkaufen mitgebracht, die Wirtsleute der Arzler Alm sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.

Weitere Infos zum Alpenpark Karwendel hier

Alle Veranstaltungen in der Region hier

 

 

Team Karwendel – Projektplattform für Freiwillige im größten Naturpark Österreichs

Letzte Woche hat der Alpenpark Karwendel ein innovatives Projekt für den Naturschutz vorgestellt:  Unter dem Namen „TEAM KARWENDEL“ wird allen Interessierten die Möglichkeit geboten, aktiv an der Natur- und Landschaftsschutzarbeit mitzuwirken. Die heurigen Projekte reichen von Biotoppflege im Halltal, über Zaunreparaturen am Großen Ahornboden bis zur Mithilfe bei der Besucherzählung im Sommer und Herbst. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem Angebot zahlreiche engagierte Menschen ansprechen“, erklärt Bgm. Josef Hausberger, Obmann des Vereins.

Langjährige Erfahrungen                             

C: Alpenpark Karwendel

Bereits seit mehreren Jahren organisiert der Alpenpark Karwendel – meist gemeinsam mit anderen Organisationen wie dem Oesterreichischen Alpenverein – Freiwilligenprojekte im Naturpark. So konnten im Rahmen von Umweltbaustellen und Bergwaldprojekten bereits zahlreiche Einsätze für die Karwendelmoore, im Bereich der Almpflege und am Ahornboden umgesetzt werden. Darüber hinaus gab es letztes Jahr mit der Müllaktion am Hafelekar und der Revitalisierung der Walderalmteiche weitere lokale Initiativen. Anmeldung Die Anmeldung erfolgt sehr einfach über www.karwendel.org. Hier finden sich auch die grundlegenden Informationen zu den einzelnen Projekten. Prinzipiell sind die Aktionen ein- bis zweitägig; die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

C: Alpenpark Karwendel

BIO vom BERG als Partner
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit „BIO vom BERG“ unseren Wunschpartner für die Verköstigung des Teams Karwendel gewinnen konnten“, erklärt Hermann Sonntag. Somit ist für das leibliche Wohl mehr als gesorgt. Vielleicht ein weiteres Argument, um bei unseren Freiwilligeneinsätzen mitzuhelfen. Das Projekt wird auch im Rahmen der Ländlichen Entwicklung unterstützt.

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Der Alpenpark Karwendel umfasst beinahe das gesamte Karwendelmassiv und ist mit einer Fläche von 727 km² das größte Tiroler Schutzgebiet und der größte Naturpark Österreichs. Aufgrund der klimatischen und topografischen Gegebenheiten verfügt das Karwendel über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an natürlichen Lebensräumen wie Urwäldern und Wildflüssen und beherbergt eine hohe Artenvielfalt.

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Weitere Informationen

http://www.hall-wattens.at/de/wandern-alpenpark-karwendel.html                                         http://www.karwendel.org/de/aktuelles/2012_TeamKarwendel_Vorstellung.php