Share/Save/Bookmark
Hotels & UnterkünfteEssen/TrinkenBilddatenbankKontaktformularVeranstaltungskalenderWetterstationLivecams

Klumperspaß - 1. & 2. Klumper WM

Eine Vision wurde Wirklichkeit
Zwei Jahre Vorbereitungszeit, etliche Sitzungen und tausende Arbeitsstunden fanden ihren Höhepunkt bei einer äußerst gelungenen Klumper-WM am 4. Februar 2006 in Tulfes, der ersten ihrer Art.


Zoom


Zoom


Zoom
170 Teilnehmer waren gemeldet, fast alle traten zum Start an und waren begeistert von der tollen Strecke und dem perfekt organisierten Rennablauf.

Tulfes präsentierte sich an diesem herrlich schönen Wintertag wahrlich von seiner besten Seite. Kaiserwetter, eine perfekt präparierte Piste mit einem von Rennleiter Manfred Arnold spannend gesteckten Parallelslalom boten ein eindrucksvolles Bild für sämtliche Teilnehmer und Besucher auf der Halsmarter.
Mit lediglich fünfminütiger Verspätung begann das Rennen und gleich zu Beginn eine herbe Enttäuschung für die Tulfer. Der Favorit und Gewinner der Vor-WM, Andreas Arnold, verlor wenige Meter vor dem Ziel die Kontrolle über die Klumper und durchfuhr das Ziel auf der falschen Streckenseite, was laut Reglement einem Torfehler entspricht und die Disqualifikation zur Folge hatte.

Südtiroler in Top-Form

Bereits die ersten Läufer aus Olang / Südtirol – der Heimat der Klumper – lieferten unglaubliche Zeiten ab. Sie schossen die Piste mit fast akrobatischem Können in atemberaubender Geschwindigkeit hinunter. Den Tulfer Teilnehmern war bald klar, dass die sportlichen Gegner aus Italien heute fast nicht zu schlagen sind. Die heimischen Favoriten – wie zum Beispiel Fritz Kirchmair, Günter Steger, Hannes Gabmair – hatten den unglaublichen Leistungen der Südtiroler nichts gleichwertiges entgegenzusetzen und konnten in den Semifinal- oder Finalläufen nur auf ein Wunder hoffen. Selbst große heimische Könner auf der Klumper kamen oft mit der Piste nicht zurecht, und so kam es zu ungewöhnlich vielen Ausfällen der Tulfer Klumperinnen und Klumperer wegen Torfehler oder gar Stürzen.
Trotz der vielen – teils spektakulären – Stürze hatte Rennarzt Dr. Klaus Schweitzer, der diese Tätigkeit dankenswerterweise ehrenamtlich übernahm, an beiden Tagen nichts zu tun, da sich Gott sei Dank keiner der Teilnehmer verletzte.
Besser die Situation bei den Damen. Zwar ging auch hier der Weltmeistertitel nach Olang, aber Alexandra Putzer und Barbara Kössler retteten die Ehre der Österreicher mit einem hervorragenden zweiten und dritten Platz.
Die Ergebnisliste der Herren liest sich am Anfang fast wie jene einer italienischen Vereinsmeisterschaft, die Plätze 1 bis 6 gingen durchwegs an Italien. Lediglich Hannes Gambair und René Gaber schafften es bis in die Finalläufe und mussten sich mit den Plätzen 7 und 8 zufriedengeben. Dem einwandfreien Klumperstil der Burschen aus Olang waren die Tulfer einfach nicht gewachsen, obwohl alles versucht wurde und sich so mancher mutige Grenzgang unserer Läufer mit einem Torfehler rächte.
Der Stimmung unter den – großteils heimischen – Zuschauern tat dies jedoch keinen Abbruch, und gemäß dem Motto, Ehre wem Ehre gebührt, wurden die Südtiroler Rennläufer für ihre tollen Leistungen bejubelt. Auch Christoph Crepaz, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes der Region Hall-Wattens, zeigte sich beeindruckt von den tollen Leistungen aller Klumperinnen und Klumperer.

