Böhmen, damals Teilgebiet der Donaumonarchie Österreich-Ungarn, war eines der wichtigsten Zentren für die Glas- und Kristallherstellung. Und auch in der kleinen Fabrik des Vaters wurde Kristall geschliffen. Als Junge schaute Daniel oft im väterlichen Betrieb bei der Arbeit zu. Später absolvierte er sowohl hier als auch bei einigen anderen Kristallschleifern seine Lehrjahre. Und als er 21-jährig die "1. Elektrische Ausstellung" in Wien besuchte, hatte er die Idee seines Lebens: Die neuen Techniken von Siemens und Edison inspirierten ihn, eine Maschine zum Kristallschleifen zu entwickeln. Er verbrachte Tage und Nächte damit, seine Vision zu verwirklichen. Endlich, neun Jahre später (1892), konnte er ein Patent anmelden: Eine Maschine, die es erstmals ermöglichte, Kristallsteine in höchster Perfektion zu schleifen. Schneller und perfekter als bisher in mühevoller Handarbeit. Damit begann eine neue Ära in der Welt des Kristalls. Der Grundstein für die heutige Firma war gelegt. Diese gründete Daniel Swarovski 1895 gemeinsam mit seinem Schwager Franz Weis und mit Armand Kosmann.
1895 Standort Wattens in Tirol Daniel Swarovski übersiedelte mit seiner Familie vom böhmischen Georgenthal nach Wattens, Tirol. Hier, fern seiner Geburtsregion, lieferten die Alpen den entscheidenden Beitrag zur Unternehmensgründung: genügend Wasser und Energie in Form von Wasserkraft. Als idealen Standort für das Unternehmen entdeckten Daniel Swarovski und seine Partner Wattens in den österreichischen Alpen. Hier gab es genügend Wasserkraftressourcen für den Antrieb der Maschinen. Außerdem war man fernab der Konkurrenz relativ sicher vor Nachahmern. Und schließlich führten gute Handelswege zum Modezentrum Paris, wo Schmucksteine aus Kristall sehr gefragt waren.
1913 Errichtung der Anlagen zur Kristallherstellung Mit seinen drei Söhnen Wilhelm, Friedrich und Alfred errichtete Daniel Swarovski eine Anlage zur Herstellung von Kristall, um Rohmaterial von besonderer Güte erzeugen zu können. Damals wie heute bilden höchste Qualitätsansprüche die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Im Jahre 1908 begann Daniel Swarovski, dessen Söhne inzwischen in den väterlichen Betrieb eingetreten waren, mit Experimenten zur Kristallherstellung, die in einer eigens dafür errichteten Werkstatt neben der Villa der Familie in Wattens durchgeführt wurden. Drei Jahre wurden für den Entwurf und die Einrichtung der eigenen Schmelzöfen benötigt. Es dauerte noch länger, bis das "Rezept" für Kristall von makellosem Glanz gefunden war. 1913 begann Swarovski mit der eigenen Kristallherstellung. Dies war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens, und er führte die Massenproduktion auf ein neues Niveau.  Die makellosen, brillant geschliffenen Schmucksteine von Swarovski erregten großes Aufsehen und waren allerorts begehrt. Sie fanden glänzenden Absatz bei den Pariser Modehäusern und Juwelieren. Swarovski konzentrierte sich daher anfangs auf die Produktion von Schmucksteinen. Bald jedoch kamen weitere Produktbereiche hinzu, die heute in einem facettenreichen Konzern harmonisch zusammenspielen.
1919 Die Marke "Tyrolit" |