Ausgiebige Feier
Die WM-Party begann ebenfalls mit der Siegerehrung pünktlich um 20 Uhr im voll besetzten Vereinshaus.
Obfrau Maria Gaber bedankte sich in ihrer Ansprache bei den vielen Helferinnen und Helfern und richtete via Mikrofon den Südtirolern ihren Respekt aus mit den Worten „Mein Gott, ihr habt’s uns heute wirklich gezeigt, woher die Klumper kommt“. Dann fand die Preisverleihung für das Kinder- und Jugendrennen statt.
Bürgermeister Gatt zollte den südlichen Nachbarn in seiner Rede ebenfalls Respekt und wurde dann ungewöhnlich emotional, als er auf die Klumper-WM zu sprechen kam. „Ich bin sehr stolz, Bürgermeister einer WM-Gemeinde zu sein.“ Er bedankte sich beim Klumperverein Tulfes unter Obfrau Maria Gaber für die großartige Durchführung der WM, welche weit über Tulfes hinaus große Beachtung gefunden hat.
Dann kam der Höhepunkt, die Kür der Weltmeister.
Die Ränge 7 bis 8 wurden mit Sachpreisen belohnt, die Ränge 6 bis 1 erhielten Geld- und Sachpreise. Die Medaillen überreichten Bürgermeister Josef Gatt, Fritz Kopriva von der Firma Galbani sowie Martin Reiter, der Marketingleiter der Tiroler Versicherung.
Frenetischer Jubel im ganzen Vereinshaus, als die Weltmeisterin Christiane Jud aufs Podium gerufen wurde. Ergreifend auch die Stimmung, als dann die italienische Hmyne gespielt wurde und sich die Zuschauer von den Plätzen erhoben.


Bei der Kür der Weltmeister geriet die Stimmung fast zum Kochen. Die Burschen aus Südtirol wurden von allen Anwesenden begeistert gefeiert. Vor allem der Sieger Wolfgang Jud war sichtlich gerührt. Wieder wurde die italienische Hymne gespielt, bei der alle aufgestanden sind.

Nach dieser – zweifelsohne würdigen – Preisverleihung heizte die oberösterreichische Gruppe XDREAM den Zuschauern mit ihrer außergewöhnlich guten Musik und ihren gekonnt vorgetragenen Darbietungen ordentlich ein. Hier gebührt ein großer Dank dem Bandleader Hannes sowie dem Tonmeister Helmut für die gute Zusammenarbeit auch bezüglich der Lautstärke.
Ein weiterer Höhepunkt war dann um 22.30 Uhr der Auftritt der Volderer Muller, die mit ihren sicherlich 60 Mann den Zuschauern gehörig einheizten und vor allem bei den ausländischen Gästen für viel Staunen sorgten. Nicht zu vergessen die beiden Feuertänzerinnen um Mitternacht, deren Spektakel die Zuschauer stark beeindruckte und ebenfalls mit einem höllischen Applaus bedankt wurde.
Alles in allem war die Klumper-WM zweifelsohne ein Höhepunkt des heurigen Jahres in Tulfes. Viele Besucher erlebten unseren Ort von seiner schönsten Seite und haben sicher bleibende Eindrücke mit nach Hause genommen. Die Organisation dieser Veranstaltung ließ keine Wünsche offen, der Ablauf klappte von der Startnummernausgabe bis zum Zusperren der Bar am frühen Morgen wie am Schnürchen, was nur möglich ist, wenn ein ausgesprochen gutes Team in ungewöhnlich engagierter Weise zusammenarbeitet. Dem Klumperverein nochmals ein großes Kompliment für diese Veranstaltung.

Text: Helmut Kohler
Erstmals triumphierte Lokalmatadorin bei der 2. Auflage der Klumper WM 

„Auf einer Kufe rasant ins Tal“ lautete die Devise am 6. Februar 2010 in Tulfes als bereits zum zweiten Mal die besten Klumperer der Welt gekürt wurden. Mehr als 100 Teilnehmer lieferten sich beim Parallel-Slalom gnadenlose Duelle um die Spitzenplätze. Den Weltmeistertitel bei den Damen konnte Österreich holen. Bianca Schweitzer machte den Traum des Veranstalters, die Weltmeisterschaft siegreich zu beenden, mit einer Final-Gesamtzeit von 38,56 Sekunden wahr. Thomas Mutschlechner aus Südtirol darf sich Klumper-Weltmeister bei den Herren mit einer Final-Gesamtzeit von 36,68 Sekunden nennen.

Die Region Hall-Wattens lockte über 100 Klumper-Enthusiasten nach Tulfes, wo bereits zum zweiten Mal um den Weltmeistertitel gekämpft wurde. Athleten aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Tschechien und Neuseeland lieferten sich trotz starken Schneefalls packende Duelle, während sie in zum Teil atemberaubendem Tempo von ungefähr 70 km/h den Parallelslalom bewältigten.

Gingen bei der ersten WM 2006 noch ausnahmslos alle Titel an Teilnehmer aus Südtirol, konnte sich heuer bei den Damen Bianca Schweitzer aus Tulfes den Spitzenplatz sichern. Die Ränge zwei und drei bei den Damen holten sich die starken Südtirolerinnen Christiane und Katrin Jud, bei den Herren Alexander Jud und Markus Hofer, ebenfalls aus Italien. Die deutsche Teilnehmerin Sandra Rohr belegte Platz 6.
Der Ursprung der Klumper
Die Idee zum Klumpern stammt von den südlichen Nachbarn aus Südtirol. Beim Besuch der Rodel-WM 1972 in Olang in Südtirol lernte eine Gruppe aus Tulfes das sogenannte „Rennböckele“ kennen, eine Art einkufige Rodel. Unter dem Trägerbrett war eine Eisenschiene angebracht und quer darüber eine Sitzfläche aus Holz. Als begeisterte Rodler griffen die Tulfer die Idee auf und bauten das Gerät nach. Die Eisenkufe wurde durch einen Kurzski ersetzt und da man sich nicht mehr an den ursprünglichen Namen des Gefährtes erinnerte, wurde die „Klumper“ geboren. Der „Klumperverein Tulfes“ wurde gegründet und die ersten Vereinsmeisterschaften abgehalten. Über 100 begeisterte Mitglieder verzeichnet der Verein heute und bei den jährlichen Klumperrennen gehen im Durchschnitt 70 Teilnehmer an den Start.
Wöchentlicher Klumperspaß für Einheimische und Gäste
Auch nach der Klumper-Weltmeisterschaft besteht in Tulfes die Möglichkeit, das Klumpern zu erlernen. Einmal wöchentlich führen fachkundige und erfahrene Klumper-Profis in die Sportart ein. Im Winter 2009/10 findet der Klumperspaß jeden Donnerstag um 20.00 Uhr an der Talstation der Glugenzerbahn statt. Zahlreiche Fans und Fahrer finden sich dann auf der beleuchteten Übungswiese ein und sind immer wieder fasziniert, wie leicht und schnell sich Klumpern lernen lässt. Einfach draufsetzen, ein paar Mal fahren und schon ist man bestens qualifiziert für das abschließende Rennen um 21 Uhr. Das besonders schöne daran: man braucht kein Spitzensportler zu sein. Kinder, Eltern und sogar Großeltern rauschen die Abfahrt hinunter und zeigen ihr erlerntes Können beim Renn-Slalom. Jeder kann gegen geringes Nenngeld (3,60 € für Erwachsene, 1,80 € für Kinder) teilnehmen. Für jeden Starter in der Gästeklasse gibt es eine kleine Holzklumper sowie eine Urkunde als Andenken. Außerdem kann man sich in der gemütlichen Hütte bei einem Glühwein aufwärmen und mit den zahlreichen anwesenden „Klumper-Profis“ über Fahrstil und Kurventechnik plaudern.
 

Mobile HTML-Version
Deutsch English Italiano Français Nederlands Español Português Svenska Norsk Suomi Dansk Русский язык Українська мова Magyar Česky Polski Româna Slovenčina Hrvatski Български Ελληνικά Türkçe العربية 中文 日本語 SitemapImpressumTeamKontakt